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Größere Arbeitszufriedenheit durch bessere Kommunikation

Mitarbeiter-Vorgesetzen-Gespräche sollen an der Freien Universität die Zusammenarbeit verbessern

29.06.2012

Bei den Jahresgesprächen können sich Mitarbeiter und Vorgesetze über die Arbeitssituation austauschen.
Bei den Jahresgesprächen können sich Mitarbeiter und Vorgesetze über die Arbeitssituation austauschen. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Einmal jährlich unter vier Augen Bilanz der Zusammenarbeit ziehen – seit Beginn dieses Jahres wird dies an der Freien Universität mit dem zunächst auf drei Jahre befristeten Pilotprojekt „Jahresgespräche“ umgesetzt. Mitarbeiter und Vorgesetzte können sich über die Arbeitssituation austauschen und einander Rückmeldung geben. Die sogenannten Jahresgespräche sollen die Strukturen der Zusammenarbeit und das Arbeitsklima nachhaltig verbessern.

„Wir wollen mit den Gesprächen vor allem auch die stillen Mitarbeiter erreichen, die ihre Arbeit zuverlässig erledigen, aber dadurch, dass sie sehr ruhig sind, im Tagesgeschäft manchmal untergehen“, sagt Regina Adolphs, Leiterin des Referats I A. Es gehe aber auch darum, mit Mitarbeitern zu sprechen, die unzufrieden mit ihrem Job seien, oder mit Beschäftigten, die sich unter- oder überfordert fühlten. „In den Gesprächen kann man erörtern, woran das liegt und was man dagegen tun kann“, sagt Regina Adolphs. 

Das Projekt „Jahresgespräche“ ist an der Geschäftsstelle „FUndament Gesundheit“ der Freien Universität angesiedelt. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist nämlich mehr als Sport oder Rückenschulung, es hat auch etwas mit Kommunikation, Führung und Wahrnehmung von Mitarbeitern zu tun“, sagt Melanie Utecht von der Geschäftsstelle „FUndament Gesundheit“.

Die ersten Gespräche fanden im Januar dieses Jahres statt. Das Projekt wird zunächst in der Personalabteilung, der Technischen Abteilung, dem Bereich elektronische Administration und Services (eAS), der Bibliothek Rechtswissenschaft, den Verwaltungen des Botanischen Gartens und des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie, den Personalvertretungen, dem Zentrum für Lehrerbildung und an verschiedenen Arbeitsbereichen des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie durchgeführt.

Gespräche sind freiwillig

Evaluiert wird am Ende der Pilotphase nach drei Jahren. Für Führungskräfte wurden Weiterbildungen angeboten, in denen sie Empfehlungen zur Gesprächsführung erhalten haben: Welche Themen sollen angesprochen werden, wie sollen die Jahresgespräche atmosphärisch gestaltet sein?

Die Gespräche unter vier Augen sollen dazu dienen, die Erwartungen, die Vorgesetze und Mitarbeiter an den jeweils anderen haben, zu verdeutlichen. Mit gegenseitigem Verständnis sollte dann auch die Zusammenarbeit besser funktionieren.

An den maximal zweistündigen Gesprächen können alle Mitarbeiter der Pilotprojekte teilnehmen, ausgenommen sind Angestellte mit einer Gesamtbeschäftigungsdauer von unter zwei Jahren. Die Teilnahme ist freiwillig. Wird das Gespräch seitens des Angestellten abgelehnt, entsteht dem Mitarbeiter daraus kein Nachteil. 

Wissenschaftlich begleitet wird das Pilotprojekt „Jahresgespräche“ vom Arbeitsbereich Sozial- und Wirtschaftspsychologie des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie.