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Unternehmen nachhaltig gründen: Worauf kommt es an?

Mehr als 1700 Gründer, Unternehmer und Gründungsinteressierte diskutierten dazu beim Entrepreneurship Summit an der Freien Universität

16.11.2014

Wie man unternehmerisch erfolgreich sein und gleichzeitig den Lebensraum Erde schützen  kann, stand im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung.
Wie man unternehmerisch erfolgreich sein und gleichzeitig den Lebensraum Erde schützen kann, stand im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung. Bildquelle: Nina Prehm
Junge Gründer wie Tobias Ebbing und Emil Herrling (v.l.) vom Team „Salzmalz“ holten sich beim Wettbewerb „Gründen Live“ Feedback ein.
Junge Gründer wie Tobias Ebbing und Emil Herrling (v.l.) vom Team „Salzmalz“ holten sich beim Wettbewerb „Gründen Live“ Feedback ein. Bildquelle: Nina Prehm
Auch zum Netzwerken blieb an den beiden Tagen im Henry-Ford-Bau Zeit.
Auch zum Netzwerken blieb an den beiden Tagen im Henry-Ford-Bau Zeit. Bildquelle: Nina Prehm

„Discover your potential. Be an Entrepreneur.“ lautete das Motto des Entrepreneurship Summit an der Freien Universität: Entdecke Dein Potenzial, werde Unternehmer. Mehr als 1700 Gründer und Gründerinnen, Gründungsinteressierte und gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen trafen sich im Henry-Ford-Bau zum Austausch, um ihr Wissen zu erweitern und neue Netzwerke zu knüpfen. Mit dem Schwerpunkt auf wissensbasierte Gründungen bot die Fachtagung spezielle Einblicke in das Thema unternehmerische Nachhaltigkeit.

„Ökologische Lösungen finden, um Probleme anzugehen“, brachte Professor Günter Faltin, Gründer der Stiftung Entrepreneurship, den diesjährigen Themenschwerpunkt in seinem Eröffnungsvortrag auf den Punkt. Neben zahlreichen weiteren Rednern gab Faltin Impulse zur Frage, wie globale Probleme durch Kreativität angegangen werden könnten.

Inspirieren, unterstützen, kritisieren

Wie dies in die Tat umgesetzt werden kann, zeigte Gunter Pauli, Initiator des Konzeptes der sogenannten „Blue Economy“, durch das die Ökosysteme der Erde und gleichzeitig Arbeitsplätze geschützt werden sollen. In einem seiner Projekte werde Papier aus Bergbauabfällen hergestellt, ohne weitere Eingriffe in die Natur vornehmen zu müssen. Pauli nannte gleichzeitig die aus seiner Sicht wichtigsten zwei Aspekte des Unternehmertums: Man müsse kreativ und systematisch denken und Spielregeln durchaus auch außer Acht lassen.

Neben weiteren Vorträgen wie „Rulebreaker – Wie Menschen denken, deren Idee die Welt verändern“ oder „Re-Thinking Social Entrepreneurship“ hatten die Teilnehmenden während der zwei Tage die Gelegenheit, viele verschiedene Impulsgruppen und Workshops zu besuchen, die sich unterschiedlichen Dimensionen des Ecological Entrepreneurship, den Themen Nachhaltigkeit oder Verantwortlichem Wirtschaften widmeten – und Raum für Diskussion schufen. Sich gegenseitig inspirieren, unterstützen und auch kritisieren und gleichzeitig neueste Entwicklungen aus der Forschung in den Blick nehmen – dies zählte zu den Zielen der Tagung.

Diskussionen und Workshops mit Praxisbezug

In den Workshops gaben Experten ihr Wissen für funktionierende Gründungskonzepte in den unterschiedlichsten Bereichen weiter. Profund - die Gründungsförderung der Freien Universität war im Workshop „Big Data – E-Health" vertreten: Auf dem Podium diskutierten Gründer der Freien Universität darüber, die wie Massendaten in der Medizin genutzt und bei Produkten und Dienstleistungen angewendet werden könnten – und damit verbundene Trends, Technologien und Regularien. Moderiert wurde der Workshop von Steffen Terberl, Teamleiter des Wissens- und Technologietransfers der Freien Universität.

In den Impulsgruppen „Gründer berichten“ ging es unter anderem um das Potential von Frauen in der Unternehmensgründung, um die Frage, wie man PR auch mit wenig Geld betreiben kann oder warum ein Businessplan gar nicht unbedingt nötig ist.

Unternehmerische Nachhaltigkeit

Beim Wettbewerb „Gründen live“ mussten junge Gründungsteams innerhalb von 24 Stunden den größten Umsatz unter allen Teilnehmenden erzielen.

Neben der Wissenserweiterung ging es bei der Veranstaltung natürlich auch ums Netzwerken, von dem auch „fachfremde“ Gäste profitierten: „Jeder, der etwas mit Entrepreneurship zu tun hat oder sich dafür interessiert, kann hier dazu lernen“, sagte eine Besucherin und lobte die anregende Atmosphäre während der beiden Tage.