Bundesministerium für Bildung und Forschung

Förderung von Klausurwochen auf dem Gebiet der ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der modernen Lebenswissenschaften

Die Förderung trägt dazu bei, den Gedanken der Nachwuchsförderung an dafür geeigneten deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu stärken. Mit der Durchführung der Klausurwochen soll besonders qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten werden, in einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe intensiv und themenbezogen zu arbeiten. Unterstützt wird die Organisation, Durchführung und Nachbereitung von fünf- bis zehntägigen, interdisziplinären Klausurwochen zu einem konkreten, aktuellen Thema.

Förderung zum Themenfeld Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität "Energieeffiziente und sichere Elektromobilität" (Strom 2)

Ziel der Förderung ist die möglichst zügige Entwicklung international führender Schlüsseltechnologien für Anwendungen im Bereich Elektromobilität. Hinsichtlich der Reichweite von Elektrofahrzeugen und der Funktion bzw. Nutzbarkeit elektrischer Nebenaggregate bestehen aufgrund der Eigenschaften der gegenwärtig zur Verfügung stehenden Batterien prinzipielle Einschränkungen. Die Energieeffizienz des Gesamtsystems muss deshalb optimiert werden, vor allem mit Blick auf die Betriebsbedingungen und das Nutzungsprofil des Fahrzeugs sowie das Thermomanagement. Übergreifendes Ziel ist insgesamt die Optimierung von Reichweite, Komfort, Leistungsvermögen und Sicherheit als Qualitätseigenschaften zukünftiger Elektrofahrzeuge.

Fragestellungen:

  • Innovatives Energie- und Thermomanagement in zukünftigen Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen  
  • Innovative Sicherheitskonzepte für zukünftige Elektro- und Hybridfahrzeuge

Förderung von europäischen Forschungsprojekten im Bereich neurodegenerative Erkrankungen: Optimierung von Biomarkern und Harmonisierung ihrer Verwendung zwischen klinischen Zentren

Ziel ist die Förderung von transnationalen Verbundvorhaben, die einen Mehrwert gegenüber bereits existierender Forschung darstellen, indem sie sich auf neuartige Ansätze zur Verbesserung und Harmonisierung der Anwendung von Biomarkern im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen beziehen. Gefördert werden Vorhaben zu folgenden neurodegenerativen Erkrankungen:

  • Alzheimererkrankung und andere Demenzen
  • Parkinsonerkrankung und mit Parkinson verwandte Erkrankungen
  • Prionerkrankungen
  • Motoneuronerkrankungen
  • Huntington-Krankheit
  • Spinozerebelläre Ataxie (SCA)
  • Spinale Muskelatrophie (SMA)  

Intelligente Elektronik-Systeme für Anwendungen im Geräte- und Anlagenbau und in der Medizintechnik (InES)

Ziel dieser Fördermaßnahme ist die nachhaltige Stärkung der Wertschöpfungskette von Entwurf, Systemintegration und Test von intelligenten Elektroniksystemen in den Anwendungsfeldern Geräte- und Anlagenbau und Medizintechnik durch die Entwicklung neuer Methodiken und Produkte sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

  • Geräte- und Anlagenbau: Elektroniksysteme in der Automatisierung, die eine Erweiterung des Einsatzspektrums von Maschinen ermöglichen oder zu neuen wettbewerbsfähigen Produkten führen, beispielsweise Prozess- und Sensorsysteme, die zuverlässig und in Echtzeit die Sicherheit von Menschen bei der Zusammenarbeit mit Maschinen und Robotik-Systemen erhöhen,
  • Medizintechnik: Elektroniksysteme mit integrierten mechanischen, optischen oder biologischen Schnittstellen, beispielsweise für den Einsatz in der Mikrochirurgie oder in innovativen telemedizinischen Lösungen.

Sicherung der Lebensmittel und Lebensmittelwarenketten im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit"

Gefördert werden Verbundprojekte, die innovative Lösungen für die Sicherheit der Lebensmittel und Lebensmittelwarenketten erforschen und entwickeln, um damit den Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen, die durch Terrorismus, organisierte Kriminalität, Naturkatastrophen, technische Großunfälle u. a. ausgelöst werden, zu verbessern. Die Projekte müssen über den aktuellen Stand der Forschung hinausgehen. Ausgangspunkt soll eine existierende oder sich künftig abzeichnende Bedrohungslage unter Berücksichtigung der Ausfallrisiken und unter Einbeziehung möglicher Folgeeffekte sein, wie z. B. Versorgungsengpässe in Folge des Ausfalls von Produktionsprozessen oder die Ausbreitung von Krankheiten nach der Infektion der Bevölkerung mit einem Krankheitserreger. In die Betrachtungen sollen Technologien und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit von Lebensmitteln und ihrer Ausgangsstoffe ebenso einbezogen werden wie Konzepte zur Sicherung der Lebensmittelwarenkette von der Produktion bis hin zum Verbraucher.

Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und umsetzungsfördernde Maßnahmen innerhalb von unternehmerisch geführten strategischen Allianzen aus dem Bereich der industriellen Biotechnologie. Ziel ist die Entwicklung innovativer Prozesse oder Produkte für industrielle Anwendungen unter Einsatz biotechnologischer Verfahren. Von besonderem Interesse sind industrielle Anwendungen, die mittelfristig durch biotechnologische Verfahren oder Produkte ersetzt werden können ("Biologisierung der Industrie").

Schwerpunkte:

  • Umstellung von Produktionsprozessen auf flexible Rohstoffquellen unter Nutzung von z.B. Abfallstoffen, Biomasse, CO2, Synthesegas
  • Integration biotechnischer Verfahrensschritte in chemische Produktionsprozesse einschließlich der Entwicklung zugehöriger Prozesstechnologien
  • Entwicklung von Produktionsstämmen und Biokatalysatoren zur industriellen Produktion durch Metabolic Engineering, Systembiologie, synthetische Biologie oder Enzymdesign; Entwicklung von Multi-Enzym-Prozessen und modularen Enzymen
  • Entwicklung neuer Analytik-Verfahren, basierend auf bioaktiven Komponenten, verbunden mit konvergierenden Technologien
  • Entwicklung integrativer Verfahrenskonzepte für Bioraffinerien
  • biotechnologische Lösungen, die zu neuartigen Materialien mit neuen Eigenschaften führen
  • Entwicklung innovativer biobasierter Produkte auch zur Erschließung neuer Anwenderbranchen für die Biotechnologie

Letzte Aktualisierung: 04.06.2011