Kurzbiografie

Audre Lorde, geboren am 18. Februar 1934 als Audrey Geraldine Lorde, war Tochter karibischer Immigranten aus Grenada. Ihre Kindheit verbrachte sie in Harlem. Sie besuchte katholische Schulen und begann in der achten Klasse Gedichte zu schreiben. Nach ihrem High-School-Abschluss besuchte Lorde in den Jahren 1954 bis 1959 das Hunter College und schloss mit dem Bachelor in Bibliothekswissenschaft ab. Ihren Master erwarb sie 1961 an der Columbia University.

Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Audre Lorde als Bibliothekarin, schrieb Gedichte, heiratete den Anwalt Edward Ashley Rollins und bekam zwei Kinder. Bereits während des Studiums bekannte Lorde sich zu ihrer Homosexualität, nach ihrer Scheidung im Jahr 1970 hatte sie verschiedene Partnerinnen.

Audre Lordes Gedichte wurden bereits während der 1960er Jahre regelmäßig publiziert, unter anderem in Anthologien und Literaturzeitschriften. Audre Lorde engagierte sich in der Frauen- und Bürgerrechtsbewegung sowie für die Rechte Homosexueller. 1968 erschien ihr erster Gedichtband The First Cities. Parallel zu ihrer Arbeit als Autorin lehrte Lorde Englische Literatur am Hunter College. Ende der 1970er Jahre erkrankte sie an Brustkrebs. Sie verarbeitete das Leben mit der Krankheit unter anderem in dem Krebstagebuch Cancer Journals (1980) und in A Burst of Light (1988). Ein weiteres zentrales Werk Lordes ist das mytho-biographische Werk Zami (1980), in dem sie ihre Kindheit und Jugend in Harlem beschreibt. In den 1980er Jahren zog sie auf die Karibikinsel Saint Croix.

Audre Lorde war Mitbegründerin von Kitchen Table: Women of Color Press, einem Verlag für farbige Autorinnen. Sie reiste um die Welt und hielt Lesungen u.a. in der Schweiz, Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden. Von 1984 bis 1992 verbrachte Audre Lorde jährlich mehrere Monate in Berlin, dort hielt sie unter anderem als Gastprofessorin für North-American-Studies an der Freien Universität Berlin Seminare ab. Durch ihr Engagement, insbesondere durch Lesungen und Workshops, unterstützte Lorde die afro-deutsche (Frauen-)Bewegung. 1991 bis 1993 wurde sie zum Poet Laureate des Bundesstaates New York ernannt.

Am 17. November 1992 erlag Audre Lorde auf Saint Croix ihrer Krebserkrankung. Bis zu ihrem Tod blieb Audre Lorde politisch und literarisch aktiv.[1]

 


[1] Vgl. http://audrelorde-theberlinyears.com/deutsch/audre_de.html Stand nicht angegeben (letzter Abruf 11. September 2011); vgl. Joey Horsley: Audre Lorde. http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/audre-lorde/ Stand nicht angegeben (letzter Abruf 11. September 2011).