Freie Universität Berlin


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Erste Hürde genommen

Die Freie Universität ist mit drei Anträgen im Exzellenz-Wettbewerb erneut erfolgreich

02.03.2011

Freuen sich über den Erfolg ihres Antrags: Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott von der Japanologie und Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, Sinologe am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität
Freuen sich über den Erfolg ihres Antrags: Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott von der Japanologie und Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, Sinologe am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Erfolgreich: Die Graduiertenschule "Ostasienstudien" bündelt die Kräfte der Japan-, China- und Koreastudien an der Freien Universität Berlin
Erfolgreich: Die Graduiertenschule "Ostasienstudien" bündelt die Kräfte der Japan-, China- und Koreastudien an der Freien Universität Berlin Bildquelle: David Ausserhofer
Seltene Erkrankungen sind paradoxerweise häufig. Eine Erkrankung gilt als selten, wenn sie bei weniger als einem von 2000 Menschen vorkommt.
Seltene Erkrankungen sind paradoxerweise häufig. Eine Erkrankung gilt als selten, wenn sie bei weniger als einem von 2000 Menschen vorkommt. Bildquelle: morgueFile/mzacha
Erfolgreiche "BSIO – Berlin School of Integrative Oncology": Forscher aus der Hämatologie, Onkologie, Genetik, Biochemie, Chirurgie, Radiologie, Informatik sowie den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeiten Strategien gegen Krebs.
Erfolgreiche "BSIO – Berlin School of Integrative Oncology": Forscher aus der Hämatologie, Onkologie, Genetik, Biochemie, Chirurgie, Radiologie, Informatik sowie den Sozial- und Geisteswissenschaften erarbeiten Strategien gegen Krebs. Bildquelle: Wibke Peitz
"Wir freuen uns sehr", sagte Professorin Verena Blechinger-Talcott, Sprecherin der erfolgreichen Graduiertenschule Ostasienstudien. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat hatten heute die Graduiertenschule Ostasienstudien als eine von drei Exzellenzprojekten der Freien Universität Berlin zur Ausarbeitung des Antrags aufgefordert. Ebenfalls dem Ziel etwas näher sind die Graduiertenschule BSIO zur Erforschung von Strategien gegen Krebs und der Exzellenzcluster GenoRare zur Erforschung seltener Krankheiten.

Einen Sekt hatte Verena Blechinger-Talcott noch nicht getrunken, als sie gestern Nachmittag auf Einladung des Präsidenten zu einem Exzellenz-Empfang in die Kaiserswerther Straße kam: "Keine Zeit, ich habe erst einmal meinen Mitarbeitern gedankt", sagte die Wissenschaftlerin. Die Freude über das positive Abschneiden ihres Antrags war ihr anzusehen: "Die Freie Universität war schon immer stark in den Ostasienstudien. Nun sind die Area Studies an der Hochschule komplett."

Auch zwei Medizin-Projekte erfolgreich

Die erfolgreiche Graduiertenschule Ostasienstudien ist eine von zwei Graduiertenschulen, die unter Federführung oder mit Beteiligung der Freien Universität erarbeitet wurden und die letzte entscheidende Stufe im Wettbewerb der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erreicht haben. Neben den Ostasienstudien erfolgreich war die Graduiertenschule BSIO - Berlin School of Integrative Oncology, ein Projekt der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von Humboldt-Universität zu Berlin und Freier Universität Berlin. Zur Ausarbeitung des Antrags aufgefordert worden ist darüber hinaus der Exzellenzcluster GenoRare - Medical Genomics of Rare Disease, ebenfalls ein gemeinsames Medizin-Projekt von Freier Universität und Humboldt-Universität zu Berlin.

"Ideale Bedingungen für neue Vorhaben"

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Peter-André Alt, zeigte sich erfreut. Die Vorentscheidung der Gemeinsamen Kommission unterstreiche die außerordentliche Vielfalt der Stärken der Freien Universität Berlin. Die Umsetzung des 2007 im Exzellenz-Wettbewerb erfolgreichen Zukunftskonzepts der Freien Universität Berlin habe ideale Bedingungen für neue transdisziplinäre Vorhaben geschaffen. Er fügte hinzu, die Freie Universität habe bereits im Rahmen der Exzellenz-Initiative 2006 und 2007 die meisten Antragserfolge unter allen deutschen Hochschulen errungen. „Sie betreibt bereits zwei eigene Cluster und vier Graduiertenschulen; sie ist ferner an zwei Clustern und mehreren Graduiertenschulen beteiligt. Wir freuen uns über die neuen Anträge, die heute die wichtige erste Hürde genommen haben, und hoffen, dass auch die Weiterführung des Zukunftskonzepts und der anderen schon bestehenden Projekte gelingt.“

Ein kurzer Blick auf die drei erfolgreichen Projekte:

Ostasien im Wandel
Die Graduiertenschule Ostasienstudien nimmt die tiefgreifenden Veränderungen einer Region in den Blick

In Ostasien vollzieht sich zurzeit ein tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Wandel, der in der Geschichte der Region ohne Beispiel ist. Die Freie Universität Berlin will diesen Veränderungen durch die Einrichtung einer Graduiertenschule für Ostasienstudien Rechnung tragen.

Seltene Krankheiten im Forschungsfokus
Der Exzellenzcluster GenoRare: Berliner Konsortium zur Erforschung Seltener Erkrankungen

Seltene Erkrankungen sind paradoxerweise häufig. Eine Erkrankung gilt dann als selten, wenn sie bei weniger als einem von 2000 Menschen vorkommt. Im Exzellenzcluster GenoRare will ein Zusammenschluss von Berliner Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, diese "Waisenkinder" der Medizin stärker in den Mittelpunkt der Forschung rücken.

Strategien gegen Krebs
Die Graduiertenschule „BSIO – Berlin School of Integrative Oncology“

Mit rund 1,45 Millionen bereits erkrankten Menschen und weiteren 450.000 neuen Diagnosen pro Jahr stellt Krebs in Deutschland eine medizinische wie gesellschaftliche Kardinal-Herausforderung dar. Die Erforschung von Krebserkrankungen, ihrer molekularen Grundlagen und neuer Therapiemöglichkeiten bildet daher einen herausragenden Forschungsschwerpunkt der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin.