Freie Universität Berlin


Service-Navigation

Am Gründungstag in die Zukunft geblickt

Auszeichnungen am Ernst-Reuter-Tag für Studenten, Promovenden und Professorinnen

17.12.2012

Bild: Ernst-Reuter-Preisträger 2Ernst-Reuter-Preisträger 2012: Dr. Ina Danquah, Dr. Benjamin Matschke, Dr. Elisa Hoven, Dr. Christoph Trebesch, Melanie Lör012: Ina Danquah, Benjamin Matschke, Elisa Hoven, Christoph Trebesch, Melanie Lörke (v.l.n.r.).
Bild: Ernst-Reuter-Preisträger 2Ernst-Reuter-Preisträger 2012: Dr. Ina Danquah, Dr. Benjamin Matschke, Dr. Elisa Hoven, Dr. Christoph Trebesch, Melanie Lör012: Ina Danquah, Benjamin Matschke, Elisa Hoven, Christoph Trebesch, Melanie Lörke (v.l.n.r.). Bildquelle: Bernd Wannenmacher

In diesem Jahr wurden fünf „herausragende und zukunftsweisende“ Promotionen mit dem Ernst-Reuter-Preis ausgezeichnet. Die jeweils mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden seit 1985 jährlich von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und  Ehemaligen der Freien Universität Berlin (ERG) am 4. Dezember, dem Gründungstag der Hochschule, verliehen. „Die Preise bilden das Herzstück des Ernst-Reuter-Tages“, sagte Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität. Sie seien ein Zeichen dafür, dass die Freie Universität mit der Ehrung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in die Zukunft schaue.

Die Themen der prämiierten Arbeiten sind vielfältig. So untersuchte die Juristin Elisa Hoven in ihrer Promotion „Rechtsstaatliche Anforderungen an völkerstrafrechtliche Verfahren“. Sie ging in ihrer Arbeit unter anderem der Frage nach, ob auch für Saddam Hussein die Unschuldsvermutung gelte.

Der Wirtschaftswissenschaftler Christoph Trebesch forschte zur „Sovereign Default and Crisis Resolution”. In seiner Arbeit untersuchte er alle 180 Schuldenkrisen der vergangenen 40 Jahre.

Die Ernährungswissenschaftlerin Ina Danquah schrieb über „Die Rolle des Ernährungszustandes bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Malaria in sub-Sahara Afrika“. Danquah fand Hinweise darauf, dass es für Diabetiker wahrscheinlicher ist, Malaria zu bekommen als für Menschen ohne Diabetes.

Die Anglistin und Amerikanistin Melanie Lörke schrieb ihre Dissertation über „Liminal Semiotics: Boundary Phenomena in Romanticism“. Darin untersuchte sie, warum und wie in der romantischen Literatur Grenzen überschritten werden.

Und der Mathematiker Benjamin Matschke promovierte über „Equivariant topology methods in discrete geometry“. In seiner Arbeit untersuchte Matschke algebraische Methoden, mit denen man konkrete Probleme in der Geometrie lösen kann.

Überreicht wurden die Preise von Professor Peter-André Alt sowie Wedigo de Vivanco, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der ERG. Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Herta Däubler-Gmelin. Die ehemalige Bundesjustizministerin und Honorarprofessorin der Freien Universität referierte über „Menschenrechte in den Zeiten der Globalisierung“.

DAAD-Preis für ausländischen Studenten

Anlässlich des Ernst-Reuter-Tages wurde auch der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ausländische Studierende verliehen. Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an den 26-jährigen Nepalesen Sulav Duwal. Der Student war 2007 ohne Deutschkenntnisse für ein Bachelorstudium der Bioinformatik an die Freie Universität gekommen, hatte die Sprache innerhalb kürzester Zeit gelernt und absolviert mittlerweile den Masterstudiengang im selben Fach. Aufgrund seiner Leistungen und seines sozialen Engagements erhält er seit Kurzem auch ein Deutschlandstipendium.

Zwei Preise für ausgezeichnete Betreuungsleistungen

Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr im Rahmen des Ernst-Reuter-Tages der „Award for Excellent Supervision“ der Dahlem Research School (DRS), der Dachinstitution für die strukturierten Promotionsprogramme an der Freien Universität, verliehen. Die Doktorandinnen und Doktoranden der 23 Promotionsprogramme der Institution konnten ihre jeweiligen Doktormütter und -väter für den mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preis nominieren. Aus den anonymisierten Einsendungen traf eine Kommission aus Vertreterinnen und Vertretern der Promovierenden und der DRS die finale Auswahl. Ausgezeichnet für ihr beispielhaftes Engagement wurden zwei Professorinnen – die Altorientalistin Eva Cancik-Kirschbaum vom Graduiertenkolleg „Schriftbildlichkeit“ und die Physikerin Stephanie Reich von der Graduiertenschule „Molecular Science“.