Freie Universität Berlin


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Naturwissenschaftlerinnen von morgen

Mehr als 1200 Schülerinnen kamen zum bisher größten Girls‘ Day an die Freie Universität

05.05.2015

Junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder begeistern: Schülerinnen experimentieren in einem Labor des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie.
Junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder begeistern: Schülerinnen experimentieren in einem Labor des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie. Bildquelle: Silvia Arlt
Zum Girls' Day am 23. April 2015 öffnete die Freie Universität Hörsäle und Labore für mehr als 1200 Schülerinnen.
Zum Girls' Day am 23. April 2015 öffnete die Freie Universität Hörsäle und Labore für mehr als 1200 Schülerinnen. Bildquelle: Merle Büter

Kriminalfälle lösen, Wetterphänomene simulieren, Parfüm herstellen – und bei schönstem Frühlingswetter gemeinsam den Campus erkunden: Am Girls‘ Day, dem bundesweiten Aktionstag, der junge Mädchen für naturwissenschaftliche, technische und techniknahe Berufsfelder begeistern soll, besuchten Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 auch in diesem Jahr die Freie Universität. In insgesamt 72 Workshops der Fächer Chemie, Biologie, Pharmazie, Physik, Informatik, Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Geowissenschaften konnten Nachwuchsforscherinnen Experimente durchführen und dabei in verschiedene naturwissenschaftliche Fachrichtungen hineinschnuppern. Das Interesse war so groß wie nie zuvor: Mehr als 1200 Schülerinnen nahmen die Angebote wahr.

Im Workshop „Luft und Leere“ am Fachbereich Physik standen mehrere Versuche für die Schülerinnen bereit. Gasförmiger Flüssigstickstoff waberte aus einem offenen Gefäß über das Pult in den Raum hinein. Die jungen Teilnehmerinnen verfolgten gespannt, wie es im Großen Hörsaal plötzlich anfing zu schneien, und diskutierten im Anschluss eifrig über das Erlebte. Ganz ungezwungen konnten die Schülerinnen ihre Fragen und Vermutungen in den Raum werfen und sich dabei selbst ein Bild von einem Studienfach machen, das immer noch als Männerdomäne gilt.

Neugier wecken und zum Fragenstellen ermuntern

Wie sich Kriminalfälle mithilfe von naturwissenschaftlichen Methoden lösen lassen, wie man selbst Cremes und Parfüms herstellen kann und was es mit „Electrospinning“ auf sich hat, erfuhren die Mädchen am Fachbereich Biologie, Chemie und Pharmazie. Mathematikerinnen und Mathematiker sowie Informatikerinnen und Informatiker zeigten den Teilnehmerinnen im „Spioncamp“, wie Nachrichten verschlüsselt und anschließend wieder „geknackt“ werden können. Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft beschäftigten sich Schülerinnen unterdessen mit spannenden Fragen zum menschlichen Entscheidungsverhalten: der Neuroökonomie. In Workshops auf dem GeoCampus in Lankwitz wiederum konnten die Teilnehmerinnen aus einfachen Fotos 3D-Objekte herstellen.

Durch die praxisorientierten Experimente und Mitmach-Veranstaltungen sollten mögliche Berührungsängste der Mädchen mit naturwissenschaftlichen oder technischen Berufsfeldern abgebaut werden. In den Workshops und bei einem gemeinsamen Mensa-Besuch blieb außerdem Zeit dafür, sich mit Dozierenden und Studierenden der einzelnen Fächer über ein Studium und eine wissenschaftliche Laufbahn auszutauschen.

Uni-Luft schnuppern

Nicht zuletzt sollten interessierte Mädchen am Girls‘ Day ein wenig Uni-Luft „schnuppern“ und verschiedene Berufsfelder kennenlernen. In Kooperation mit dem Berliner Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten konnten auch Schülerinnen aus Flüchtlingsfamilien am Aktionstag teilnehmen. Insgesamt besuchten mehr als 1200 Mädchen den Campus der Freien Universität – und lernten damit vielleicht sogar ihren späteren Studienort kennen.