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Die Technik dahinter

Torsten Prill, Direktor des Hochschulrechenzentrums der Freien Universität, verbindet Bits und Bytes mit Verwaltung, Forschung und Lehre

18.05.2012

Fast 10 Jahre dabei: Im kommenden Jahr feiert Torsten Prill Jubiläum an der Freien Universität und bei der ZEDAT.
Fast 10 Jahre dabei: Im kommenden Jahr feiert Torsten Prill Jubiläum an der Freien Universität und bei der ZEDAT. Bildquelle: Privat

„Ich bin mit der Computertechnik und dem Internet großgeworden, der Umgang mit elektronischen Medien ist für mich gang und gäbe“, sagt Torsten Prill, Direktor des Hochschulrechenzentrums (ZEDAT) der Freien Universität. Doch nicht nur mit Bits und Bytes kennt er sich aus. Als Finanzvorstand des Vereins der Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung (ZKI) musste er sich auch in die Buchhaltung und das Vereinsrecht einarbeiten. Bei der letzen Vorstandswahl des ZKI ist er erneut für eine weitere Amtsperiode bestätigt worden.

Im kommenden Jahr feiert Torsten Prill Jubiläum als Leiter des Hochschulrechenzentrums der Freien Universität (ZEDAT). Der 47-Jährige hatte sich nach neun Jahren bei der Unternehmensgruppe Pixelpark, die Dienstleistungen rund um das Internet anbietet, entschieden, an die Universität zu wechseln – um moderne Technik mit Forschung und Lehre verbinden zu können. „Gleich zu Beginn habe ich Umstrukturierungen vorgenommen“, sagt Prill. „Meine Aufgabe war die Zusammenführung der Verwaltungsdatenverarbeitung mit dem klassischen Forschungs- und Lehrrechenzentrum. Doch dass bei der Verbindung von HIS und SAP-Bits aus der Verwaltung und Quanten-Bits aus der Chemie nicht nur Technik, sondern auch unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen, war neu für mich.“ Das sei die größte Herausforderung gewesen: neben der Technik zu verstehen, wie die „Politik“ an einer Universität funktioniere.

Abwechslungsreich in allen Bereichen

„Meine Arbeit hier ist sehr abwechslungsreich und ständig von Herausforderungen geprägt“, sagt Prill. „Es macht Spaß, mit den hoch motivierten Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten. Wir sind in verschiedene Kooperations- und Forschungsprojekte involviert.“ Interessant sei auch, dass sich alle zwölf bis 24 Monate die Technik ändere beziehungsweise weiter entwickele, sodass „wir die Gelegenheit und Pflicht haben, uns auch mit neuen Dingen zu befassen.“

2008 wurde Prill in den Vorstand des Vereins der Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung (ZKI) gewählt – und zwei Jahre darauf zum Finanzvorstand. „Bei der diesjährigen erneuten Wiederwahl habe ich mich besonders über das Votum gefreut: keine Gegenstimmen und keine Stimmenthaltungen.“ Die Organisation vertritt die Interessen der Rechenzentren deutscher Universitäten, Fachhochschulen, die Einrichtungen der Großforschung und der Forschungsförderung sowie Unternehmen der IT-Branche. Zurzeit gehören zum ZKI über 200 Mitgliedsinstitutionen aus Forschung, Lehre und Industrie. Der Verein veranstaltet Tagungen, richtet regelmäßige Arbeitsgruppen ein und gibt Veröffentlichungen heraus. Die Mitglieder pflegen Beziehungen zu Organisationen in Deutschland und weltweit. Prills Aufgabe ist es, im ZKI die Sichtbarkeit der Freien Universität  als exzellente Internationale Netzwerkuniversität zu stärken und die Informationstechnologien als Schwerpunkt der Hochschule darzustellen.

Lösungen für alle Einrichtungen entwickeln

„Als Finanzvorstand verfasse ich einen Finanzbericht und verwalte das Vermögen“, sagt Prill. Die durch die Mitgliedsbeiträge finanzierten Arbeitskreise des ZKI – etwa Supercomputing, verteilte Systeme oder CampusManagement –befassen sich mit der Entwicklung, Erprobung und Verbreitung innovativer IT-Verfahren. Durch Stellungnahmen, Musterlösungen und Expertenaustausch sowie Kontakten zu nationalen und Internationalen Einrichtungen und Organisationen bemühen sich die Mitglieder der Arbeitskreise, die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung innovativer IT-Verfahren im weltweiten Verbund der Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen voranzutreiben.

Bevor der gebürtige Anhaltiner zu Pixelpark ging, war Prill in Paderborn am Institut für Betriebswirtschaft und Informationstechnik als Dozent beschäftigt sowie in Gütersloh bei einem IT-Systemhaus, das unter anderen für den Bertelsmann-Vorstandsbereich tätig war.