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Flüchtlinge in Deutschland- Welche Spielräume hat die Integration?

15.03.2016 | 19:00 - 20:30

Eine Veranstaltung der Max-Planck-Gesellschaft

Angesichts von rund 1 Million Flüchtlingen, die im letzten Jahr in Deutschland registriert wurden, stellt sich die Frage, wie es gelingt, so viele Menschen langfristig zu integrieren. Wie geht es weiter mit der deutschen Willkommenskultur und was sind langfristige Perspektiven für das Zusammenleben ohne dass es zu größeren Konflikten kommt?

Das Bewusstsein über die Probleme, die das multikulturelle Miteinander mit sich bringt, ist spätestens seit den Silvesterereignissen von Köln gewachsen. Das Gespräch darüber tut not. Auch einige Institute der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten grundlegend über das Thema und engagieren sich angesichts der aktuellen Brisanz in neuen Forschungsprogrammen. Viele Probleme sind nicht neu. Denn Migrationsbewegungen stellten die westlichen Staaten schon früher vor große Herausforderungen, etwa bei der Integration von Arbeitsmigranten. Die Wissenschaft hat diese Prozesse gut verstanden und kann belegen, dass Deutschland im internationalen Vergleich in Sachen Integration gut dasteht. Eine neue Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften zeigt, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in deutschen Städten weithin als alltägliche Normalität wahrgenommen wird. Dennoch haben Migranten auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Karrierechancen, hat das Max-Planck-Institut für Sozialpolitik und Sozialrecht jüngst gezeigt.

Was lässt sich aus dieser Forschung für die aktuelle Situation lernen? Welche Menschen kommen heute nach Deutschland, welchen kulturellen Hintergrund und welche Erfahrungen bringen Flüchtlinge aus Syrien mit? Welche Instrumente sollte die deutsche Flüchtlingspolitik nutzen? Wie lässt sich das Zusammenleben organisieren, ohne dass es zu gravierenden gesellschaftlichen Konflikten kommt, und welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Es diskutieren

Prof. Dr. Ulrike Freitag, Leiterin des Zentrums Moderner Orient; Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Karen Schönwälder, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen

Dr. Christian Hunkler, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München

Moderation:

Ralph Bollmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Zeit & Ort

15.03.2016 | 19:00 - 20:30

Vertretung des Landes Niedersachens
In den Ministergärten 10
10117 Berlin

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