Verbreitung von ESBL-/AmpC-bildenden Enterobakterien entlang der gesamten Masthähnchenkette: Schwachstellenanalyse und Bestimmung von Interventionspunkten

Hohe Detektionsraten ESBL/AmpC-produzierender Keime bereits in Kloakentupfern von Eintagsbroilerküken lassen einen Eintrag bzw. die Entstehung dieser Erreger über bzw. in den Elterntierherden oder Brüterien vermuten. Zur Erfassung und Bewertung dieses vertikalen Transfers von ESBL-/AmpC-Bildern soll der gesamte Weg der Lebensmittelkette beim Mastgeflügel beginnend bei den (Groß)elterntieren über die nachgeordneten Brütereien, Masttierherden, Schlachthöfe und Verarbeitungsstätten bis hin zum verbrauchfertigen Lebensmittel untersucht werden.

Letztendlich sollen diese qualitativen und quantitativen Untersuchungen Erkenntnisse zum Transfer von ESBL-/AmpC- Bildern aus der Zucht über die Primärproduktion (Mast) und Schlachtung/Verarbeitung hin zum Endverbraucher generieren sowie zu Aussagen über das Entstehungs- und Vermehrungspotential der ESBL-/AmpC- bildenden Enterobakterien entlang der gesamten Masthähnchenkette führen, Einflussfaktoren hierauf beschreiben und kritische Kontrollstellen identifizieren.

Beteiligt sind die Institute für Tier- und Umwelthygiene sowie für Lebensmittelhygiene des Fachbereichs Veterinärmedizin.

Projektdauer: 2014-2016
Kooperationen: Gießen, Justus-Liebig-Universität, Bundesinstitut für Risikobewertung Berlin, Robert-Koch-Institut Berlin, Julius Kühn-Institut Quedlinburg. Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Tierärztliche Hochschule Hannover, Friedrich-Loeffler-Institut Greifswald