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BAERenstark: Roboter kämpfen beim SpaceBot Cup

Team der Freien Universität geht bei Wettbewerb des Deutschen Luft-und Raumfahrtzentrums an den Start

08.11.2013

Das Team der Freien Universität um Hamid Mobalegh (li.): Daniel Seifert, Jan Gütig, Xiuyan Guo, Dr. Adalberto Llarena, Jan Lottermoser, Jan Streckenbach, Benjamin Aschenbrenner, Irena Kpogbezan (v.l.n.r.).
Das Team der Freien Universität um Hamid Mobalegh (li.): Daniel Seifert, Jan Gütig, Xiuyan Guo, Dr. Adalberto Llarena, Jan Lottermoser, Jan Streckenbach, Benjamin Aschenbrenner, Irena Kpogbezan (v.l.n.r.). Bildquelle: Freie Universität Berlin

Sie kriechen, krabbeln und fliegen zu ihrem Ziel in der karg gestalteten Mondlandschaft: Zehn Roboter treten am 11. und 12. November beim „SpaceBot Cup“ gegeneinander an. Bei dem Weltraumroboter-Rennen, das vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) im rheinländischen Rheinbreitbach bei Bonn veranstaltet wird, geht es darum, so schnell wie möglich einen Hindernisparcours zu überwinden. Unter den Teams ist auch das von Raúl Rojas, Professor für Intelligente Systeme und Robotik am Institut für Informatik der Freien Universität Berlin.

Er hört auf den Namen „BAER“ – kurz für „Boden-, Analyse- und Explorations-Roboter“ – und sieht aus wie ein Aluminium-Kasten mit sechs filigranen Beinen, an denen schwarz genoppte Räder kleben: Das Team „Berlin Rockets“ unter der Leitung von Raúl Rojas hat eine Maschine entwickelt, die die Bewegungsabläufe der Roboterbeine mit denen der Räder kombiniert: „Die Beine wirken als Stoßdämpfer, was den Rädern ständigen Bodenkontakt erlaubt und die Stabilität der Maschine erhöht“, sagt Hamid Mobalegh, Postdoktorand und technischer Leiter des Projekts. Das siebenköpfige Team um Raúl Rojas wird sich an diesem Wochenende samt Roboter auf den Weg machen, um in der Nähe von Bonn beim „SpaceBot Cup“ anzutreten.

Hindernislauf durch Sand und Geröll

Im Wettbewerb sollen sich die Maschinen ohne menschliche Hilfe sicher und zügig durch einen festgelegten Parcours bewegen sowie verschiedene Aufgaben autonom erledigen: Puzzleartige Gegenstände, die in der Mondlandschaft platziert worden sind, müssen identifiziert, geborgen und zur Landezone transportiert werden. Anschließend müssen die Roboter die Objekte selbstständig zusammenbauen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, wird das Gelände um weitere Hindernisse ergänzt, denen die Roboter ausweichen müssen, wenn sie sich auf dem Rückweg zur Landezone befinden. Die Navigation der Maschinen ist dabei ausschließlich fernüberwacht.

Die Fortbewegungskünstler werden anhand ihrer Schnelligkeit und Präzision von einer unabhängigen Jury bewertet. Sieger des „SpaceBot Cup“ wird das Team, dessen Roboter am schnellsten alle Bereiche erfolgreich absolviert. Dem Erstplatzierten des Wettkampfs winkt eine Auszeichnung der Abteilung Raumfahrtmanagement des DLR. Außerdem dürfen die Sieger ihren Roboter auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2014 vor einem interessierten Fachpublikum vorstellen.

„BAER“ steht jetzt schon in den Startlöchern. Und eins steht fest: Unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs fühlen sich die teilnehmenden Studierenden der Freien Universität schon jetzt als Gewinner, da sie ihr Studium um ein spannendes Forschungsthema bereichern konnten.