Freie Universität Berlin


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Dank und Anerkennung

Im Porträt: Professorinnen und Professoren aus Anlass ihrer Emeritierung oder Pensionierung

21.01.2009

Die Freie Universität verabschiedet ihre Professorinnen und Professoren
Die Freie Universität verabschiedet ihre Professorinnen und Professoren Bildquelle: David Ausserhofer
Professor Rainer Bösel
Professor Rainer Bösel Bildquelle: privat
Professor Lutz Kruschwitz
Professor Lutz Kruschwitz Bildquelle: David Ausserhofer

Zwischen dem Ruf an die Freie Universität und schließlich der Emeritierung oder Pensionierung verläuft ein ganzes Wissenschaftlerleben. Wer als Professorin oder Professor vor der Verabschiedung steht, hat meist viele Jahre an der Freien Universität verbracht, hat Spuren in Forschung und Lehre hinterlassen, Generationen von Studierenden ausgebildet und begleitet, wissenschaftliche und freundschaftliche Verbindungen zu Mitarbeitern und Kollegen geknüpft. In einer Serie, mit der wir heute beginnen, stellen wir Wissenschaftler aus Anlass ihrer Emeritierung oder Pensionierung vor. Heute: Rainer Bösel und Lutz Kruschwitz.

Rainer Bösel, Professor für Physiologische Psychologie am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, studierte von 1962 bis 1969 Zoologie, Psychologie und Mathematik in Wien und Salzburg. Nach seiner Promotion 1969 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für Zellbiologie in Tübingen. 1972 kam Bösel an die Freie Universität, zunächst als Assistenz-  und Gastprofessor. Den Ruf auf die Professur für Physiologische Psychologie erhielt er 1989. Vor der Neuordnung 1995 hatte die Freie Universität zwei Psychologische Institute, eines war in der  Erziehungswissenschaft verortet, das andere an die Philosophie und Sozialwissenschaften angebunden. „Das Besondere an meiner Zeit hier war, dass ich wahrscheinlich als einziger Wissenschaftler an beiden Instituten angestellt war“, erläutert  Bösel. Das war nur möglich, weil der Psychologe in der Grundlagenforschung tätig und so mit beiden Instituten verbunden war. Seit 1995 leitete er die Arbeitsgruppe Kognitive Neuropsychologie und das EEG-Labor; die kognitive und soziale Neuropsychologie, Aufmerksamkeit und die Elektroenzephalographie gehörten hier zu seinen Forschungsschwerpunkten. Neben seinen Lehr- und Forschungsaufgaben setzte sich Bösel als Vorsitzender des Diplomprüfungsausschusses, als Mitglied der Haushalts- sowie Bibliothekskommission sowie als Ansprechpartner für die Psychologie-historische Sammlung für den Fachbereich ein.

Lutz Kruschwitz, Professor am Institut für Bank- und Finanzwirtschaft des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin, studierte von 1964 bis 1968 Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität, war bis 1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, schließlich bis 1975 Assistenzprofessor. Über Stationen an der Technischen Universität Berlin und der Universität Lüneburg kehrte er 1991 als Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Bank- und Finanzwirtschaft, an die Freie Universität Berlin zurück. „Ich werde bei meiner Verabschiedung auf insgesamt fast 30 Jahre an dieser Universität zurückblicken können. Sie wird dann gerade ihren 60. Geburtstag gefeiert haben. Ich durfte die Hälfte der Zeit dabei sein und konnte die Hochschule daher teilweise auch ein wenig mitgestalten“, resümiert Kruschwitz. Neben seinen Aufgaben in Lehre und Forschung engagierte er sich unter anderem in der Auswahlkommission zur Verleihung des Ernst-Reuter-Preises, war Mitglied im Promotionsausschuss sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft.