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„Future Skills for Biotechnology“

Durch EU-Projekt soll Kommunikation zwischen Unternehmen, Lehrenden und Studierenden gefördert werden

05.08.2010

Am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität
Am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Bildquelle: David Ausserhofer

Neue Impulse für  die Hochschullehre. Diesem Motto stellt sich das EU-Projekt „Future Skills for Biotechnology“ mit innovativen Maßnahmen speziell für biotechnologische Studiengänge.

Der Career Service der Freien Universität Berlin engagiert sich als deutscher Partner für das Biotechnologie-Projekt. Ziel ist es, die Kooperation und Kommunikation zwischen Unternehmen, Lehrenden und Studierenden zu fördern, um die Ausbildung der Studierenden nachhaltig zu verbessern.

Arbeitgeber erwarten von Absolventen biotechnologischer Studiengänge heute mehr als eine solide, fachliche Ausbildung. Für einen erfolgreichen Berufsstart müssen sie neben fachlichen Kompetenzen auch sogenannte "transferable skills" mitbringen - dazu gehören etwa Teamgeist, Selbstorganisation oder eine sehr gute schriftliche und mündliche Ausdrucksweise. Dies ergab eine europaweite Umfrage im Rahmen von „Future Skills for Biotechnology".

Die Projektteilnehmer aus acht beteiligten EU-Ländern sorgen seit Januar dafür, Lehrende und Studierende europaweit für die neuen Anforderungen zu sensibilisieren.Die Umfrage, in der Studierende nach deren Lernmethoden und Motivation befragt wurden, bildet die Grundlage für konkrete Maßnahmen, die im Rahmen des Biotechnologie-Projekts umgesetzt werden sollen.

Angebote für Lernende und Lehrende

Seit dem Sommersemester 2010 werden die Studierenden in Seminaren verstärkt zur Selbstreflexion und kritischen Auseinandersetzung mit ihren individuellen Lern- und Lebenszielen angeregt. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, mit Unterstützung der Seminarleitung eigene "transferable skills" zu entwickeln. Der Career Service bindet diese Seminare in sein Lehrangebot zur allgemeinen Berufsvorbereitung ein, in denen die Projektziele sowohl didaktisch als auch konzeptionell aufgehen.

Die polnischen, dänischen und portugiesischen Projektpartner haben darüber hinaus ein Tutoring-Programm gestartet, dessen Ziel es ist, den Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden zu fördern und Studierenden ein individuelles Feedback für ihre Lernerfolge zu ermöglichen.

“Future Skills for Biotechnology“ richtet sich mit Workshops und Weiterbildungsangeboten auch an Lehrende. Im kommenden Semester haben Interessierte die Möglichkeit, in einem Training Strategien und Instrumente zu entwickeln, um in ihren Lehrveranstaltungen den Lernmethoden der Studierenden sowie den neuen inhaltlichen Anforderungen der Lehrpläne gerecht zu werden.

Abschlusskonferenz im September 2010 in Porto

Am 27. und 28. September 2010 findet in Porto die internationale Abschlusskonferenz von "Future Skills for Biotechnology" statt. Sie bietet Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschuldidaktik die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsansätze für das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Hochschullehre und „Employability“ zu entwickeln.

Das EU-Projekt „Future Skills for Biotechnology“ läuft seit März 2009 erfolgreich in acht EU-Ländern, gefördert durch die Europäische Kommission im Rahmen des ERASMUS Pro-gramms für multilaterale Projekte im Bereich Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft.

Der Career Service der Freien Universität Berlin unterstützt Studierende und Absolventen beim Übergang vom Studium in den Beruf durch Information, Beratung und Qualifizierung.