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„Two Lines“ zeigt bis 27. November Fotografien der innerkoreanischen und der ehemaligen innerdeutschen Grenze

20.11.2014

Dass der Kalte Krieg nicht nur Deutschland teilte, sondern auch die koreanische Halbinsel entzweite, veranschaulicht die Fotoausstellung „Two Lines“.
Dass der Kalte Krieg nicht nur Deutschland teilte, sondern auch die koreanische Halbinsel entzweite, veranschaulicht die Fotoausstellung „Two Lines“. Bildquelle: Institut für Koreastudien

Der Kalte Krieg teilte nicht nur Deutschland, sondern auch die koreanische Halbinsel in Nord- und Südkorea. Während die eine Grenze 1989 überwunden wurde, steht die andere noch immer. Eine besondere Sammlung von Fotografien der innerkoreanischen und der ehemaligen innerdeutschen Grenze wird derzeit im Rahmen der Fotoausstellung "Two Lines: Korean Demilitarized Zone & German Green Belt" (Zwei Grenzen: Die demilitarisierte Zone in Korea und das Grüne Band Deutschland) gezeigt. Bis zum 27. November sind die Bilder weltbekannter Fotografen im Henry-Ford-Bau der Freien Universität ausgestellt – als Erinnerung an den 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls, aber auch als Zeichen der unauslöschlichen Hoffnung auf eine Überwindung der Teilung Koreas.

Das „Grüne Band“, das sich als ehemaliger Grenzstreifen durch Deutschland zieht, ist zum Symbol für das friedliche Zusammenwachsen des einst geteilten Landes geworden. Aus dem früheren Todesstreifen ist ein Biotop geworden, das heute neues Leben hervorbringt, wie die Fotoausstellung „Two Lines“ veranschaulicht. Gezeigt werden aber auch Einblicke in die Zeit, als Deutschland noch durch Mauern und Stacheldrahtzäune geteilt war. Die Fotografien der Grenze zwischen Nord- und Südkorea zeigen ein ähnliches Bild: In der demilitarisierten Zone ist ein naturbelassenes Niemandsland entstanden, das aber durch die fortbestehende Teilung Koreas immer noch ein militärisch abgesichertes, undurchdringbares Gelände ist.

Ein internationales Fotoprojekt

Die Ausstellung, an der etwa 100 internationale Fotografen mitgewirkt haben, führt dem Betrachter anschaulich den Kontrast, aber auch die Ähnlichkeiten der Regionen vor Augen. Die Fotoausstellung wurde vom Institut für Koreastudien initiiert und gemeinsam von der Provinz Gyeonggi in Südkorea, vom Bundesamt für Naturschutz, von der Gyeonggi Tourism Organization und der Freien Universität Berlin ausgerichtet und steht Besuchern bis zum 27. November offen.

Weitere Informationen

Two Lines - Korean Demilitarized Zone & German Green Belt

Zeit und Ort

  • Vom 10. November bis 27. November 2014
  • Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin, Garystr. 35, 14195 Berlin
  • Der Eintritt ist kostenlos