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Unser Team für Luxemburg

Jura-Studierende der Freien Universität sind im "European Law Moot-Court"-Finale in Luxemburg

12.04.2013

Vertreten die Freie Universität am 12. April beim Finale des „European Law Moot-Courts“ in Luxemburg (v.l.n.r.): Yasemin Skowronek, Lusia Gillert (st.), Pauline Brosch und Moritz Thörner
Vertreten die Freie Universität am 12. April beim Finale des „European Law Moot-Courts“ in Luxemburg (v.l.n.r.): Yasemin Skowronek, Lusia Gillert (st.), Pauline Brosch und Moritz Thörner Bildquelle: privat

Es war ein langer Weg, aber nun stehen sie im Finale: Vier Studierende der Rechtswissenschaft der Freien Universität setzten sich im regionalen Finale des renommierten juristischen Planspiels „European Law Moot-Court“ (ELMC) im niederländischen Leiden gegen elf Teams konkurrierender Universitäten durch. An diesem Freitag treten sie als eines der vier besten von insgesamt 90 Teams im „All-European“-Finale in Luxemburg an.

Bis zum Sieg im Regional-Finale in Leiden war es ein langer Weg. Zunächst mussten sich die Mitglieder des ELMC-Teams der Freien Universität – Pauline Brosch, Luisa Gillert, Yasemin Skowronek und Moritz Thörner – in einer schriftlichen Phase für die Teilnahme an dem Regional-Finale in Leiden qualifizieren. Das hieß, sich in einen umfangreichen europarechtlichen Sachverhalt einzuarbeiten und einen 15-seitigen Schriftsatz in englischer Sprache und französischer Zusammenfassung anzufertigen.

Dafür hatte das Team zwei Monate Zeit. „Wir mussten uns in europarechtliche Spezialmaterie wie Europäisches Kartellrecht vertiefen, aber auch in die Feinheiten des Prozessrechts“, sagt Luisa Gillert. Teilweise sei heftig über einzelne Formulierungen gestritten worden. „Das hat dazu geführt, dass unsere Kritik- und Teamfähigkeit in dieser Zeit wirklich erheblich gestiegen ist“, sagt Pauline Brosch.

Probe-Anhörungen helfen Studierenden bei der Vorbereitung auf das Regional-Finale

Nachdem feststand, dass sich das Team der Freien Universität mit seinem Schriftsatz für das Regional-Finale im Februar dieses Jahres in Leiden qualifiziert hatte, mussten die Studierenden ein 15-minütiges Plädoyer ausarbeiten, das sowohl auf Englisch als auch auf Französisch gehalten werden musste. Daraufhin absolvierten die Studierenden mehrere Probe-Anhörungen: vor Rechtsanwälten der Kanzleien „White & Case LLP“, „Raue LLP“ und „Hengeler Mueller“. Außerdem vor Professoren der Freien Universität, vor Richtern des Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamtes Berlin-Brandenburg sowie vor den Beamten des Bundeswirtschaftsministeriums, die Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof vertreten. Dabei lernten die Studierenden auch, souverän auf Zwischenfragen von der Richterbank zu antworten.

Mit Unterstützung der Rechtsanwaltskanzleien „P+P Pöllath und Partners“, „White & Case LLP“, „Raue LLP“ sowie „Lindenpartners“ ging es dann für das ELMC-Team zum Regional-Finale in Leiden, wo elf Richter, darunter Mitarbeiter des Europäischen Gerichtshofs, Professoren, Anwälte und niederländische Beamte, auf die Studierenden warteten. Doch auch die zahlreichen Zwischenfragen der Richter konnten das ELMC-Team der Freien Universität nicht verunsichern: Es setzte sich sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale und im Finale durch. Zuletzt gegen die Vertreter der Pariser Universität Panthéon-Assas.

Team der Freien Universität zieht nach langer Zeit wieder ins Finale ein

„Das ist wirklich etwas Besonderes, denn so weit hat es seit mehr als zehn Jahren kein Team der Freien Universität mehr gebracht“, sagt Steffen Hindelang, Juniorprofessor an der Freien Universität für Staats- und Verwaltungsrecht mit internationalen Bezügen sowie Mentor des ELMC-Teams. Dabei brachten die Studierenden allerdings auch viele Fähigkeiten mit. „Um sich für die Teilnahme im Team zu qualifizieren, mussten sie gute Leistungen im bisherigen Studienverlauf, europarechtliche sowie Sprachkenntnisse aufweisen“, sagt Sivine Jansen. „Und teamfähig sein“, fügt Hannes Köhler hinzu, der mit ihr gemeinsam das Team der Freien Universität betreut.

An diesem Freitag werden die Studierenden im Gerichtssaal des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg vor Richtern und Generalanwälten des Gerichtshofs gegen die noch geheim gehaltenen Gewinner der drei weiteren Regional-Finales antreten.