Freie Universität Berlin


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Kulturellen Dynamiken auf der Spur

Öffentlicher Workshop zu kulturellen Entwicklungstendenzen in den Geistes- und Naturwissenschaften – Teilnahme heute und morgen ohne Anmeldung möglich

21.07.2015

Welche Entwicklungstendenzen lassen sich in den Geistes- und den Naturwissenschaften feststellen? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede dabei zu verzeichnen sind, wird beim Workshop am Dahlem Humanities Center diskutiert.
Welche Entwicklungstendenzen lassen sich in den Geistes- und den Naturwissenschaften feststellen? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede dabei zu verzeichnen sind, wird beim Workshop am Dahlem Humanities Center diskutiert. Bildquelle: fotogestoeber/fotolia.com www.fotolia.de
Lisa Münzer, Projektkoordinatorin am Dahlem Humanities Center der Freien Universität.
Lisa Münzer, Projektkoordinatorin am Dahlem Humanities Center der Freien Universität. Bildquelle: privat

Transnationale Kooperationen fördern und globalen, kulturellen Dynamiken auf den Grund gehen – das sind Zielsetzungen des wissenschaftlichen Netzwerks „Principles of Cultural Dynamics“, das am Dahlem Humanities Center (DHC) der Freien Universität angesiedelt ist. Am heutigen Dienstag bis morgen findet ein öffentlicher Workshop mit dem Titel „The Sciences and the Arts: Different or Similar Tendencies of Evolution?“ statt. Campus.leben sprach mit Projektkoordinatorin Lisa Münzer, die den Workshop gemeinsam mit Projektleiter Prof. Dr. Joachim Küpper und ihrer Kollegin Stephanie Röwe organisiert, über Hintergrund und Inhalte der Veranstaltung.

Frau Münzer, in welchem Kontext steht der Workshop und was erwartet die interessierte Öffentlichkeit heute und morgen?

Der Workshop ist die öffentliche Auftaktveranstaltung einer Sommerschule, die im Rahmen des Netzwerkes „Principles of Cultural Dynamics“ stattfindet. Das Besondere an diesem Thematischen Netzwerk ist, dass eine Forschungsfrage von Wissenschaftlern aus verschiedenen Weltregionen gemeinsam und interdisziplinär bearbeitet wird. Dies spiegelt sich auch im Programm des Workshops wider, der die Frage nach gemeinsamen und unterschiedlichen Entwicklungstendenzen in den Geistes- und Naturwissenschaften aufgreift: Ob und vor allem wie spielen diese zusammen und bringen so kulturelle Dynamiken hervor?. Jede unserer Partneruniversitäten entsendet einen Vortragenden: Adam Hofri reist aus Jerusalem, Yufan Hao aus Hong Kong und Emanuele Coccia aus Paris an, Jacques Neefs und Leonard Neidorf kommen aus den USA an die Freie Universität. Das Themenspektrum der Vorträge reicht dabei über das Black Mountain - Forschungsprojekt am Museum Hamburger Bahnhof bis hin zu einer literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem französischen Autor Gustave Flaubert. Das Besondere an dem Format ist, dass wir viel Zeit für den Austausch eingeplant haben: Nach jedem 45-minütigen Vortrag können die Teilnehmenden eine Stunde mit den Referenten und untereinander diskutieren und dabei das Thema vertiefen.

Welche thematischen Schwerpunkte haben sie gesetzt?

Nachdem wir uns 2014 mit verschiedenen Zeitkonzepten in Bezug auf kulturelle Dynamiken beschäftigt haben, wollen wir in diesem Jahr das Verständnis von Fortschritt in Natur- und Geisteswissenschaften sowie deren unterschiedliche Entwicklungsmuster miteinander vergleichen. In der Summer School, die als geschlossene Veranstaltung konzipiert ist, wird es um Entwicklungsmuster in Kunst, Politik und Wirtschaft gehen.

Was ist Ihnen im Rahmen der Veranstaltung besonders wichtig?

Zum Workshop reisen etwa neunzig Prozent aller Mitglieder des Netzwerkes an – Menschen mit ganz unterschiedlichem wissenschaftlichem und persönlichem Hintergrund. Ich freue mich daher ganz besonders auf den Austausch mit den Kollegen und die Diskussionen. Da kann man sozusagen die von uns erforschten kulturellen Dynamiken ‚in performance’ erleben. Besonders begrüßenswert – auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Veranstaltung – ist natürlich, wenn im Rahmen des Workshops gemeinsam neue Forschungsideen entwickelt und Projekte angestoßen werden.

Die Fragen stellte Nora Lessing

Weitere Informationen

Das Netzwerk

Das Netzwerk „Principles of Cultural Dynamics“ besteht seit 2013 und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Partner der Freien Universität in dem Netzwerk sind die Harvard Universität, die Johns Hopkins Universität, The Hebrew University of Jerusalem, The Chinese University of Hong Kong und die École des Hautes Études en Sciences Sociales.

Öffentlicher Workshop
“The Sciences and the Arts: Different or Similar Tendencies of Evolution?”

Zeit und Ort

  • 21. - 22. Juli 2015, Dienstag 9.30 bis 18.00 Uhr, Mittwoch 10.00 bis 18:45 Uhr
  • Freie Universität Berlin, “Rostlaube”, Seminarzentrum, Raum L115, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin
  • Der Workshop findet in englischer Sprache statt und steht allen Interessierten offen.
  • Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei
  • Details zur Veranstaltung