Ein Grund zum Feiern

Mit einem Fest im Zierkirschgarten wurde der Neubau für die Kleinen Fächer am vergangenen Freitag offiziell eröffnet

02.06.2015

Geschafft! Auch für Studierende der Kleinen Fächer bringt der Neubau Vorteile: Die Wege zwischen den Instituten sind kürzer.
Geschafft! Auch für Studierende der Kleinen Fächer bringt der Neubau Vorteile: Die Wege zwischen den Instituten sind kürzer. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Blick von oben auf den Neubau für die Kleinen Fächer, der direkt an die Rost- und Silberlaube anschließt.
Blick von oben auf den Neubau für die Kleinen Fächer, der direkt an die Rost- und Silberlaube anschließt. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Architekt Florian Nagler, der den Neubau entworfen hat, in der neuen Campusbibliothek. Das Bild wurde bei einem Presserundgang im April aufgenommen.
Architekt Florian Nagler, der den Neubau entworfen hat, in der neuen Campusbibliothek. Das Bild wurde bei einem Presserundgang im April aufgenommen. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Kanzler Peter Lange zeichnete in seiner Rede die lange Geschichte der Entstehung des Neubaus für die Kleinen Fächer nach.
Kanzler Peter Lange zeichnete in seiner Rede die lange Geschichte der Entstehung des Neubaus für die Kleinen Fächer nach. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Im Zierkirschgarten vor dem Neubau wurde gefeiert.
Im Zierkirschgarten vor dem Neubau wurde gefeiert. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
(v.l.n.r.) Kanzler Peter Lange, Universitätspräsident Prof. Dr. Peter-André Alt, Dekanin des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften Prof. Dr. Karin Gludowatz, Staatssekretär Steffen Krach, Architekt Florian Nagler.
(v.l.n.r.) Kanzler Peter Lange, Universitätspräsident Prof. Dr. Peter-André Alt, Dekanin des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften Prof. Dr. Karin Gludowatz, Staatssekretär Steffen Krach, Architekt Florian Nagler. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Der Nachmittag begann mit einem Geständnis des Kanzlers: „Als ich bei der Grundsteinlegung in die riesige Baugrube geschaut habe, ist mir schon blümerant geworden. Wir als Universität waren dafür verantwortlich, dass alles termingerecht und finanziell hinhaut.“ Ende gut, alles gut: Das Mammutprojekt Neubau für die Kleinen Fächer – das mit 52 Millionen Euro größte Bauprojekt, das die Freie Universität als Bauherrin bisher gestemmt hat – ist sowohl zeitlich als auch finanziell im vorgesehenen Rahmen geblieben. Seit diesem Sommersemester läuft der Lehr-, Forschungs- und Bibliotheksbetrieb. Am vergangenen Freitagnachmittag wurde der Neubau mit einem Fest im neu angelegten Zierkirschgarten offiziell eröffnet.

Universitätspräsident Peter-André Alt würdigte in seiner Festrede die Leistung aller an der Entstehung des Baus Beteiligten: „Wir wollen feiern, dass es gelungen ist, ein so großangelegtes Projekt zu realisieren und dabei im Zeitplan zu bleiben.“ Nach dem fertiggestellten Bau war auch der Umzug der 14 Institute der Geschichts- und Kulturwissenschaften mitsamt Bibliotheken, die zuvor in einzelnen Villen über den Campus verstreut untergebracht waren, eine Herausforderung gewesen: eine Million Bände aus 24 Instituts- und Bereichsbibliotheken mussten in der neuen Campusbibliothek zusammengeführt, systematisiert und eingeräumt werden. Den Bibliotheksmitarbeitern, die den Bücherumzug jahrelang vorbereitet und schließlich durchgeführt haben, wurde im Laufe des Nachmittags mehrfach mit großem Applaus gedankt.

Auf Erkundungstour durch den Neubau

Einen ersten Eindruck vom Gebäude konnten sich die Gäste der Eröffnungsfeier bei Führungen und Rundgängen verschaffen. Auch Beschäftigte und Studierende anderer Einrichtungen der Universität ließen es sich nicht nehmen, das Haus zu erkunden. „Die Büros sind hell und wirken offen mit dem Blick auf die Innenhöfe“, findet Melanie Wruck aus der Drittmittelverwaltung. Mit den vielzähligen Höfen und durch die ein- bis dreigeschossige Bauweise schließt der Neubau nicht nur räumlich, sondern auch optisch an die Rost- und Silberlaube an.

Einen fachkundigen Blick in die neue Campusbibliothek warfen auch Mitarbeiterinnen der Kunsthistorischen Bibliothek, wie Vanessa Pagels: „Ich denke, dass die Studierenden hier sehr gut arbeiten können. Es gibt verschiedene Räume, in die man sich zurückziehen kann, und in den Drehsesseln im Lounge-Bereich lässt es sich sicher ungestört lesen.“

Kleine Fächer, große Bedeutung

Staatssekretär Steffen Krach gratulierte im Namen von Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres: „Mit diesem Gebäude erhalten die Kleinen Fächer einen neuen Ort, den sie sich mehr als verdient haben. Diese vermeintlich Kleinen Fächer tragen wesentlich zum unverwechselbaren Profil der Freien Universität bei.“

Ein Grundstein für weitere Bauprojekte

Als großen Erfolg bezeichnete Staatssekretär Krach das Bauprojekt unter Leitung der Freien Universität, das vom Bund mit etwa 18,5 Millionen bezuschusst wurde. Die Freie Universität selbst hat einen Eigenanteil von etwa 33,5 Millionen Euro aufgebracht.

Sicher ist, dass der Neubau für die Kleinen Fächer nicht das letzte Großprojekt auf dem Campus Dahlem bleiben wird: Nach einer Empfehlung des Wissenschaftsrates kann die Universität Mitte Juni mit der Bewilligung eines Gebäudes für die Erforschung supramolekularer funktionaler Architekturen an Biogrenzflächen rechnen. Die Kosten von knapp 38 Millionen Euro teilen sich Bund und Land. Kanzler Peter Lange freut sich nach dem erfolgreichem Abschluss des Neubaus für die Kleinen Fächer schon auf die nächste große Baugrube.

Weitere Informationen

Campus.leben begleitete den Einzug der Kleinen Fächer in den Neubau sowie den Umzug der Bibliotheken in die neue Campusbibliothek mit einer Serie.