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Immer neugierig bleiben

200 Alumni der Freien Universität feierten Silberne Promotion

04.06.2013

Haben sich in Berlin kennengelernt: Christina Nova-Kaltsouni und ihr Mann Antonis Kaltsounis.
Haben sich in Berlin kennengelernt: Christina Nova-Kaltsouni und ihr Mann Antonis Kaltsounis. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Medizinerin Carola Kubicki, Tochter von Matrikelnummer 1 Stanislaw Kubicki, und  Frank Fleischmann.
Medizinerin Carola Kubicki, Tochter von Matrikelnummer 1 Stanislaw Kubicki, und Frank Fleischmann. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Insgesamt feierten rund 200 Ehemalige des Promotionsjahrgangs 1988 ihr Jubiläum.
Insgesamt feierten rund 200 Ehemalige des Promotionsjahrgangs 1988 ihr Jubiläum. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Christina Nova-Kaltsouni und ihr Mann Antonis Kaltsounis kamen aus dem sonnigen Athen. Salamat Khandker reiste extra aus Bangladeschs Hauptstadt Dhaka an. Monika Pawlik aus Orangeburg im US-Bundesstaat New York flog ebenfalls Tausende Kilometer. Sie leben auf verschiedenen Kontinenten, haben unterschiedliche Berufe, und doch verbindet sie eines: Sie alle wurden vor 25 Jahren an der Freien Universität Berlin promoviert. Insgesamt feierten rund 200 Ehemalige des Promotionsjahrgangs 1988 ihr Jubiläum.

„Ich hatte die Freie Universität ganz bewusst gewählt, um Politische Wissenschaften und Soziologie zu studieren“, sagt Christina Nova-Kaltsouni. Die geteilte Stadt mit ihren Widersprüchen sei der ideale Ort dafür gewesen. Heute beschäftigt sie sich als Professorin an der Universität Athen mit Jugend- und Bildungssoziologie. Ihr Mann, Professor Antonis Kaltsounis, ist an der Technischen Universität Athen tätig. Sein Themengebiet: Planung und Betrieb im Verkehrswesen.

Während des Studiums kennen gelernt

Das griechische Wissenschaftler-Paar kommt oft und gern nach Berlin. Es ist die Stadt ihrer Jugend, hier haben sie sich 1976 kennengelernt. „Er kellnerte damals als Student in einer griechischen Taverne am Savignyplatz“, erzählt sie. „Geheiratet haben wir ein Jahr später in Griechenland“, sagt er. Die Silberne Hochzeit liege also schon etwas länger zurück.

Dass beide im selben Jahr 1988 an der Freien Universität promoviert wurden, habe sich so ergeben, sagt Antonis Kaltsounis. Er hatte zuvor schon an der Technischen Universität Berlin in Ingenieurwissenschaften promoviert. Bei Professor Elmar Altvater schrieb Kaltsounis dann am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität noch eine politikwissenschaftliche Dissertation über „Probleme der staatlichen Planung in Griechenland“. Am Institut für Soziologie befasste sich Christina Nova-Kaltsouni in ihrer Promotion „Sozialstruktur und Kriminalität. Das Beispiel der griechischen Jugenddelinquenz“ ebenfalls mit einer aktuellen Problematik in ihrem Land.

Tradition des Vaters fortgesetzt

Die Jubilare spiegelten das Fächerspektrum an der Freien Universität wider. So ist mit Professorin Sofia Kotzabassi aus Thessaloniki der Fachbereich Altertumswissenschaften vertreten. Monika Pawlik wiederum hat in Chemie promoviert und forscht jetzt in den USA zum Thema Demenz. Volker Rabaa aus Stuttgart schrieb seine rechtswissenschaftliche Doktorarbeit bei Professorin Jutta Limbach, die 1989 Senatorin für Justiz in Berlin wurde. Salamat Khandker studierte Medizin und arbeitet heute bei der Weltgesundheitsorganisation WHO in Bangladesch. Auf eine Jubilarin machte der Präsident der Freien Universität, Professor Peter-André Alt, während der Verleihung der Ehrenurkunden zur Silbernen Promotion besonders aufmerksam: die Ärztin Carola Kubicki. Ihr Vater Stanislaw Karol Kubicki war 1948 mit der Matrikelnummer 1 Gründungsstudent der Freien Universität. Nach seinem Studium und der Promotion wurde er hier Professor für Neurologie.

Der Jurist Volker Rabaa, der in Begleitung seiner Frau Marina und seiner Tochter Annika, zur Feier gekommen war, zeigte sich beeindruckt vom Vortrag des Jubilars Professor Michael Giersing vom Institut für Experimentalphysik der Freien Universität. Obwohl fachfremd interessiere ihn das Thema „Nanomaterialien und deren Einsatz im biomedizinischen Bereich“ sehr, sagte Rabaa. „Es ist wichtig, immer neugierig zu bleiben.“

Weitere Informationen

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Seit 2006 lädt die Freie Universität Berlin ihre Alumni zur Feier ihrer Silbernen Promotion ein. Die Goldene Promotion wird seit 2002 begangen. Mit den Festakten sollen die Promovierten der Freien Universität erneut gewürdigt werden.

In Kontakt bleiben

Haben Sie, Ihre Freunde oder Bekannten ebenfalls an der Freien Universität Berlin promoviert und möchten an einer der kommenden Jubiläumsveranstaltungen zur Silbernen oder Goldenen Promotion teilnehmen? Dann melden Sie sich bitte im Alumni-Büro der Freien Universität unter der E-Mail-Adresse alumni@fu-berlin.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!