Freie Universität Berlin


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Neues Wissenschaftsmagazin fundiert erschienen

In der neuen Ausgabe dreht sich alles um das Thema "Glauben"

16.12.2009

Im Mittelpunkt der neuen fundiert-Ausgabe steht das Thema Glauben
Im Mittelpunkt der neuen fundiert-Ausgabe steht das Thema Glauben Bildquelle: www.fu-berlin.de/fundiert

Zum Gründungstag der Freien Universität am vierten Dezember ist eine neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „fundiert“ erschienen. Sie trägt den Titel „Glauben“ - ein Thema, das in seiner Vielschichtigkeit in unserer Zeit eine große Rolle spielt. Und ein Thema, das seit ihren Anfängen mit der Freien Universität Berlin verbunden ist: Vor mehr als 60 Jahren verband die Gründer der Universität der Glaube an die Freiheit. Sie glaubten daran, eine Universität im Westen der geteilten Stadt Berlin errichten zu können, um in Freiheit studieren, lehren und forschen zu können.

Das Thema "Glauben" ist ein wichtiger Forschungsgegenstand an der Freien Universität, etwa in der „Graduate School Muslim Cultures and Societies“. Deren Leiterin, die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer, beschreibt, wie junge und hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenkommen, um miteinander zu arbeiten und zu forschen – und wie die Graduiertenschule zu einer der weltweit ersten Adressen auf diesem Feld werden soll. Das Ziel: die Vielfalt des Islam zu erforschen, ohne Konflikte zu verharmlosen.

Auch aus anderen Disziplinen nähern sich Forscher der Freien Universität dem Thema "Glauben": Der Historiker Paul Nolte berichtet von der Renaissance der Religionen in Deutschland, der Theaterwissenschaftler Clemens Risi von den Parallelen zwischen kirchlichen und theatralen Aufführungen. Der Lateinamerikanist Sergio Costa erklärt, wie sich die Katholische Kirche Brasiliens gegen Pfingstgemeinden und selbsternannte Propheten wehrt, während die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch im Interview darüber spricht, wie Religion und Glaube auf der Leinwand dargestellt werden.

Warum die „Neuen Atheisten“ großen Zuspruch erfahren, beschreiben die Religionswissenschaftler Ulf Plessentin und Thomas Zenk, der Literaturwissenschaftler Stefan Keppler-Tasaki zeigt, warum das Gebet eine rhetorische Form der Klassischen Moderne ist. Von der Philosophin Sybille Krämer ist zu erfahren, wie der Glaube und das Erkennen zusammenhängen – vom Psychologen Hans-Werner Rückert, wie der Glaube an den Studienerfolg wachsen kann.

Die Arabistin Angelika Neuwirth erklärt, warum der Koran unbeschadet zum europäischen Erbe gerechnet werden könnte, und der Historiker Ernst Baltrusch begibt sich in die Zeit des Herodes, eine historische Figur im Zwiespalt zwischen Religion und Politik. Der Theologe Michael Kubina schließlich beschreibt, welche Rolle die offiziellen Kirchen in der ehemaligen DDR spielten, und wie sie zum Fall der Mauer beitrugen.


Die Beiträge sind so vielfältig wie das Thema – lesen Sie mehr unter www.fu-berlin.de/fundiert; das Heft kann zudem bestellt werden in der Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität: kommunkationsstelle@fu-berlin.de