Freie Universität Berlin


Service-Navigation

Bauarbeiten auf dem „Alten Campus“ der Freien Universität

Park- und Außenanlagen zwischen den Fachbereichen Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft und dem Henry-Ford-Bau werden erneuert

19.07.2012

Auf dem Areal des "Alten Campus" werden Vorplätze und Zugänge zu den Gebäuden erneuert.
Auf dem Areal des "Alten Campus" werden Vorplätze und Zugänge zu den Gebäuden erneuert. Bildquelle: Jan Hambura

Es tut sich viel auf dem „Alten Campus“ der Freien Universität. Bagger fahren auf, und Handwerker geben sich den Spaten in die Hand. Sie erneuern die Park- und Außenanlagen auf dem Gelände zwischen der Boltzmann-, Gary- und Van’t-Hoff-Straße: Bäume werden gepflanzt, Fahrradständer, Bänke und Wege erneuert. Insgesamt wird ein rund 30.000 Quadratmeter großes Areal verschönert.

Der sogenannte Alte Campus ist ein besonderes Areal. Hier befindet sich auch das Gebäude an der Boltzmannstraße 3, das nicht nur dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie als Sitz diente, sondern auch das erste Hauptgebäude der Freien Universität Berlin war. Hier wurde am 15. November 1948 der Vorlesungsbetrieb aufgenommen.

Noch vor kurzem ließ das Gelände zu wünschen übrig: Der Wegebelag war schadhaft, es gab unzählige Trampelpfade und Stolperfallen. Doch das soll sich ändern. Mit der Planung der Arbeiten wurde das Landschaftsarchitekturbüro LOIDL beauftragt, das bereits den Lustgarten am Berliner Dom und den Park am Gleisdreieck neu gestaltet hat.

Terrasse der vegetarischen Mensa wird vergrößert

Die Änderungen werden ins Auge fallen. Auf dem Areal werden die Vorplätze und Zugänge zu den Gebäuden erneuert, und zwischen den Häusern der Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft wird eine von zwei Wegen aufgespannte Wiese als neue Mitte eingefügt. „Die bisherigen Schieferplatten werden durch glatte Beläge ersetzt, sodass die Wege  barrierefrei sein werden“, erklärt Burkhard Golze, in der Technischen Abteilung der Freien Universität für die Planung und Steuerung der Umbaumaßnahmen zuständig.

Außerdem wird die Terrasse der vegetarischen Mensa vergrößert. Auch der Blick von dort aus wird ein ganz anderer sein. Künftig werden die Mensa-Besucher freie Sicht auf die zum Sitzen und Liegen einladende Wiese und auf den Henry-Ford-Bau haben.

Auch an den Gebäuden tut sich viel. So wurden am Gebäude an der Boltzmannstraße 3 die Kelleraußenwände saniert, Regenwasserleitungen erneuert und Sickerschächte gebaut. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern soll auch Gebühren in erheblichem Umfang für die Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz einsparen. Außerdem werden neue Bänke aufgestellt und Bäume gepflanzt. Mit Rücksicht auf Allergiker werden keine weiteren Birken, sondern Waldkiefern gepflanzt.

PKW-Stellplätze weichen Fahrradständern

In den 1960er Jahren musste beim Bau von Gebäuden immer eine große Anzahl an Parkplätzen nachgewiesen werden. Das hat sich jedoch geändert. Die meisten Parkplätze an der Van’t-Hoff-Straße werden Fahrradständern weichen, die durch ihre Bügelform besonders benutzerfreundlich sind.

Insgesamt wird die Zahl der Fahrradständer um 100, auf künftig 230 Stellplätze erhöht. Übrig bleiben an der Van’t-Hoff-Straße 11 Fahrzeugstellplätze, darunter drei für Menschen mit Behinderung. „Außerdem gibt es ja noch den großen Parkplatz an der Thielallee, Ecke Van’t-Hoff-Straße“, erklärt Burkhard Golze.

Baumaßnahmen werden in Etappen realisiert

Die Erneuerung der Park- und Außenanlagen auf dem „Alten Campus“ wird in Abschnitten realisiert. Der erste – bereits fertiggestellte - Abschnitt bezog sich auf die Erneuerung der Flächen rund um die ehemalige Direktorenvilla des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biologie an der Boltzmannstraße 1, in der heute Teile des Lateinamerika-Instituts untergebracht sind.

Mit dem zweiten Abschnitt, der gerade realisiert wird, wird das Gelände rund um den Fachbereich Rechtswissenschaft erneuert. Bereits im vergangenen Jahr wurde dort das ehemalige Gewächshaus des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biologie, das seit Mitte der 1960er Jahre als Kiosk genutzt wurde, mit Zustimmung der Denkmalpflege abgerissen, da die bauzeitliche Konstruktion nicht mehr tragfähig war.

Mit Beginn der dritten Etappe werden dann ab dem Spätsommer 2012 die Flächen rund um die Gebäude des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft und die Mensa renoviert. Zu guter Letzt wird die Liegewiese zwischen den Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern angelegt.