Freie Universität Berlin


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Orientierung für Doktoranden aus aller Welt

Einführungskurse für ausländische Promovenden an der Freien Universität

29.09.2010

Die chinesischen Doktoranden werden drei bis vier Jahre lang an der Freien Universität forschen
Die chinesischen Doktoranden werden drei bis vier Jahre lang an der Freien Universität forschen Bildquelle: Jan Hambura
Huang Teng ist einer von 40 Stipendiaten des China Scholarship Council an der Freien Universität
Huang Teng ist einer von 40 Stipendiaten des China Scholarship Council an der Freien Universität Bildquelle: Jan Hambura
Im Deutsch-Unterricht: Die Teilnehmer spielen mit der Lehrerin eine Restaurant-Szene nach
Im Deutsch-Unterricht: Die Teilnehmer spielen mit der Lehrerin eine Restaurant-Szene nach Bildquelle: Jan Hambura

Doktoranden, die außerhalb ihrer Heimatuniversität und ihres Landes promovieren, erwartet vieles auf einmal: eine neue Stadt, ein neues Land und häufig auch eine neue Sprache. An die Freie Universität kommen jedes Jahr zahlreiche ausländische Promovenden – aus allen Teilen der Welt. Um ihnen den Start an ihrer neuen Hochschule zu erleichtern, finden zurzeit „Orientierungswochen“ statt.

„Das ist eine Spüle.“ Die zwanzig jungen Chinesen sagen diesen Satz immer und immer wieder auf. Bis zur Perfektion. Der Satz ist Teil eines Dialogs, den sie während des Deutschunterrichts einüben. Insgesamt 40 chinesische Doktoranden besuchen die gerade laufenden Orientierungswochen des Center for International Cooperation (CIC) der Freien Universität – auch Deutschkurse gehören zu dem breit gefächerten Angebot.

Einführung in das kulturelle und soziale Leben der Hauptstadt

Die Doktoranden, die aus China an die Freie Universität gekommen sind, promovieren mit einem Stipendium des China Scholarship Council (CSC) in Dahlem. Die Orientierungswochen sollen ihnen dabei helfen, sich schneller an ihrer neuen Universität einzugewöhnen. Das CIC unterstützt, wo es kann: Nachdem die Doktoranden am Flughafen abgeholt worden sind, erhalten sie während der vierwöchigen Orientierungswochen eine Einführung in das kulturelle und soziale Leben Berlins, werden bei der Immatrikulation begleitet und besuchen einen Deutschkurs.

Huang Teng ist einer der Stipendiaten. Der Biologe, der aus dem chinesischen Xianyang nach Berlin gekommen ist, hat sich seinen Doktorvater, Professor Klaus Osterrieder, „ausgesucht“: „Professor Osterrieder hat zuvor an der Cornell University gelehrt“, sagt Teng. Die Universität gehöre zur „Ivy League“ und somit zu den renommiertesten Hochschulen der USA.

Wechsel an die Freie Universität ausschlaggebend für Bewerbung

Der Wechsel Osterrieders an die Freie Universität habe Huang Teng dazu bewogen, sich für ein Stipendium des CSC zu bewerben. Der Doktorand freut sich auf die vier Jahre, die vor ihm liegen. „Ich mag es sehr, Sprachen zu lernen“, sagt Teng. „Im Sprachenlabor der Freien Universität kann ich das sogar kostenlos tun.“

Die Orientierungswochen des CIC finden in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Anlass sind die zahlreichen chinesischen Promovenden, die sich für Dahlem entschieden haben: Die Freie Universität ist mit Abstand die beliebteste deutsche Hochschule bei Stipendiaten des CSC und rangiert weltweit unter den zehn meist nachgefragten Universitäten.

Die DRS bietet Kurse zu „guter wissenschaftlicher Praxis“ an

Auch die Dahlem Research School (DRS) der Freien Universität, an der die strukturierten Promotionsstudiengänge der Universität gebündelt werden, bietet in diesen Tagen wieder Orientierungswochen für internationale Doktoranden an. Neben einer Campus-Tour treffen die Doktoranden bei gemeinsamen Mittagessen zusammen, besuchen Deutschkurse und Workshops, etwa zu interkultureller Kommunikation und „guter wissenschaftlicher Praxis“.

Unter den Teilnehmern der Orientierungswochen der DRS sind auch Doktoranden der Berlin Graduate School for Transnational Studies (BTS), die in englischer Sprache auf dem Gebiet transnationaler und internationaler Beziehungen forschen. „Rund ein Viertel unserer Promovenden kommt aus dem Ausland“, erklärt Sebastian Barnutz, Geschäftsführer der BTS. Die Orientierungswochen der DRS seien daher ausgesprochen wichtig für die Integration der Doktoranden.

Der Neuseeländer Matthew Stephen, der schon seit 2009 an der BTS promoviert, rät seinen neuen Kommilitonen „vor allem, Deutsch zu lernen". Darüber hinaus habe er von der Unterstützung der Dahlem Research School profitiert, die den Doktoranden auch dabei helfe, bürokratische Hürden zu überwinden.