Freie Universität Berlin


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Das Leben – ein „Gewebe aus gar verschiedenen Fäden“

Ekkehart Krippendorff, Professor der Freien Universität im Ruhestand, stellt heute seine Autobiografie vor

17.01.2013

Das Leben – ein „Gewebe aus gar verschiedenen Fäden“:  Am 17. Januar stellt Ekkehart Krippendorff seine Autobiografie "Lebensfäden" vor.
Das Leben – ein „Gewebe aus gar verschiedenen Fäden“: Am 17. Januar stellt Ekkehart Krippendorff seine Autobiografie "Lebensfäden" vor. Bildquelle: Dirkauskiel / photocase.com

Ekkehart Krippendorff, Jahrgang 1934, lehrte von 1978 bis 1999 als Professor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien und am Otto-Suhr-Institut (OSI) der Freien Universität. Krippendorff zählt zu den Gründungsvätern der Friedensforschung in Deutschland und engagierte sich unter anderem in der Friedensbewegung zur Zeit des Vietnamkriegs, womit er die Forschung auf diesem Gebiet nachhaltig beeinflusste. Am 17. Januar stellt Krippendorff sein Buch Lebensfäden – Zehn autobiografische Versuche vor.

An ein Geschichts- und Philosophiestudium in Tübingen und Freiburg schloss Krippendorff das Studium der Politikwissenschaften am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin an. Promoviert wurde er 1959 in Tübingen. Er engagierte sich stark in der Friedensbewegung der 1960er Jahre. Mit seinen Veröffentlichungen wurde Krippendorff einerseits zum Pionier der Friedensforschung, geriet andererseits immer wieder in die Kritik, was seine universitäre Karriere zunächst behinderte. 1972 wurde Krippendorff in Tübingen habilitiert, worauf ein langjähriger Aufenthalt im italienischen Bologna als Professor für Internationale Beziehungen folgte. 1978 kehrte er schließlich nach Berlin und an die Freie Universität zurück. Hier lehrte und forschte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999.

Ein Leben – zehn „Lebensfäden“

Der Titel der Autobiografie, in der Krippendorff sein Leben in mehreren Teilen und nicht chronologisch widergibt, geht auf Johann Wolfgang von Goethe zurück: Er hatte in seiner Autobiografie „Dichtung und Wahrheit“ das Leben als „ein Gewebe aus unterschiedlichen Fäden“ bezeichnet, die sich miteinander verschränken und so ein Ganzes ergeben. Diesem Muster folgt auch Krippendorff: In zehn Kapiteln – darunter Krieg, Theater, Italien oder Religion – beschreibt der Wissenschaftler Stationen seines Lebens, die stets auch politisch geprägt sind.

Buchvorstellung

Ekkehart Krippendorff im Gespräch mit der Journalistin Franziska Augstein. Der Verleger Klaus G. Saur wird den Abend mit einer Einführung einleiten.

  • Donnerstag, 17. Januar 2013, 18.00 Uhr
  • Ausstellungsraum der Staatsbibliothek zu Berlin
    Haus Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin