Freie Universität Berlin


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Innehalten und Danke sagen

Im Rahmen einer Feierstunde würdigte Kanzler Peter Lange 25- und 40-jährige Dienstjubiläen

24.11.2014

23 Mitarbeiter der Freien Universität aus verschiedenen Fachbereichen wurden für 25 bzw. 40 Dienstjahre gewürdigt
23 Mitarbeiter der Freien Universität aus verschiedenen Fachbereichen wurden für 25 bzw. 40 Dienstjahre gewürdigt Bildquelle: Annika Middeldorf
Peter Lange, Kanzler der Freien Universität, gratulierte Giovanna Giglio zu ihrem 25-jährigem Dienstjubiläum
Peter Lange, Kanzler der Freien Universität, gratulierte Giovanna Giglio zu ihrem 25-jährigem Dienstjubiläum Bildquelle: Annika Middeldorf
Auch bei Uwe Böttcher, seit 40 Jahren an der Freien Universität beschäftigt, bedankte sich Kanzler Peter Lange
Auch bei Uwe Böttcher, seit 40 Jahren an der Freien Universität beschäftigt, bedankte sich Kanzler Peter Lange Bildquelle: Annika Middeldorf

„Wir wollen heute einen Moment innehalten und die Gelegenheit nutzen, um Danke zu sagen“, sagte der Kanzler der Freien Universität, Peter Lange, in seiner feierlichen Ansprache an die rund zwei Dutzend Mitarbeiter, die der Einladung zur Feierstunde im Goldenen Saal des Präsidiums gefolgt waren. Die Jubilare sind seit 40 und 25 Jahren an der Universität beschäftigt. Exzellente Ergebnisse in Forschung und Lehre wären, so der Kanzler, ohne „das tägliche Engagement von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wie Ihnen nicht möglich.“

Vieles hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert: Eine Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek erinnert sich noch an Fernschreiber, die „damals, 1974, das Neueste waren, was wir hatten“. Längst sind die Telegrafie-Geräte durch Computer ersetzt worden. Auch in den Bibliotheken erfolgen die Arbeitsabläufe zunehmend digital. Neben technischen Innovationen war es aber der Fall der Mauer, der das Leben und Arbeiten in Berlin und auch an der Freien Universität nachhaltig verändert hat.

Jeden Tag ein bisschen besser

1989 war Giovanna Giglio Auszubildende zur Verwaltungsangestellten an der Freien Universität. An die bewegten Tage nach dem Mauerfall kann sie sich gut erinnern: „Von der Berufsschule in Lichterfelde sind wir gemeinsam zur Grenze hinübergelaufen.“ Nach Ende ihrer Ausbildung arbeitete Giglio zunächst im Zentralen Wahlvorstand.

Seit nun 15 Jahren ist die heute 41-Jährige im Prüfungsbüro des Fachbereichs- und Kulturwissenschaften beschäftigt. „Was mir an meinem Beruf gefällt, ist dass ich dort mit vielen verschiedenen Leuten, vom Professor bis zum Studenten, zusammenarbeite“, sagt Giglio. Außerdem genieße sie die Möglichkeit, selbstständig arbeiten und kleine Verbesserungen sofort anpacken zu können: „Wenn wir beispielsweise merken, dass einer unserer Anträge nicht verstanden wird, gehen wir die Sache gleich an“, sagt sie. „Wir schauen, dass wir jeden Tag ein bisschen besser werden.“

Tierisches Berufsleben

Für sein 40-jähriges Dienstjubiläum wurde Uwe Böttcher geehrt. Seine Ausbildung als Tierpfleger begann Böttcher im Frühjahr 1974. „Schon mein Vater hatte als Tierpfleger an der Freien Universität gearbeitet. Ich habe schon zu Schulzeiten Schülerarbeiten an den Wochenenden übernommen“, sagt der Tierfreund. Er erinnert sich gerne an die Zeit in der „Rinderklinik“, der heutigen Klinik für Klauentiere, zurück: „Die Klinik kann man sich als eine Art Krankenhaus vorstellen. Es war immer toll zu sehen, wenn es den Tieren mit der Zeit besser geht“, sagt Böttcher.

Seit 1997 arbeitet er am Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen. Zuvor, von 1977 bis 1981, war er am Institut für Veterinärmedizin im Klinikum Charlottenburg unter Professor Emil Bücherl tätig gewesen, dessen Forschungsarbeiten zu Kunstherzen damals eine Sensation waren, erklärt Böttcher: „Bücherl testete das sogenannte ‚Berliner Herz‘ zunächst an Schafen und Kälbern. Dann, im März 1986, pflanzte der Berliner Professor zum ersten Mal einem Menschen ein Kunstherz ein.“

Wie Kanzler Lange in der Feierstunde betont hatte, werde aus den Erzählungen von Jubilaren wie Uwe Böttcher und Giovanna Giglio deutlich, dass herausragende Forschung ohne die vielen Mitarbeiter „im Stillen" nicht möglich wäre.