Freie Universität Berlin


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Stadt, Land, Spiel

Im Wissenschaftsmagazin fundiert dreht sich diesmal alles ums Spielen, Fußball - und das Land, in dem die WM ausgetragen wird: Brasilien

28.04.2014

Die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins fundiert der Freien Universität ist erschienen.
Die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins fundiert der Freien Universität ist erschienen. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Wer dem Thema Fußball ab Mitte Juni entkommen will, muss kreativ sein: den Arbeitsplatz verlegen oder den Urlaub an einem Ort verbringen, an dem es kein Radio gibt, kein Internet, keinen Fernseher oder Handyempfang. Alle anderen können sich freuen, wenn im Sommer die Fußballweltmeisterschaft angepfiffen wird und König Fußball für vier Wochen die Berichterstattung beherrscht. Einen Vorgeschmack bietet die aktuelle Ausgabe von fundiert, dem Wissenschaftsmagazin der Freien Universität Berlin.

Die Fußball-WM ist eine Steilvorlage, um aus verschiedenen Perspektiven über die Wissenschaft und Forschung an der Freien Universität zum Gastgeberland Brasilien zu berichten – einem Land, zu dem die Universität auch durch ein Verbindungsbüro in São Paulo besondere Beziehungen pflegt.

In der aktuellen Ausgabe „Stadt, Land, Spiel“ geht es nicht nur um die Forschung rund um das Spiel der Spiele. Die Proteste in Brasilien, die sich – nicht nur, aber auch – gegen die Weltmeisterschaft richten, dauern nun seit mehr als einem Jahr an. Besonders aufmerksam werden die Demonstrationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Lateinamerika-Institut (LAI) der Freien Universität verfolgt. In ihrer Arbeit, etwa im Rahmen des Netzwerks „Interdependente Ungleichheiten in Lateinamerika“ (desiguALdades.net) beschäftigen sie sich seit Längerem mit den Faktoren, die als Hauptgründe für die Proteste gelten: soziale Ungleichheit, mangelnde Lebensqualität in Brasiliens Megastädten, Probleme in der Gesundheitsversorgung oder das stark hierarchisierte Bildungswesen.

Dass die sprichwörtliche Fußballbegeisterung in Lateinamerika eine lange Tradition hat, zeigt ein Artikel über die erste Fußball-WM 1930 in Uruguay. Stefan Rinke, Historiker am LAI forscht zur Geschichte des Fußballs in Lateinamerika – schließlich prägte das Spiel seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wie kein zweites Kultur und Gesellschaft.

Dass Fußball und Sport instrumentalisiert werden – diese Erfahrung gab es in der deutschen Geschichte nicht nur einmal. Der Historiker Daniel Koerfer beleuchtet, wie der Sport für politische Zwecke vom Dritten Reich vereinnahmt wurde. Klaus Schroeder und Jochen Staadt, Historiker am Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität, zeigen, wie die DDR mit ihrem straff organisierten Sportsystem Politik betrieb.

Welche Rolle Fußballbegeisterung bei der Stärkung sozialer Kompetenzen und beim Kampf gegen Mobbing an Schulen spielen kann, damit beschäftigt sich das Projekt „Fairplayer“ unter Leitung des Entwicklungspsychologen Herbert Scheithauer.

Außerdem gab ADA ein Interview, Stürmerstar der humanoiden Fußballroboter der Freien Universität, die kürzlich den diesjährigen ROBOCup German Open gewonnen haben. Im Interview erfahren Sie, warum Roboterfußball keine Männerangelegenheit ist, weshalb Humanoide Teamplayer sind und welche Tipps ADA für Jogi Löw und die Nationalmannschaft hat.

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