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Blowin‘ in the wind...

Post aus New York: Luise Müller nimmt im Museum of the City of New York auch Bob Dylans Spur auf

22.01.2016

Bevor Luise Müller sich dran macht, alle fünf New Yorker Stadtteile praktisch kennenzulernen, besichtigt sie sie im Museum.
Bevor Luise Müller sich dran macht, alle fünf New Yorker Stadtteile praktisch kennenzulernen, besichtigt sie sie im Museum. Bildquelle: Privat
In dem Austellungskomplex „Folk City“ wird unter anderem ein Autograph von Bob Dylan gezeigt: „Blowin in the Wind“.
In dem Austellungskomplex „Folk City“ wird unter anderem ein Autograph von Bob Dylan gezeigt: „Blowin in the Wind“. Bildquelle: Luise Müller

„New York ist die beste Stadt der Welt!” – das war die Reaktion von Bekannten und Freunden, als ich ihnen vergangenen Sommer von meinem geplanten Auslandsaufenthalt erzählt habe. Auf meine Frage, was ihnen denn an der Stadt so gefallen habe, antworteten die meisten, dass es deren Vielfalt, Toleranz und Diversität seien.

Dem muss ich auf den Grund gehen. Und da ich ziemlich wenig über die Stadt weiß, beginnen meine Erkundungen im Museum of the City of New York. Die Ausstellung beginnt mit einem Mann, dessen Namen ich von meinem spätsommerlichen Besuch am nach ihm benannten Badestrand kenne: Jacob Riis. Als einer der aktivsten und einflussreichsten Journalisten und Fotografen seiner Zeit setzte er sich an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert für soziale Reformen ein. Die Ausstellung zeigt viele seiner Fotografien, die die damaligen Lebensbedingungen in den Slums von New York dokumentieren.

Folk in Greenwich Village

Der nächste Ausstellungsteil zeigt den kulturellen Einfluss der Folk-Musik auf New York. Viele Folk-Musiker lebten in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Greenwich Village, und die Musik-Szene konzentriert sich dort bis heute. Es gibt nicht nur Hörbeispiele und Videoaufnahmen, sondern auch handgeschriebene Song-Manuskripte von Bob Dylan zu sehen. Weiter geht es mit einem Ausstellungsabschnitt zum New York Marathon. Dieser findet seit 1970 jedes Jahr statt. Am Anfang mit nur 127 Läufern ist der Marathon mittlerweile ein Riesen-Event, bei dem sich mehr als 50.000 Läuferinnen und Läufer durch die fünf Stadtteile kämpfen.

Stolz auf das politische Engagement

Am Ende schaue ich noch kurz in den Ausstellungsabschnitt, in dem es um die verschiedenen politischen Aktivismus-Bewegungen in New York geht. Von den Abolitionisten, einer Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei im 18. Jahrhundert, und der Frauenwahlrechtsbewegung geht es über die Anti-Vietnamkriegs- und die Stonewall-Proteste gegen die Diskriminierung von Homosexuellen bis hin zu Bewegungen mit ökologischen oder multikulturellen Anliegen: In begleitenden Interviews und Zeitungsartikeln gewinnt man den Eindruck, dass die New Yorker stolz auf ihr politisches Engagement waren und sind.

Um mehr über die Stadt zu erfahren, nehme ich mir am Ende meines Museumsbesuchs vor, in meiner verbleibenden Zeit alle fünf Stadtteile näher kennenzulernen. Mein Stadtteil Brooklyn wird dabei an erster Stelle stehen.

Weitere Informationen

In unserer campus.leben-Serie „Post aus...“ berichten sechs Studierende, zwei Doktorandinnen und ein Auszubildender von ihren Auslandsaufenthalten. Hier haben wir die neun Reisenden vorgestellt und hier finden Sie alle Berichte von Luise Müller.