Freie Universität Berlin


Service-Navigation

"Angie" macht das Rennen

Tag der offenen Tür bei den Veterinärmedizinern auf dem Campus Düppel

12.06.2013

Ferkel "Angie" setzte sich gegen "Peer", "Renate", "Oskar" und "Philipp" durch und errang den ersten Platz.
Ferkel "Angie" setzte sich gegen "Peer", "Renate", "Oskar" und "Philipp" durch und errang den ersten Platz. Bildquelle: Björn Hansen
Schon kurz nach dem Start ließ "Angie" die anderen Ferkel weit hinter sich.
Schon kurz nach dem Start ließ "Angie" die anderen Ferkel weit hinter sich. Bildquelle: Björn Hansen
Schäfer Hagge aus Hahneberg und sein Hütehund.
Schäfer Hagge aus Hahneberg und sein Hütehund. Bildquelle: Björn Hansen

„Angie“ gewinnt ein zweites Mal mit einer Nasenlänge Vorsprung das Rennen – und lässt damit „Peer“, „Philipp“, „Renate“ und die anderen Konkurrenten knapp hinter sich. Das Ferkelrennen sorgte auch in diesem Jahr für Spannung und Begeisterung bei kleinen und großen Zuschauern rund um die mit Strohballen begrenzte Rennstrecke. „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen aus der Politik und realen Handlungen sind natürlich rein zufällig“, versichert Ulf Rintisch, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Schweine. Bei strahlendem Sonnenschein boten Tierärzte, Mitarbeiter und Studierende des Fachbereiches Veterinärmedizin während des Tags der offenen Tür ein abwechslungsreiches und interessantes Programm auf dem weitläufigen Gelände des Campus Düppel. 

In den Stallungen konnten tierliebende Besucher die lockigen Stirnhaare von Oskar kraulen, dem 800 Kilogramm schwere nGalloway-Ochsen. Wer weniger Gewichtiges bevorzugte, streichelte kleine Kälbchen oder Ziegen. Nicht nur Kinder lernten in der Klinik für Fortpflanzung, dass der Nachwuchs vom Lama als Cria bezeichnet wird und Melken am Gummi-Modell ganz schön schwierig ist.

In der Klinik für Klauentiere durften mutige Besucher eine Kuh mit der Diagnose „Labmagenverlagerung links“ endoskopisch operieren – die schwarz-weiße Patientin war glücklicherweise ganz aus Pappmaché.

Schafe hüten und Wasserbüffel kennenlernen

„Ein Hütehund ersetzt drei menschliche Arbeitskräfte“, erklärt Schäfer Hagge aus Hahneberg den interessierten Zuschauern beim Schauhüten und ließ seinen Border Collie in wenigen Minuten eine Gruppe von Schafen in einen Pferch treiben.

Dass Wasserbüffel nicht nur in Indien leben, sondern sich auch in Brandenburg wohlfühlen und hier zur Landschaftspflege eingesetzt werden, erfuhren die Besucher von einem Zuchtbetrieb aus Fahrland. „Wasserbüffel sind freundlich, aber auch sehr eigenwillig“, sagt Betreuer Fred Giese. Seine Büffel musterten dabei entspannt das bunte Treiben auf dem Campus.

Sinne testen und Hufeisen raten

Großer Andrang herrschte beim Ponyreiten – anschließend konnte in der Lehrschmiede des Fachbereichs geraten werden, ob das große Hufeisen zum Shire Horse-Kaltblutpferd oder zum Shetlandpony gehört. Stündliche Führungen durch die Kleintier- und Pferdeklinik rundeten das Programm ab.

„Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“, verspricht die 8-jährige Anne, glücklich und etwas erschöpft, nachdem sie alle Stationen einer Kinder-Rallye erfolgreich absolviert hatte. Ob auch „Angie“ im nächsten Jahr wieder mit dabei sein wird, bleibt offen.