Missverständnis per Händedruck

Kurse am Weiterbildungszentrum zu interkultureller Kompetenz und Betrieblichem Eingliederungsmanagement

18.05.2012

In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger mit Menschen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren.
In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger mit Menschen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren. Bildquelle: David Ausserhofer

Dass kulturelle Unterschiede zwischen Europäern und etwa Asiaten bestehen, leugnet heute niemand mehr. Oft aber können bei vermeintlich ähnlichen Kulturen verschiedene soziale und kulturelle Codes zu Fehlschlüssen führen. So kann es passieren, dass schon der erste Händedruck zu Missverständnissen führt. Ein Kurs am Weiterbildungszentrum zu interkultureller Kommunikation hilft hier weiter.

Deutsche begrüßen einander in der Regel mit Handschlag, Amerikaner tun dies nur bei der ersten Begrüßung oder bei sehr formellen Anlässen. Auch die Ausführung des Händedrucks unterscheidet sich: Während Deutsche eine kleine Verbeugung machen, stehen Amerikaner kerzengerade und halten den Kopf hoch – was Deutsche schon mal als arrogant und abweisend empfinden können. Wer wem in Deutschland wann und wie die Hand gibt, ist nicht nur für Amerikaner ein schwieriges Thema.

An der Freien Universität sind mittlerweile 16 Prozent der Studierenden aus dem Ausland und über 600 internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen tätig. Der richtige Umgang von der Beratung und Betreuung internationaler Studierender bis hin zur Zusammenarbeit mit internationalen Kolleginnen und Kollegen werden dabei immer wichtiger. Denn interkulturelle Begegnungen lassen immer auch vielfältige, nebeneinander existierende Einstellungen, Denk- und Verhaltensmustern, Weltanschauungen und Wertvorstellungen aufeinanderprallen.

Um die Souveränität in der Zusammenarbeit zu erhöhen und Missverständnisse zu vermeiden, bietet das Weiterbildungszentrum eine Einführung in das Thema Interkulturelle Kompetenz und Kommunikation. Durch Theoretisches und praktische Übungen soll die eigene kulturelle Sensibilität gestärkt werden. Durch einen Erfahrungsaustausch in Form von persönlichen Erlebnisberichten und Fallbeispielen werden eigene interkulturelle Erfahrungen reflektiert und Handlungsperspektiven für die zukünftige Berufspraxis entwickelt.

Dozentin: Ragna Runkel
Termin: Mo/Di, 25./26.6.2012, Mo 9.00 - 16.00/Di 9.00 - 13.00 Uhr
Ort: Weiterbildungszentrum
- Teilnahme ist gebührenfrei –

Was bedeutet eigentlich… Betriebliches Eingliederungsmanagement?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seinen Beschäftigten bei wiederholter oder ununterbrochener Erkrankung von mehr als sechs Wochen innerhalb eines Jahres ein sogenanntes Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten. Das regelt Paragraph 84 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX, der seit dem 1. Mai 2004 in Kraft ist. Wie das BEM an der Freien Universität aussehen soll, haben Personalstelle, Personalrat und Schwerbehindertenvertretung erarbeitet; mitbeteiligt an der Entwicklung des Konzepts waren die Datenschutzbeauftragten, der Betriebsarzt und die Sozialberatung.

In dieser Veranstaltung möchte das Weiterbildungszentrum über das Betriebliche Eingliederungsmanagement an der Freien Universität informieren und für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Dozentin: Hedda Bahr
Termin: Donnerstag, 14. Juni 2012, 9.00 - 11.00 Uhr
Ort: Weiterbildungszentrum
- Teilnahme ist gebührenfrei -

Informationen und Anmeldung:

Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin
Otto-von-Simson-Str. 13, 14195 Berlin
Telefon: Mandy Geßler 838 51425, Fax: 838 51396
E-Mail: mandy.gessler@weiterbildung.fu-berlin.de
Das Programm im Internet: www.fu-berlin.de/weiterbildung