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Bester unter den Besten

Helmut Bester, Professor für Volkswirtschaftslehre der Freien Universität, gehört zu den führenden Ökonomen im deutschsprachigen Raum

29.03.2010

Helmut Bester, Professor für Mikroökonomie am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Helmut Bester, Professor für Mikroökonomie am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft Bildquelle: Bastienne Schulz

Bester ist Professor für Mikroökonomie am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität und zählt nach dem Handelsblatt-Ranking vom März 2010 zu den publikationsstärksten Ökonomen. Das Handelsblatt stellt in jährlichen Rankinglisten die Leistungen von Wirtschaftswissenschaftlern im Vergleich auf und gilt als wichtige Referenz.

Wie man es schafft, so viel zu publizieren und zugleich für die Studierenden da zu sein? Besters Antwort darauf klingt ganz leicht: „Wer gut in der Forschung ist, ist  meistens auch gut in der Lehre“. Denn ein engagierter Forscher könne seinen Studierenden Inhalte mit größerem Interesse und damit besser vermitteln. Dass Helmut Bester ein sehr engagierter Forscher ist, zeigt seine Platzierung im jüngsten Handelsblatt-Ranking: Er steht an 13. Stelle der publikationsstärksten Wirtschaftswissenschaftler im deutschsprachigen Raum.

Publikationen als Karriereschub

Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sind eine zentrale Voraussetzung für die wissenschaftliche Karriere. „Es ist schon mit einem gewissen Prestige verbunden, dass ich es in dieses Ranking geschafft habe“, freut sich Bester. Gewürdigt wurde damit sein bisheriges Lebenswerk als Forscher. Gerade zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn konnte sich der heute 56-Jährige Dank eines Stipendiums und später bei Auslandsaufenthalten ausführlich seiner Forschung widmen.

Neue Ansätze in der Volkswirtschaftslehre

Bester untersucht grundlegende Erkenntnisse und anwendungsorientierte Fragestellungen in der sogenannten Spieltheorie. Diese Theorie beschreibt interaktive Situationen, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt –Konstellationen wie sie auch in Spielen vorkommen.

„Das ganze Leben ist ja ein Spiel, in dem man sich in strategischen Situationen fragt, wie sich die anderen verhalten, was sie glauben über mich zu wissen und wie ich mich dann am besten verhalten soll“, erklärt Bester. Es gibt mittlerweile alternative Ansätze etwa aus der Psychologie, die in diese Theorie eingebaut werden; ein Zeichen für die Öffnung der Volkswirtschaftslehre anderen Disziplinen gegenüber. Helmut Bester hält diese neue Entwicklung für sehr wichtig und interessant: „Sonst kommt die Forschung ja zum Stillstand!“.