Freie Universität Berlin


Service-Navigation

Neue Perspektiven und exzellente Bildung

FU-BEST-Programm mit Rekordzahl: 100 neue Teilnehmer an der Freien Universität

10.09.2009

Amy Fusco und Dámaso Rodriguez aus den USA nehmen am FU-BEST-Programm teil.
Amy Fusco und Dámaso Rodriguez aus den USA nehmen am FU-BEST-Programm teil. Bildquelle: Tomasz Kurianowicz
Großer Andrang beim FU-BEST-Programm
Großer Andrang beim FU-BEST-Programm Bildquelle: Dirk Verheyen

100 Studenten, fast alle aus Nordamerika, sind nach Berlin gekommen, um ein interessantes Auslandssemester an der Freien Universität zu verbringen. Das  FU-BEST-Programm (Freie Universität Berlin European Studies) bietet internationalen Studierenden beste akademische Bedingungen. Am Freitag wurden die Neuankömmlinge an der Freien Universität begrüßt.

Dámaso Rodriguez strahlt. Der in Panama geborene und in den USA lebende Student der Politikwissenschaft ist nach nur einer Woche Aufenthalt in Deutschland beeindruckt. „Die Unterschiede“, sagt er, „haben mich überrascht. Alles ist hier so gut organisiert.“ Der Student aus Maryland hat nicht lange gezögert, als es um die Anmeldung für das FU-BEST Programm ging. „Schon als kleines Kind wollte ich unbedingt nach Deutschland. Dann hörte ich von diesem Programm an der Freien Universität und dachte mir: Da musst Du mitmachen.“ Nun kann der Politikwissenschaftler seinen Wissenshunger in speziell konzipierten Seminaren stillen und mehr über die Kultur und Geschichte Deutschlands erfahren. 18 verschiedene Kurse haben die Verantwortlichen zusammengestellt – zum Beispiel über den deutschen Film seit der Wende, das politische System der Bundesrepublik oder die Philosophie Kants und Hegels. Zudem möchte Dámaso Rodriguez auf jeden Fall Deutsch lernen.

Besonders großer Andrang

Um den Ablauf zu vereinfachen, ist das FU-BEST-Programm –  sowohl was den Inhalt als auch den Kalender betrifft – auf die Bedürfnisse der nordamerikanischen Studenten ausgerichtet, so dass die Teilnehmer keine Zeit in ihrem Studium verlieren. Sie können sich die hier gesammelten Credit-Points zu Hause anrechnen lassen und nach Absolvierung des Herbstsemesters, das Mitte Dezember endet, an ihren Heimatuniversitäten die regulären Studienpläne weiterverfolgen. Oder sie können sich entscheiden, von Januar bis April ein weiteres FU-BEST-Semester in Berlin zu absolvieren. Anschließend ist es möglich, das Sommersemester an der Freien Universität als Zusatzelement hinzuzufügen.

Auch deshalb war der Andrang dieses Jahr besonders groß. „Wir waren völlig überrascht. Mit so viel Interesse haben wir, auch angesichts der internationalen Finanzkrise, zunächst nicht gerechnet“, sagt Dr. Dirk Verheyen, Leiter des FU-BEST-Programms. „Bisher hatten wir im Durchschnitt etwa 50 bis 75 Teilnehmer pro Semester. Also freuen wir uns sehr über diese vorläufige Rekordzahl!“

In Deutschland auf Spurensuche

Dabei sind die Motive, die die Studenten als Grund für die Reise nach Deutschland angeben, sehr individuell. Einige interessieren sich für die deutsche Kultur, andere wollen von der akademischen Qualität der Freien Universität profitieren; und wieder andere haben Verbindungen nach Deutschland. Wie Amy Fusco. Die 21-Jährige, die in Pennsylvania Public Relations studiert, hat eine deutsche Mutter, die als kleines Kind in die Vereinigten Staaten ausgewandert ist. Jetzt will sich die Tochter auf Spurensuche begeben und mehr über die Vergangenheit ihrer Familie erfahren. „Ich bin schon sehr gespannt, was mich hier erwarten wird“, sagt die Studentin.

Neben dem intensiven Kursprogramm stehen Besuche von Konzerten, Museen, Opern oder wahlweise im Olympiastadion bei Heimspielen des Fußballvereins Hertha BSC auf dem Programm. Darüber hinaus nehmen alle Teilnehmer an Führungen im Bundeskanzleramt, in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Hohenschönhausen und in Potsdam teil. Langweilig wird es sicher nicht werden.