Freie Universität Berlin


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Jubiläum mit Johann Sebastian Bach, Albrecht Dürer und den „Terzenbrechern“

Mit einem Sommerfest feierte das GasthörerCard-Programm der Freien Universität seinen zehnten Geburtstag

30.06.2010

Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität in der Otto-von-Simson-Straße
Das Weiterbildungszentrum der Freien Universität in der Otto-von-Simson-Straße Bildquelle: Reinhard Görner
Der zehnte Geburtstag des GasthörerCard-Programms wurde mit einem Sommerfest in der Dahlemer Jesus Christus-Kirche gefeiert
Der zehnte Geburtstag des GasthörerCard-Programms wurde mit einem Sommerfest in der Dahlemer Jesus Christus-Kirche gefeiert Bildquelle: Katja Egli

Felicitas Wlodyga, Leiterin des GasthörerCard-Programms, freute sich über die zahlreichen Gratulanten, die in die Jesus Christus-Kirche der Dahlemer Kirchengemeinde gekommen waren, um gemeinsam den runden Geburtstag zu feiern. Als Kostprobe gab es ein Gespräch der beliebten Reihe „Theologie und Kunstgeschichte im Dialog“, und langjährige Gasthörer berichteten von ihren ersten Schritten und Erfahrungen mit dem GasthörerCard-Programm.

Im Mittelpunkt stand der Dialog von Eberhard König, Professor am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität, und Rainer Kampling, Professor am Seminar für Katholische Theologie der Freien Universität. Seit mittlerweile fünf Jahren erfreuen sie die Gasthörer jedes Wintersemester aufs Neue mit ihrer besonderen Art und Weise der gemeinsamen Kunstbetrachtung.

„Theologie und Kunstgeschichte im Dialog“ gehört zu den Highlights des „Kunstgeschichte vor Ort“-Programms. Der religiösen Kunst Venedigs sowie den Bildern Caravaggios haben die beiden Wissenschaftler sich unter anderem gewidmet. Dieses Mal standen die Altarwerke Albrecht Dürers im Mittelpunkt. Im Oktober werden Eberhard König und Rainer Kampling erstmals gemeinsam im Rahmen des Exkursionsprogramms „Via Artium“ auf Reisen gehen. Dort wird wiederum Albrecht Dürer eine große Rolle spielen, denn das Thema heißt „Mittelalter in Franken: von Bamberg nach Würzburg“.

Ein Programm, viele Möglichkeiten

Etwa 2000 GasthörerCards werden jedes Jahr verkauft. „So verschieden die Teilnehmer sind, eines verbindet alle: der Wunsch nach Bildung“, betont Felicitas Wlodyga, die immer wieder fasziniert davon ist, „wie jeder seinen eigenen Zugang zur Universität findet: klassisch, als ‚Uni pur‘ oder in Verbindung mit vielfältigen Kunsterlebnissen über das Zusatzangebot ‚Kunstgeschichten vor Ort‘.“

Wie unterschiedlich die Intentionen und Ziele der Gasthörer sein können, zeigten Heike Schmidt-Deeken und Clemens Mosmann. Beide nehmen seit mehreren Jahren am GasthörerCard-Programm teil und sind begeistert von dem großen und vielfältigen Angebot. Clemens Mosmann hat 33 Jahre als politischer Journalist gearbeitet und wollte zu Beginn seines Ruhestandes etwas komplett anderes machen. So kam der Rentner mit einem Magister in Politikwissenschaften und Geschichte zu einem Sujet, mit dem er sich noch nie zuvor befasst hatte: der Kunstgeschichte. „Filippo Lippi, den italienischen Maler der Frührenaissance, habe ich bis dahin für einen Fußballspieler der italienischen Nationalmannschaft gehalten“, sagt Mosmann lachend und dankt insbesondere den Dozenten des Programms für ihre profunde und differenzierte Vermittlung kunsthistorischer Inhalte und ihr großes Engagement.

Anders als Clemens Mosmann, der nicht auf einen Abschluss hin arbeitet, hat Heike Schmidt-Deeken sich bewusst für ein Zertifikatsprogramm entschieden. Sie nutzt ausschließlich das speziell für Gasthörer angebotene Programm für Kunstgeschichte. Vor vier Jahren hat sie über den Zweiten Bildungsweg ihr Abitur gemacht. „Als ich fertig war, wollte ich unbedingt weiterlernen“, sagt Heike Schmidt-Deken. Vor kurzem hat sie ihre Abschlussarbeit für das Zertifikat „Kunst im Kontext“ geschrieben.

Die "Gasthörerwelt" an der Universität

Für die musikalische Untermalung des Sommerfestes sorgten Ringela Riemke, zweite Solo-Cellistin des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin, mit Johann Sebastian Bachs Suite Nr.1 G Dur, sowie das A-capella-Männerquartett, die „Terzenbrecher“, die im eigenen Stil Hits der Comedian Harmonists und Raritäten aus Rock, Pop, Jazz und Chansons interpretierten.

„Das GasthörerCard-Programm hat eine eigene Dynamik und eine große Programmvielfalt entwickelt“, sagt Felicitas Wlodyga. „Inzwischen können wir von einer eigenen ‚Gasthörerwelt‘ an unserer Universität sprechen.“ Deshalb wird der zehnte Geburtstag nicht das letzte runde Jubiläum bleiben.

Weitere Informationen

Felicitas Wlodyga, Leiterin GasthörerCard-Programm, Telefon: 030/838-51470,
E-Mail: Felicitas.Wlodyga@weiterbildung.fu-berlin.de

Informationstag zum GasthörerCard-Programm

  • Mittwoch 6. Oktober 2010, 15.00 Uhr
  • Weiterbildungszentrum, Otto-von-Simson-Str. 13, 14195 Berlin (U-Bhf. Thielplatz, U 3)