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Drei Gründerinnen erzählen, wie es geht

Diskussion am 28. April: „Hier bin ich die Chefin! Frauen berichten über ihren Weg ins unternehmerische Berufsfeld“

26.04.2016

„We can do it!“ – davon sind auch die Organisatoren der Veranstaltung „Ich bin hier die Chefin!" Frauen berichten über ihren Weg ins unternehmerische Berufsfeld überzeugt.
„We can do it!“ – davon sind auch die Organisatoren der Veranstaltung „Ich bin hier die Chefin!" Frauen berichten über ihren Weg ins unternehmerische Berufsfeld überzeugt. Bildquelle: Kein Copyright / Wikipedia
Studentinnen durch weibliche Vorbilder, durch das Gespräch mit Frauen, die sich erfolgreich auf diesen Weg begeben haben, für die Selbstständigkeit gewinnen. Dafür plädiert Christiane Dorenburg, Leiterin des Career Service
Studentinnen durch weibliche Vorbilder, durch das Gespräch mit Frauen, die sich erfolgreich auf diesen Weg begeben haben, für die Selbstständigkeit gewinnen. Dafür plädiert Christiane Dorenburg, Leiterin des Career Service Bildquelle: Manuel Krane

Nur jedes dritte Unternehmen in Deutschland wird von einer Frau gegründet, bei Start-ups ist der Anteil sogar noch geringer. Das soll sich ändern. Bei einer Veranstaltung des Career Service der Freien Universität Berlin berichten am Donnerstag dieser Woche erfolgreiche Unternehmerinnen über ihren Weg in die Selbstständigkeit. Damit wollen sie jungen Frauen Mut machen, es ihnen gleich zu tun. Die Diskussion findet in Kooperation mit der Initiative „FRAUEN gründen“ des Bundeswirtschaftsministeriums und Profund Innovation, der Gründungsförderung der Freien Universität, statt. Campus.leben sprach mit der Leiterin des Career Service Christiane Dorenburg.

Frau Dorenburg, warum richtet sich Ihre Veranstaltung speziell an Frauen?

Auch wenn sich der Frauenanteil bei Gründungen in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat, Frauen gründen anders und brauchen andere, auf sie zugeschnittene Unterstützungsangebote. Das war ein Ergebnis der Studie „grOW! Frauen gründen in Ost und West“, die Profund Innovation in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen 2015 durchgeführt hat. Im Career Service haben wir überlegt, was wir tun können, um besonders Studentinnen für das Thema Gründung zu sensibilisieren. Die Diskussion am Donnerstag ergänzt unser aktuelles Veranstaltungsprogramm, mit dem wir Studierenden unterschiedliche berufliche Perspektiven aufzeigen.

Warum sollten sich gerade Studentinnen mit dem Thema Gründung beschäftigen?

Viele Studentinnen streben immer noch eher die „sichere“ Beschäftigung beispielsweise in einem Unternehmen oder auch im Öffentlichen Dienst an. Den Weg in die unternehmerische Selbständigkeit sehen sie viel zu selten als Chance. Aber die Arbeitswelt hat sich verändert, und darauf möchten wir sie vorbereiten. Wie sollte das besser gehen als durch weibliche Vorbilder, durch das Gespräch mit Frauen, die sich erfolgreich auf diesen Weg begeben haben.

Sie haben zu Ihrer Veranstaltung drei erfolgreiche Unternehmerinnen eingeladen.

Alle drei wurden in einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als „Vorbild-Unternehmerinnen" ausgewählt.

Anike von Gagern ist Unternehmerin und Gesellschafterin vom „tausendkind", einem Online-Versandhandel für Babyprodukte. Das Unternehmen ist 2010 gegründet worden und rasant gewachsen, derzeit sind dort etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt. Zuvor war Anike von Gagern sieben Jahre lang bei einer Unternehmensberatung tätig. Sie hat es geschafft, eine große Firma mit viel Kapital aufzubauen.

Außerdem ist die promovierte Germanistin Kerstin Gernig dabei. Gernig hat an der Freien Universität Berlin studiert und viele Jahre in der Wissenschaft gearbeitet, bevor sie sich selbstständig gemacht und eine Agentur gegründet hat. Heute ist sie Coach und Autorin, sie hat ein Buch geschrieben, mit dem sie junge Menschen zu Gründungen animieren will.

Als Dritte haben wir Petra van Laak eingeladen. Sie ist Kunsthistorikerin und ebenfalls Alumna der Freien Universität. Heute berät sie Unternehmen in der Außenkommunikation. Petra van Laak hat in ihrem Leben schon viele Hürden erfolgreich überwunden, als alleinerziehende Mutter stand sie zunächst vor dem Nichts. Anfangs hat sie sich durchgeschlagen mit Übersetzungen, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht hat.

Es sind also durchaus sehr unterschiedliche Biografien, die aber eines eint: Alle drei Frauen haben sich durch die Selbstständigkeit eine berufliche Perspektive aufgebaut. Mit diesen Beispielen wollen wir jungen Frauen Mut machen, sich mit dem Thema Gründung auseinanderzusetzen.

Was erwartet die Teilnehmer bei dem Vortrag?

Drei tolle und begeisterungsfähige Frauen, die ganz viel zu erzählen haben. Im Mittelpunkt sollen dabei deren Biografien stehen. Was ist aus den Berufswünschen geworden, die sie im Studium hatten? Was hat sie angetrieben, sich selbständig zu machen? Wie sind sie mit schwierigen Situationen und Entscheidungen umgegangen? Was möchten sie jungen Studentinnen mit auf den Weg geben? Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn an diesem Abend auch längerfristige Kontakte entstehen, vielleicht durch das ein oder andere Praktikum.

Aber auch um Geld soll es gehen: Das Beispiel Petra van Laak zeigt, dass man auch ohne finanzielle Ressourcen den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen kann. Zusätzlich wird Steffen Terberl von Profund Innovation darüber informieren, welche Unterstützung unsere Uni bei der Gründung leisten kann.

Die Fragen stellte Manuel Krane

Weitere Informationen

„Hier bin ich die Chefin! Frauen berichten über ihren Weg ins unternehmerische Berufsfeld“

  • Donnerstag, 28. April 2016, 16 bis 18 Uhr
  • Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Raum L 202 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.