Freie Universität Berlin


Service-Navigation

Gar nicht so stille Nacht

Ausnahmsweise ohne Ochs und Esel, dafür mit viel Engagement: Am Fachbereich Veterinärmedizin wurde Weihnachten gefeiert

19.12.2014

Susanne Scherber (rechts) nimmt Wichtelgeschenke entgegen.
Susanne Scherber (rechts) nimmt Wichtelgeschenke entgegen. Bildquelle: Nora Lessing
(v.l.n.r.)Theresia, Caro, Sandra von der International Veterinary Student's Association (IVSA)
(v.l.n.r.)Theresia, Caro, Sandra von der International Veterinary Student's Association (IVSA) Bildquelle: Nora Lessing
Von drauß' vom Walde kommt er her: Krister Göppert als Weihnachtsmann.
Von drauß' vom Walde kommt er her: Krister Göppert als Weihnachtsmann. Bildquelle: Nora Lessing
Auch draußen wurde Weihnachten gefeiert.
Auch draußen wurde Weihnachten gefeiert. Bildquelle: Nora Lessing

Um kurz nach fünf waren die Plätze im Veterinarium Progressum, dem Weiterbildungszentrum der Veterinärmedizin der Freien Universität, restlos besetzt, dabei hatte die diesjährige Weihnachtsfeier des Vereins veterinärmedizinische Fachschaftsinitiative Berlin (VetMed-FSI) für Veterinärmedizin-Studierende gerade erst begonnen. Zwischen Plätzchen- und Infoständen und bei ausgelassener Stimmung machten es sich die Gäste an weihnachtlich dekorierten Tischen gemütlich. Trotz Kälte und Nieselregens waren auch die Bänke im Außenbereich schnell belegt, hier wärmten sich die Besucher mit Bratwurst und Glühwein. Auch das Unterhaltungsprogramm ließ nicht zu wünschen übrig: Wer mochte, konnte sich im Elchkostüm fotografieren lassen, sich an einem Gewinnspiel oder am Wichteln beteiligen.

„So etwas zu planen, dauert schon vier bis sechs Wochen“, sagt Susanne Scherber. Gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Julia Sehl teilt sie sich den Vorsitz der Fachschaftsinitiative. Wie viel Zeit das rund 30-köpfige Team der Fachschaftsinitiative in die Organisation der Weihnachtsfeier gesteckt hat, darüber möchte Scherber am liebsten gar nicht nachdenken, sagt sie – und lacht. An diesem Abend steht Susanne Scherber neben dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum im Erdgeschoss des Veterinarium Progressum, nimmt Wichtelgeschenke entgegen und verteilt Preise an die Gewinner der Lotterie. Neben Tassen und Tierfutter winkt das aktuelle Buch von Veterinärmediziner Professor Leo Brunnberg, dem ehemaligen Dekan des Fachbereichs, als Hauptpreis. Nach vierzig Minuten sind die 600 Lose verkauft und der große Weihnachtsmannsack ist so voll, dass die Wichtelgeschenke bereits daneben gestapelt werden müssen.

Sandra Stelzer und ihre Kolleginnen nutzen die Feier auch, um über die Angebote der International Veterinary Student’s Association (IVSA) zu informieren. An ihrem Stand bieten sie schokolierte Früchte an, die sie eigens für die Feier gemacht haben. Der Erlös fließt in die Finanzierung der durch die IVSA organsierten Austauschprogramme, bei denen die Reisekosten übernommen werden. Seit zwei Jahren schon engagiert sich Stelzer ehrenamtlich und möchte Studierende ermutigen, für einen Kurzaustausch ins Ausland zu gehen. „Sich zu vernetzen und auszutauschen, ist gerade in der Medizin extrem wichtig“, sagt die Studentin. „ Zum Beispiel können Veterinäre in Entwicklungsländern sehr von dem Wissen profitieren, das wir hier gewinnen. Es ist wichtig, das weiterzutragen.“

„Vorhin habe ich Geschenke an Kinder von Studierenden aus dem Fachbereich verteilt“, sagt Krister Göppert, der sich für die Feier als Weihnachtsmann verkleidet hat. „Ab 20 Uhr überreiche ich dann die Wichtelgeschenke an die Erwachsenen.“ Schon bei der ersten von der Fachschaftsinitiative organisierten Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr war Göppert als Weihnachtsmann aufgetreten. „Da waren wir ganz überrascht, wie viele Leute gekommen sind. Wir hatten mit sechzig bis siebzig Gästen gerechnet, am Ende waren es mehr als doppelt so viele.“ Dass die Feier auch in diesem Jahr so gut angenommen wird, freut nicht nur die Organisatoren, sondern spült auch viel Geld in die Vereinskasse. Mit den Einnahmen will die Fachschaftsinitiative Veranstaltungen für die Studierenden organisieren. „Wenn ich mich so umsehe, würde ich sagen: Die Weihnachtsfeier ist ein voller Erfolg. Nächstes Jahr müssen wir schauen, dass wir einen größeren Raum bekommen“, sagt Krister Göppert.