Hinweise zur Einbindung von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern an die Freie Universität Berlin

Die Einladung von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern erfolgt immer durch die Projektleitung.

Es gibt verschiedene Arten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu finanzieren, die nur temporär an die Freie Universität Berlin kommen sollen:

1. Gasttätigkeit

Gastwissenschaftler/-innen, die bis zu einem Monat Aufenthalt und bis zu 2.500 Euro Aufwandsentschädigung erhalten, werden mit der Einladung für Gastwissenschaftler (Antrag auf Auszahlung zur Abgeltung einer Gasttätigkeit) ausgezahlt. Ein Vertrag ist in diesem Fall nicht notwendig.

Die Abrechnung des Gastaufenthaltes erfolgt in der Regel per Überweisung. Hierzu wird das (o. g.) Formular Antrag auf Auszahlung einer Gasttätigkeit genutzt.

Wichtig ist, dass die Projektleitung auf dem Abrechnungsformular die sachliche Richtigkeit bestätigt, insbesondere über den Zeitraum des Aufenthaltes. Beim Einzelabrechnungsverfahren sind die Belege im Original beizufügen. Tickets können in Kopie eingereicht werden, wenn der Gast das Ticket noch für die Rückreise benötigt.

Für die pauschale Abrechnung ist das unterschriebene Abrechnungsformular als Zahlungsbeleg ausreichend.

2. Gastwissenschaftlervertrag

Der Gastwissenschaftlervertrag wird seit dem 1.8.2013 an der Freien Universität Berlin nicht mehr verwendet. Zur Einbindung von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern kann entsprechend den Regelungen der Stipendienrichtlinie vom 1.8.2013 ein Forschungsstipendium vergeben werden. 

3. Gastprofessur

Die Gastprofessur setzt die Stellung als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer oder die Einstellungserfordernisse des § 100 BerlHG voraus; die Gastdozentur setzt die Promotion voraus. Eine Mindestdauer für eine Gastprofessur oder einer Gastdozentur gibt es nicht. Wenn sie aus Haushaltsmitteln finanziert wird, erfolgt der Vertragsabschluss grundsätzlich lediglich für die Vorlesungszeit, bei der Finanzierung aus Drittmitteln kann das gesamte Semester finanziert werden.

Wenn die für die Übernahme einer Gastprofessur oder -dozentur vorgesehenen Personen in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit einer anderen Institution stehen, haben sie sich im erforderlichen Umfang an ihrer Heimatinstitution beurlauben oder freistellen zu lassen (Sonderregelungen können für ausländische Personen gelten sowie für diejenigen, die rein zu Forschungszwecken an die Freie Univesrität Berlin kommen).

Eine Beteiligung an der Lehre ist möglich; der Umfang wird über den Fachbereich festgelegt.

Es wird ein freies Dienstverhältnis abgeschlossen, das nicht an die Tarifvorgaben gebunden ist.

Die Pauschalvergütung beträgt 4.000 € brutto für eine volle Gastprofessuren (plus bis zu 500 €, wenn diese bereits hauptberuflich an einer andern deutschen Hochschule als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer tätig sind) und 3.500 € brutto für eine volle Gastdozentur.

Wenn der Drittmittelgeber in der Zuwendung andere Summen erlaubt, können auch diese gezahlt werden. Die Pauschalvergütung ist sozial- und steuerpflichtig.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.fu-berlin.de/service/zuvdocs/fu-rundschreiben/2010/v07_10.pdf?1307214367.

4. Finanzierung der Vertretung einer Gastprofessur/Gastdozentur an der Heimateinrichtung

Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihren bestehenden Vertrag an ihrer Heimatinstitution nicht ruhen lassen können oder wollen (z.B. aus Gründen der Altersgelderzahlung), kann die Freie Universität Berlin die Gelder, die für ihre Finanzierung vorgesehen sind, ggf. auch an die Heimatinstitution überweisen. Die Wissenschaftlerin oder der Wissenschaftler erhält dann keinerlei weitere Vergütung durch die Freie Universität Berlin, sondern behält das Gehalt der Heimatinstitution. Mit den überwiesenen Geldern kann an der Heimatinstitution beispielsweise eine Vertretung finanziert werden.

Es wird mit den Heimateinrichtungen ein Kooperations- oder ein Weiterleitungsvertrag geschlossen.

Grundsätzlich gilt, dass die an die Heimatinstitution der Gastprofessorin oder des Gastprofessors gezahlte Summe nicht die für eine Vertretung benötigte Summe an der Heimatinstitution der Gastprofessorin oder des Gastprofessors übersteigen sollte. Es können je nach Mittelgeber Vorgaben bestehen, wie hoch die Maximalsumme ist, die an die Heimatinstitution der Gastprofessorin oder des Gastprofessors gezahlt werden kann. Bei der DFG beträgt die Maximalsumme beispielsweise aktuell 87.600 € (analog zur Personalsumme für die W-Besoldung bei der DFG).

Vorschüsse / Barauszahlungen:

Bei Fragen zu Vorschüssen und Barauszahlungen wenden Sie sich bitte an die für Ihre Einrichtung zuständige Sachbearbeitung in der Drittmittelverwaltung.