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Literatur und Gesellschaft Europas unter der Lupe

Absolventen der Freien Universität erhalten den VBKI-Europapreis 2010 für ihre herausragenden Abschlussarbeiten

24.02.2010

Ausgezeichnet: Soziologe Philipp Hessel und Literaturwissenschaftlerin Nina Bußmann von der Freien Universität.
Ausgezeichnet: Soziologe Philipp Hessel und Literaturwissenschaftlerin Nina Bußmann von der Freien Universität. Bildquelle: Henning Lüders
Nina Bußmann, Niklas Schrader, Dr. Jan Scharlau, VBKI-Präsident Klaus v. d. Heyde, Dr. Susanne Neheider, Dr. Silvana Koch-Merin, Vizepräsidentin d. Europäischen Parlaments, Laudator Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann, Philipp Hessel (v.l.n.r.).
Nina Bußmann, Niklas Schrader, Dr. Jan Scharlau, VBKI-Präsident Klaus v. d. Heyde, Dr. Susanne Neheider, Dr. Silvana Koch-Merin, Vizepräsidentin d. Europäischen Parlaments, Laudator Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann, Philipp Hessel (v.l.n.r.). Bildquelle: Henning Lüders

Nina Bußmann und Philipp Hessel, beide Absolventen der Freien Universität Berlin, sind vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) mit dem VBKI-Europapreis 2010 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt herausragende Dissertationen, Diplom-, Master- und Magisterarbeiten mit dem Schwerpunkt „Europa“.

Insgesamt erhielten fünf Studierende der Berliner Universitäten die Auszeichnung, zwei von ihnen kommen aus der Freien Universität. Sie erhielten den Preis, der in diesem Jahr zum 19. Mal vom VBKI vergeben wurde, für ihre herausragenden Abschlussarbeiten. Damit verbunden ist ein Preisgeld von je 3.000 Euro.

Nina Bußmann hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften studiert und widmete sich in ihrer Magisterarbeit der „Fiktiven Landeskunde und Melancholischen Geographie“. Dazu wählte sie Texte der Anthologie „Last & Lost. Ein Atlas des verschwindenden Europas“ aus. Grundlage für die Arbeit war eine intensive Lektüre der Werke zeitgenössischer Autorinnen und Autoren aus ganz Europa, die sich mit der Veränderung ihrer Lebenswelt beschäftigen. „Besonders hat mich dabei interessiert, ob und wie sich radikale gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche vor allem in Mittel- und Osteuropa im künstlerischen Schaffen niederschlagen“, sagt die 29-jährige Literaturwissenschaftlerin. Sie ist heute freie Autorin. Das Preisgeld möchte Bußmann dafür nutzen, sich einige Monate ausschließlich mit der Arbeit an literarischen Texten zu beschäftigen und eventuell auch Aspekte ihres Magisterthemas zu vertiefen.

Das Preisgeld nutzen, um frei forschen zu können

Philipp Hessel schloss seinen Master-Studiengang Soziologie „Europäische Gesellschaften“ mit einer Arbeit zum Thema „Globalisierung oder Europäisierung sozialer Ungleichheit? Determinanten für Einkommensungleichheiten in 15 Mitgliedsländern der Europäischen Union von 1994 bis 2006“ ab. Der 27-jährige Soziologe beschäftigt sich weiterhin mit gesellschaftlichen Fragen des Kontinents. Seit Oktober vergangenen Jahres promoviert er an der London School of Economics über aktives Altern in europäischen Wohlfahrtsstaaten: „Ich kann mir gut vorstellen, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, allerdings hängt das auch von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab“, sagt Hessel. Das Preisgeld möchte der Soziologe für die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen und Konferenzen verwenden und einen Teil zurücklegen, um seine eigenen Forschungsarbeiten vorstellen und diskutieren zu können.