Favorit Freie Universität

Litauische Studierende aus Vilnius zu Besuch an der Freien Universität

19.02.2016

Die litauische Gruppe mit den Studentinnen der Freien Universität Anja Kühnel (li.) und Annika Abt (re.) vor dem Neubau für die Kleinen Fächer.
Die litauische Gruppe mit den Studentinnen der Freien Universität Anja Kühnel (li.) und Annika Abt (re.) vor dem Neubau für die Kleinen Fächer. Bildquelle: Manuel Krane
Mentorin Anja Kühnel führt die litauischen Studierenden durch die Fabeckstraße.
Mentorin Anja Kühnel führt die litauischen Studierenden durch die Fabeckstraße. Bildquelle: Manuel Krane

Ignas Jurčiukonis hat seinen Master in Biophysik bereits abgeschlossen, er sucht aktuell nach einer Doktorandenstelle. Der Litauer gehört zu einer Gruppe Studierender von der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Vilnius, die nach Deutschland gekommen ist, um Hochschulen zu besuchen. Die Reise, die durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) gefördert worden ist, führte die Studenten auch nach Dahlem. „Besonders beeindruckt haben mich die Labore“, sagt er, „die sind zwar ähnlich ausgestattet wie in Litauen, aber es gibt einfach viel mehr, und sie sind häufig sehr spezialisiert.“

Dovilė Saulėnaitė und Adelė Markevičiūtė von der Studierendenvertretung des Fachbereichs Naturwissenschaften an der Universität Vilnius haben den Besuch angestoßen. „Das ist eine tolle Möglichkeit für uns“, sagt Adelė Markevičiūtė. Die meisten ihrer Kommilitonen in der Reisegruppe stünden am Ende ihres Bachelors und dächten darüber nach, ihren Master im Ausland zu machen. Deutschland sei dabei ein wichtiger Standort, sagt Markevičiūtė.

Die Reise ging von Vilnius zunächst nach Kiel an die Christian-Albrechts-Universität. Nach einem Abstecher nach Husum und zum berühmten Westerhever Leuchtturm war das nächste Ziel Berlin. Auf die Freie Universität sei sie gekommen, sagt Adelė Markevičiūtė, „weil dort der Biologiebereich sehr gut ausgebaut ist“. Außerdem habe man hier schnell auf ihre Anfrage reagiert.

Für die Freie Universität sei der Besuch der Litauer auch eine Werbemaßnahme, sagt die promovierte Biologin Vanessa Zacher vom Studienbüro Biologie. „Wir haben die Möglichkeit, den Studierenden direkt vor Ort zu zeigen, wie unser Institut aufgebaut ist, so kann man einen umfassenderen Einblick vermitteln als über eine Online-Präsenz“, erläutert Zacher, „idealerweise können wir durch solche Besuche den Anteil ausländischer Studierender an der Freien Universität erhöhen.“

Besuch des Instituts für Biologie

Die Tour über den Dahlemer Campus startete mit einem Besuch des Forschungsbereichs Evolutionsbiologie am Institut für Biologie. Die Gruppe besuchte außerdem die Arbeitsgruppe der Verhaltensbiologin Constance Scharff, die Arbeitsgruppen Kunze (Molekulare Pflanzengenetik) und Schmülling (Molekulare Entwicklungsbiologie der Pflanzen) sowie die Arbeitsgruppe von Professor Matthias Rillig, die sich mit der Ökologie von Pflanzen beschäftigt. Darüber hinaus standen Besuche des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums auf dem Programm.

Der promovierte Biophysiker Rokas Buišas ist Dozent an der Universität Vilnius und begleitete die Studenten nach Deutschland. Auch er war angetan von der Größe des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie an der Freien Universität. „Es gibt hier einfach viel mehr Labore als an unserer Universität“, sagte er.

Campustour

Am zweiten Tag ihres Besuchs wurden die litauischen Studenten von der Mentorin Anja Kühnel und Annika Abt, die als Erstsemester gerade am Mentoring-Programm der Freien Universität teilnimmt, durch Dahlem geführt; dabei warfen sie auch einen Blick in die Rost- und Silberlaube sowie die neue Campusbibliothek.

Für Ignas Jurčiukonis steht fest: „Die Freie Universität ist einer meiner Favoriten für meine Dissertation.“ Von Berlin und der Freien Universität waren die Studenten beeindruckt. Nur beim Thema Öffnungszeiten sind sie größere Flexibilität gewöhnt. „Gibt es eigentlich irgendetwas in Deutschland, das 24 Stunden geöffnet ist?“, fragte eine Studentin. Anja Kühnel musste einen Moment überlegen, dann fiel ihr die passende Antwort ein: „Spätis….“