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Gemeinsam durch die Wissenschaftslandschaft Berlin-Dahlem

Das Junge Wissenschaftsforum Dahlem bietet Nachwuchswissenschaftlern des Forschungscampus Berlin-Dahlem eine neue Austauschplattform

10.06.2013

Wo geht's lang in der Wissenschaftslandschaft? Das können Nachwuchswissenschaftler gemeinsam diskutieren.
Wo geht's lang in der Wissenschaftslandschaft? Das können Nachwuchswissenschaftler gemeinsam diskutieren. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Ein Bioinformatiker und eine Islamwissenschaftlerin kommen auf beruflicher Ebene bislang eher selten miteinander ins Gespräch. Das Junge Wissenschaftsforum Dahlem will für solche Begegnungen künftig einen festen Rahmen bieten. Bei einer Auftaktveranstaltung am 20. Juni können Juniorprofessorinnen und –professoren, Nachwuchsgruppenleiter und Doktoranden, die kurz vor Abschluss ihrer Dissertation stehen, über Fächergrenzen hinweg Kontakte knüpfen. Nach dem Modell angelsächsischer „Junior Faculty Clubs“ soll so ein dauerhaftes Netzwerk entstehen – und zwar über die Freie Universität Berlin hinaus. Denn eingeladen sind auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen auf dem Forschungscampus Dahlem. Anmeldeschluss ist der 12. Juni 2013.

Johannes Schöneberg promoviert in Bioinformatik in einem gemeinsamen Doktorandenprogramm von Freier Universität Berlin und Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik. Schirin Amir-Moazami ist Juniorprofessorin am Institut für Islamwissenschaft und an der Graduate School for Muslim Cultures and Societies. Sie ist ausgebildete Politikwissenschaftlerin und Soziologin.

Auf den ersten Blick bewegen sich die beiden akademisch in völlig verschiedenen Welten. Doch beide gehören zu dem Organisationsteam für das Junge Wissenschaftsforum Dahlem, das am 20. Juni mit einer Auftaktveranstaltung startet und im Herbst mit einer Vortragsreihe fortgesetzt werden soll. Und beide sind mit ihrem bisherigen Werdegang repräsentativ für Nachwuchswissenschaftler an der Freien Universität heute: In vielen Fächern sind Promotionsprogramme inzwischen institutionenübergreifend wie das von Johannes Schöneberg und viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bereits interdisziplinär gearbeitet wie Schirin Amir-Moazami.

Fächer- und institutionenübergreifende Vernetzung

Karrierewege in der Wissenschaft sind in den letzten Jahren vielfältiger geworden. Gleichzeitig verändert sich durch die Internationalisierung und die Digitalisierung auch die Forschungslandschaft. Um eine gemeinsame Plattform über die Grenzen von Institutionen und Disziplinen hinweg zu schaffen, entstand die Idee des Jungen Wissenschaftsforums Dahlem. „Als Sozialwissenschaftlerin finde ich es interessant zu erfahren, was man eigentlich in einem Labor macht. Und für Naturwissenschaftler ist es gut zu sehen, was zum Beispiel Archivarbeit für einen Historiker bedeutet oder Feldforschung für einen Soziologen“, sagt die Islamwissenschaftlerin Schirin Amir-Moazami. „Interdisziplinarität sollte in den Institutionen stärker verankert werden. Andere Länder sind da schon weiter.“

Auch der Bioinformatiker Johannes Schöneberg schätzt den Austausch über Fächergrenzen hinweg. Wichtig findet er außerdem, zu erfahren wie in anderen Institutionen gearbeitet wird: „Wie wird Forschung organisiert? Welche Modelle gibt es dafür?“ Die Idee, nicht nur intern in der Freien Universität zu diskutieren, sondern auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Partnerinstitutionen des Forschungscampus Dahlem wie den Max-Planck-Instituten für Molekulare Genetik oder Bildungsforschung oder dem Helmholtz-Zentrum Berlin einzuladen, entstand auf der Pilotveranstaltung, dem „Junior Faculty Forum“ im vergangenen Jahr.

Experten für Informationen aus erster Hand

Um die Perspektive zu erweitern wurden für die Auftaktveranstaltung des Jungen Wissenschaftsforum Dahlem renommierte Experten eingeladen. Johannes Schöneberg freut sich, dass mit Jörg Neufeld vom Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) beispielsweise ein Fachmann für leistungsorientierte Mittelvergabe gewonnen werden konnte, den man fragen kann, wie man eine Publikationsliste am besten aufbaut.

Weitere Themen sind unter anderem die Internationalisierung von Forschung, der Einsatz digitaler Medien in der Lehre, die Herausforderungen durch Open Access oder Kollaborationen in der Wissenschaft. Bei der Vorbereitung seien die Themen „Wissenschaft als Beruf(ung)“ und „Qualifizierungswege“ auf das größte Interesse gestoßen, verrät Schirin Amir-Moazami. Schließlich sei das die Frage, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei allem Unterschieden gemeinsam umtreibe: „Was wird aus mir? Welche Wege gibt es für mich in der Wissenschaft?“

Weitere Informationen

Junges Wissenschaftsforum Dahlem

  • Auftaktveranstaltung am 20. Juni 2013 16:30 bis 19:30 Uhr
  • Seminaris Conference Center Takustraße 39
  • Anmeldeschluss ist der 12. Juni 2013.

Im Wintersemester 2013/14 wird die Diskussionsreihe fortgesetzt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung auf der Veranstaltungswebsite.

Das Junge Wissenschaftsforum Dahlem wird vom Center for Research Strategy der Freien Universität Berlin organisiert. E-Mail: crs@fu-berlin.de