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„Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Arbeitstag“

25- und 40-jährige Dienstjubiläen gewürdigt / Reviergärtner des Botanischen Gartens Burkhard Frühbrodt ist einer der Jubilare

08.05.2015

Schon seit 25 oder 40 Jahren halten die langjährigen Beschäftigten der Freien Universität die Treue. Im Goldenen Saal des Präsidiums wurden ihre Dienstjubiläen gewürdigt.
Schon seit 25 oder 40 Jahren halten die langjährigen Beschäftigten der Freien Universität die Treue. Im Goldenen Saal des Präsidiums wurden ihre Dienstjubiläen gewürdigt. Bildquelle: Mona Muth
Der Botanische Garten ist sein Revier: Seit 40 Jahren arbeitet Burkhard Frühbrodt schon als Reviergärtner.
Der Botanische Garten ist sein Revier: Seit 40 Jahren arbeitet Burkhard Frühbrodt schon als Reviergärtner.

„Seit 25 oder gar 40 Jahren geben Sie der Freien Universität ein Gesicht und ein Rückgrat. Dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken.“ Mit diesen Worten gratulierte Vizepräsident Klaus Hoffmann-Holland den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Freien Universität, die in diesem Jahr Dienstjubiläen begehen. Es seien die netten Kollegen und die langjährigen Beschäftigten der Freien Universität Berlin, die die Universität zu dem machen, was sie dem lateinischen Begriff „Universitas“ nach ist – eine Gemeinschaft, sagte Hoffmann-Holland.

Eine feierliche Atmosphäre herrschte im Goldenen Saal des Präsidiums der Freien Universität, als die Dienstjubilare geehrt wurden. Zu Ihnen zählte Burkhard Frühbrodt, der seit 40 Jahren als Reviergärtner im Botanischen Garten tätig ist. Seinen Beruf übt er nach all den Jahren immer noch genauso gern aus, wie an seinem ersten Arbeitstag. „Der war im April 1975. Ich erinnere mich noch gut daran, weil ich zum ersten Mal im großen Tropenhaus eingesetzt wurde“, erzählt Frühbrodt. An die Wärme von über 25 Grad Celsius habe er sich erst einmal gewöhnen müssen, doch dem Tropenhaus ist er treu geblieben: Auch heute kümmert er sich noch oft um die darin präsentierte Pflanzenwelt.

Naturschutz als Beruf

Hauptsächlich ist Burkhard Frühbrodt für die rund 6.000 Bäume auf dem Gelände des Botanischen Gartens zuständig. Naturschutz ist dabei ein praktischer Teil seiner Arbeit. „Wir nutzen keine Pflanzenschutzmittel. Selbst Unkraut wird gerupft oder gehackt“, sagt er. Als die Kastanienminiermotte die Blätter der Bäume befiel, hatte der Reviergärtner einen guten Einfall: An jedem Baum wurde ein Nistkasten für Meisen platziert, die sich als natürliche Helfer gegen die Motten erwiesen haben.

Im Laufe seiner 40 Dienstjahre hat der Reviergärtner einige Veränderungen im Botanischen Garten miterlebt. „Die Technik macht heute vieles leichter. Früher musste man die Erdhäuser – das sind spezielle Gewächshäuser – noch von Hand öffnen, belüften und schattieren. Heute geht das alles per Knopfdruck.“

Auch in diesem Jahr bietet der Botanische Garten etwas Neues: Mit der geplanten Eröffnung des restaurierten Victoria-Gewächshauses erhalten Besucherinnen und Besucher bald wieder Zugang zu den tropischen und subtropischen Sumpf- und Wasserpflanzen. Eine besondere Attraktion werden die Riesenseerosen sein, die bis zu zwei Meter im Durchmesser erreichen können.