Freie Universität Berlin


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„Wir haben alle das gleiche Ziel“

7. Bundestagung der Freunde und Förderer deutscher Hochschulen zu Gast an der Freien Universität

17.10.2013

Das Ziel der Tag war, dass jede Hochschule für sich die richtige Strategie findet, um Zusammenarbeit und Kooperationen zu verbessern
Das Ziel der Tag war, dass jede Hochschule für sich die richtige Strategie findet, um Zusammenarbeit und Kooperationen zu verbessern Bildquelle: Marina Kosmalla
Die gute Durchmischung und die überschaubare Anzahl der Teilnehmer förderten das Diskussionsklima
Die gute Durchmischung und die überschaubare Anzahl der Teilnehmer förderten das Diskussionsklima Bildquelle: Marina Kosmalla

Sie unterstützen ihre Universitäten und Fachhochschulen sowie deren Studierende und Ehemalige. An der Freien Universität trafen sich kürzlich 75 Vertreter der Hochschulfördervereine aus ganz Deutschland, um aktuelle Themen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Einig waren sich alle darin, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen verbessert werden müsse.

Themenschwerpunkte der diesjährigen Tagung waren das Verhältnis von Fördervereinen und Alumni-Clubs sowohl untereinander als auch zur Universitätsleitung. Es ging um Aufgaben und die Organisation von Fördervereinen sowie das Themenfeld Finanzierung und Fundraising. Organisiert wurde die dreitägige Veranstaltung von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freien Universität Berlin (ERG) und dem Alumni-Büro der Abteilung Außenangelegenheiten der Freien Universität Berlin. Die Schwerpunktsetzung, „die perfekte Organisation“ sowie der intensive Erfahrungsaustausch wurden am letzten Veranstaltungstag von vielen Teilnehmern besonders lobend hervorgehoben.

„Die Diskussionen waren sehr anregend, zum einen durch die überschaubare Zahl an Teilnehmern, aber auch durch eine starke Altersdurchmischung und eine ausgewogene Verteilung von Alumni- und Fördervereinen. Dadurch entstand eine ganz neue Diskussionskultur“, sagte Wedigo de Vivanco von „de vivanco consulting international“ und ehemaliger Geschäftsführer sowie stellvertretender Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstands der ERG. Der gemeinsame Nenner, auf den sich alle Teilnehmer verständigen konnten, sei gewesen, dass Alumni- und Fördervereine eng zusammenarbeiten müssten und Gegnerschaften vermieden werden sollten. Denn letztendlich hätten alle das gleiche Ziel.

„An der Freien Universität arbeiten das Alumni-Büro und die Ernst-Reuter-Gesellschaft sehr gut und produktiv zusammen“, sagt Gesa Heym-Halayqa, ERASMUS-Hochschulkoordinatorin der Freien Universität und Geschäftsführerin der ERG. Daher wurde diese Kooperation von einigen Teilnehmern auch als mögliches Vorbild für die eigene Arbeit angesehen. „Das Ziel der Tagung war, dass jede Hochschule für sich herausfindet und entscheidet, wohin sich die Strukturen entwickeln müssen, damit innerhalb der Hochschule die Zusammenarbeit funktioniert.“

Die Bundestagung fand bereits zum siebten Mal statt, und häufig treffen die Teilnehmer auf bekannte Gesichter. Ramona Mitsching, Geschäftsführerin der Vereinigung der Freunde und Förderer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e.V., war zum dritten Mal dabei und kommt immer gerne wieder: „Man trifft zum Teil dieselben Leute wieder, aber da wir uns im zweijährigen Rhythmus treffen haben wir auch Neuigkeiten zu erzählen und bekommen neue Entwicklungen mit.“

Durch den ausführlichen Erfahrungsaustausch werde deutlich, welche unterschiedlichen Ausprägungen an Alumni-Vereinen, Organisationen, Fördervereinen und auch Hybridmodellen in Deutschland existierten und dass deren Strukturen genauso wie die ihrer Universitäten grundverschiedenen sein können, sagt Gina Urban von der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.V: „Man findet fast so viele verschiedene Modelle, wie es Universitäten gibt.“

Der Erfahrungsaustausch war auch für Karl V. Ullrich, Vorsitzender des Verbands der Freunde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, informativ: „Unser Förderverein hilft primär Studierenden und es war interessant zu erfahren, dass bei vielen Organisationen die Unterstützung der Universität allgemein und der Fakultäten im Vordergrund steht.“ Auch Ullrich nimmt Ideen aus den Vorträgen mit, die er schnellstmöglich umsetzen möchte: „Wir brauchen in Freiburg eine Koordinationsstelle, die die an unserer Universität drei fakultätsübergreifenden Fördereinrichtungen verbindet. Das ist wichtig, damit es beispielsweise nicht zu Doppelförderungen kommt oder womöglich potenzielle Stifter oder Spender von jeder Fakultätseinrichtung einzeln angesprochen und dadurch vielleicht eher abgeschreckt werden.“