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Studenten feiern Jahr des Hasen

Der Internationale Club und das Konfuzius-Institut an der Freien Universität haben das Chinesische Neujahrsfest begangen

24.02.2011

Willkommen im Jahr des Hasen!
Willkommen im Jahr des Hasen! Bildquelle: morgueFile/kconnors
Die Feier zum chinesischen Neujahrsfest wurde in diesem Jahr vom Internationalen Club und dem Konfuzius-Institut an der Freien Universität ausgerichtet
Die Feier zum chinesischen Neujahrsfest wurde in diesem Jahr vom Internationalen Club und dem Konfuzius-Institut an der Freien Universität ausgerichtet Bildquelle: Jan Hambura
Qui Shi Yu trug auf der Bambusflöte traditionelle chinesische Musik vor
Qui Shi Yu trug auf der Bambusflöte traditionelle chinesische Musik vor Bildquelle: Jan Hambura
Welche Bräuche in China Glück versprechen, erfuhren die Besucher des Neujahrsfestes
Welche Bräuche in China Glück versprechen, erfuhren die Besucher des Neujahrsfestes Bildquelle: Jan Hambura

Chinesen sollten besser nicht mit Schulden und einem unaufgeräumten Heim ins Neue Jahr starten – denn das bringt Unglück. Welche Neujahrsbräuche in China gelten und was Glück bringt im Jahr des Hasen, das mit dem chinesischen Neujahrsfest angebrochen ist, erfuhren die rund 100 Studierenden, die zum Feiern in das Seminarzentrum der Freien Universität gekommen waren. Eingeladen hatten der Internationale Club und das Konfuzius-Institut an der Freien Universität.

„Das Neujahrsfest ist der wichtigste chinesische Feiertag und wird traditionell mit der gesamten Familie begangen“, sagte Stefan Rummel von der Abteilung Außenangelegenheiten der Freien Universität. Er selbst hatte sechs Jahre lang als Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im taiwanesischen Taipei gearbeitet. „Das Fest wird nach dem Mondkalender bestimmt“, erklärte Rummel. Für viele chinesische Wanderarbeiter sei es aus finanziellen Gründen die einzige Gelegenheit im Jahr, ihre Familien zu sehen. Rund um das Neujahrsfest fänden in China rund 2,6 Milliarden Reisen statt.

Rituale rund ums Fest

„Während des Neujahrsfestes wird mehrere Tage lang gegessen, miteinander gesprochen und gespielt“, sagte Rummel. Doch zuvor müsse eine Reihe von Ritualen absolviert werden: Das Haus muss einem Neujahrsputz unterzogen und Süßspeisen müssen gekauft werden. Zusätzlich öffnen Chinesen die Fenster und Türen ihrer Wohnungen und Häuser und bezahlen ihre Schulden. Erst das garantiert ein glückliches neues Jahr.

Studierende organisieren Feierlichkeiten zum ersten Mal mit

Professor Philip Kunig, Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtler an der Freien Universität und Direktor des Center for International Cooperation der Hochschule, begrüßte die Studierenden. Kunig warb für wechselseitiges Verständnis in den Beziehungen zwischen Chinesen und Deutschen.

Das Chinesische Neujahrsfest wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vom Internationalen Club der Freien Universität, dem ausländische und deutsche Studierende angehören, mitveranstaltet. In den Jahren zuvor hatte das  Konfuzius-Institut, das im April 2006 an der Freien Universität als erstes seiner Art in Deutschland gegründet worden war, die Feierlichkeiten ausgerichtet. Es wird zur Hälfte von der chinesischen Regierung finanziert und stellt sich die Aufgabe, die Verbreitung der chinesischen Kultur und Sprache zu fördern.

Chinesische Musik und chinesische Speisen durften nicht fehlen

Bei der Neujahrsfeier durften weder chinesische Musik noch chinesische Speisen fehlen: Qui Shi Yu trug auf der Bambusflöte traditionelle chinesische Musik vor. Unterstützt wurde er dabei von zwei Musikerinnen: der Sängerin Leilei Liu und der Trommlerin Wie Zhang. Im Anschluss wartete ein chinesisches Buffet auf die Gäste.

Wer den Vorträgen aufmerksam gefolgt war, durfte auf eine Belohnung hoffen. Beim China-Quiz galt es, 14 Fragen zu beantworten, darunter die nach der Anzahl der Tierzeichen in der chinesischen Astrologie. Als Gewinn lockten ein Fotoband mit Hutongs, traditionellen chinesischen Gassen und Gebäuden, eine CD mit der Musik zur chinesischen Liebesgeschichte „Butterfly Lovers“ und T-Shirts mit Motiven des Landes. Weniger aufmerksame Zuhörer konnten sich damit trösten, einen chinesischen Namen zu tragen. Mit fachmännischer Hilfe konnten sie ihn sogar auf einem edlen Papier verewigen und mit nach Hause nehmen.