Daniel Barenboim erhält den Freiheitspreis der Freien Universität

„Ein politisches und künstlerisches Wunder“ sei jedes Konzert des West-Eastern Divan Orchestra, „eine verwirklichte Utopie und zugleich eine Lektion in Realpolitik“. Mit diesen Worten umriss Wolf Lepenies, emeritierter Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin und ehemals Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin in seiner Laudatio für Daniel Barenboim nicht nur die besondere Qualität eines der prominentesten Projekte des Preisträgers: das 1999 gemeinsam mit dem amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gegründete Orchester für junge Musiker aus Israel, den palästinensischen Gebieten und arabischen Ländern. Lepenies würdigte gleichzeitig eine genuin musikalische Form politischen Engagements.