Freie Universität Berlin


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Hände frei, Getränk dabei

Die Teams „KaMa“, „Kaleido Berlin“ und „Mamas Honig“ erobern die ersten Plätze im Funpreneur-Wettbewerb der Freien Universität

16.12.2011

Die Sieger des 11. Funpreneur-Gründerwettbewerbs: Team „Kaleido Berlin“, „KaMa“ und "Mamas Honig" (v. r. n. l.)
Die Sieger des 11. Funpreneur-Gründerwettbewerbs: Team „Kaleido Berlin“, „KaMa“ und "Mamas Honig" (v. r. n. l.) Bildquelle: Oliver Elsner / Wirtschaftsjunioren Berlin

Von der „härtesten Jury-Sitzung aller Zeiten“ berichtete Christof Schaffrannek, als er mit dreißig Minuten Verspätung zur Siegerehrung beim Funpreneur-Wettbewerb die Bühne in der IHK Berlin betrat. Der Unternehmensberater hatte als einer der Juroren selbst mit am Tisch gesessen, als nach den Präsentationen aus zehn Finalisten drei Preisträger ausgewählt werden mussten. „Konfliktreich“ sei es zugegangen – und das habe vor allem daran gelegen, dass fast alle Teams ihre Geschäftsideen gut umgesetzt und überzeugend dargestellt hätten.

Profund, die Gründungsförderung der Freien Universität, richtet den Wettbewerb in jedem Semester aus, um Studierenden den Blick für eine Karriere als Unternehmer zu öffnen. Mit Crash-Kursen über Vertrieb, Marketing und Recht bereiten die Teams sich vor, um anschließend innerhalb von fünf Wochen ihre Produkte und Dienstleistungen auf den Markt und an den Kunden zu bringen.

Ein System für Spenden beim Online-Shopping, Uni-Utensilien im Automatenvertrieb und Webauftritte für Kommunalpolitiker gehörten zu den Projekten, die am Ende zwar das Siegertreppchen verpassten, die aber mit ihrer Idee am Markt so erfolgreich waren, dass sie auf jeden Fall weitermachen wollen.

Honig zum Wachwerden

Den dritten Preis, einen Scheck im Wert von 500 Euro, überreichte Christof Schaffrannek schließlich dem strahlende Team „Mamas Honig“. Clemens Holtzendorf, François Briod, Sebastian Rothmaler und Stefan Rose kombinierten Honig mit Zutaten wie Guarana, Ingwer, Zimt oder Chili und verkauften ihre Produkte in moderner Verpackung auf Märkten, in der Mensa und über Cafés. Als Hobby-Imker steuerte Holtzendorf einen Teil des Rohstoffs aus eigener Erzeugung bei, der Rest stammt von Imkereien aus Berlin und Brandenburg. Rund 900 Euro Umsatz erzielten die fleißigen Honigmacher, die ihr Unternehmen auch nach dem Wettbewerb fortführen wollen.

Auf den mit 800 Euro dotierten zweiten Platz kam „Kaleido Berlin“. Benjamin Egger, Christin Mattuschka und Veronika Thiel verewigen Berliner Wahrzeichen mit Kaleidoskopeffekt auf Kerzen- und Lampenschirmen. So sind die Sehenswürdigkeiten zwar zu erkennen, durch die Verfremdung ist das Design aber weit entfernt vom kitschigen Stil mancher Berlin-Souvenirs.

Made by Mama

Über den ersten Preis und einen Scheck im Wert von 1.200 Euro freuten sich Katharina Noffke und Marcin Dudzik – und zwar so sehr, dass die Dankesworte an ihre Helfer von einigen Freudentränen begleitet wurden. Die beiden Geographie-Studenten besuchen in ihrer Freizeit viele Rockfestivals und Konzerte. Weil dort das Mitbringen von Getränken in Flaschen aus Sicherheitsgründen oft verboten ist, weichen die Fans auf Tetrapaks aus.

Mit dem „KaMax“ von Noffke und Dudzik können sie eine Ein-Liter-Packung am Schultergurt oder am Gürtel bequem bei sich tragen. Die stabil genähte Erfindung verkaufte sich bereits gut auf Konzerten. Für die bevorstehende Open-Air-Saison will das Team nun eine Serienproduktion aufbauen. Auch die Veranstalter der „Pyronale“ konnten sie schon für ihr Produkt begeistern – 2012 wird es Verhandlungen über die Abnahme einer größeren Stückzahl geben.

Ob bei diesen Erfolgen Katharina Noffkes Mutter immer noch nähe, lautete daraufhin eine Frage aus dem Publikum – denn die Mama war in einem eingespielten Filmbeitrag mit dem „KaMax“ an der Nähmaschine zu sehen. „Nein!“, antwortete sie prompt selbst aus den hinteren Reihen. Sie habe nur einen Auftrag für den Prototyp gehabt, jetzt seien Profis am Werk.

Die nächste Runde des Funpreneur-Wettbewerbs startet am 18. April 2011 und ist offen für Studierende aller Fachbereiche und aller Berliner Universitäten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Britt Perlick, profund – Die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin,

Telefon: 030 / 838-73636, E-Mail: britt.perlick@fu-berlin.de

www.fu-berlin.de/funpreneur