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Sich kennenlernen und voneinander lernen

Heute, 18 Uhr: Info-Veranstaltung zum Projekt „Me+Me=We“, das junge zweisprachige Berliner und junge Flüchtlinge zusammenbringen will

16.03.2015

"ME+ME=WE" heißt das studentische Projekt, durch das zweisprachige Berliner Jugendliche mit Flüchtlingen in Kontakt kommen sollen. Die Initatorinnen erhoffen sich, Jugendliche zu gesellschaftlichem Engagement anzuregen.
"ME+ME=WE" heißt das studentische Projekt, durch das zweisprachige Berliner Jugendliche mit Flüchtlingen in Kontakt kommen sollen. Die Initatorinnen erhoffen sich, Jugendliche zu gesellschaftlichem Engagement anzuregen. Bildquelle: ME+ME=WE

Die vier Studentinnen des Masterstudiengangs Intercultural Education an der Freien Universität Berlin, Agnes Disselkamp, Sara Penzar, Renate Krekeler-Koch und Danai Katsanou, die „Me+Me=We“ entwickelt haben, wollen mit dem Tandemprojekt 15 bis 17 Jahre alte Jugendliche und junge Flüchtlinge miteinander ins Gespräch bringen. Worüber? „Musik, Religion, Kultur und natürlich die Stadt Berlin, das könnten einige der Themen sein“, sagt Agnes Disselkamp. „Aber wir werden natürlich nichts vorschreiben, schließlich soll es vor allem das Projekt der Teilnehmer sein“, so die 27-jährige Studentin. Am heutigen Montag findet um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung für Berliner Jugendliche statt.

Im April und Mai werden sich die Jugendlichen und Flüchtlinge in Zweiergruppen einmal pro Woche treffen. Gemeinsam werden sie dann auf Entdeckungstour durch Berlin gehen – eine Entdeckungstour, die auch eine in die Welt des jeweils anderen werden kann. Bei einer Auftaktveranstaltung Anfang April wollen die vier Studentinnen des Masterstudiengangs das Gemeinschaftsgefühl stiften: Die Jugendlichen sollten mit dem Gefühl starten, eine Gruppe zu sein, die gemeinsam an einer Sache arbeitet. Und sie wollen den Jugendlichen Anregungen bieten: Was lässt sich in Berlin unternehmen? Welche Angebote kosten nichts oder nur wenig?

Verantwortung übernehmen

Agnes Disselkamp und ihren Kommilitoninnen geht es bei „ME+ME=WE“ darum, den Jugendlichen Wege zu zeigen, wie sie Verantwortung übernehmen können. Die Teilnehmenden sollen entdecken, wie sie ihre Gesellschaft mitgestalten und verändern können – so könnte „nachhaltiges gesellschaftliches Engagement“ entstehen, sagt Agnes Disselkamp. Sie setzt auf das Tandem-Prinzip: „Gerade bei den Jugendlichen hoffen wir, dass sie sich von Anfang an viel zu sagen haben.“ Die Teilnehmenden dokumentieren ihre gemeinsamen Unternehmungen mit Fotos, und sie schreiben über ihre Begegnungen kurze Texte im Blog von „Me+Me=We“.

Das Projekt wird vom Bildungsgerechtigkeitsfonds der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert. Wichtig ist den vier Studentinnen, die „Me+Me=We“ seit Oktober in einem Projektseminar entwickelt haben, dass die Berliner Jugendlichen zweisprachig aufgewachsen sind. Eine gemeinsame Sprache innerhalb des Tandems soll eine Vertrauensbasis schaffen, auf der die Jugendlichen bei ihren Unternehmungen aufbauen können. Nach acht Wochen werden Ende Mai alle Teilnehmenden bei einem Abschlusstreffen zusammenkommen und über ihre Erfahrungen sprechen. „Wenn wir Glück haben und alles geklappt hat, finden wir dann Jugendliche, die das Projekt fortführen wollen“, sagt Agnes Disselkamp.

Weitere Informationen

Informationsveranstaltung für interessierte Berliner Jugendliche

  • Montag, 16. März, 18 Uhr
  • Jugendpastorales Zentrum Berlin, Waldemarstraße 8–10, 10999 Berlin-Kreuzberg (U-Bhf. Moritzplatz, U 8)

Informationsveranstaltung für jugendliche Flüchtlinge

  • Montag, 23. März, 17 Uhr
  • Jugendpastorales Zentrum Berlin, Waldemarstraße 8–10, 10999 Berlin-Kreuzberg (U-Bhf. Moritzplatz, U 8)

Fragen beantwortet das Projektteam per E-Mail: memeweprojekt@gmail.com oder telefonisch unter 0176/51 46 40 81 (Agnes Disselkamp) sowie 0157/34 55 86 46 (Sara Penzar).