Freie Universität Berlin


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Forschung für bessere Manager

Der amerikanische Ökonom Edward Zajac hat die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft erhalten

09.10.2012

Professor Ronnie Schöb (li.), Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft, verlieh Professor Edward Zajac die Ehrendoktorwürde der Freien Universität.
Professor Ronnie Schöb (li.), Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft, verlieh Professor Edward Zajac die Ehrendoktorwürde der Freien Universität. Bildquelle: Jan Hambura
Er ist einer der meist zitierten Forscher weltweit und nun auch Träger der Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität: der Ökonom Edward Zajac. Wie Unternehmen erfolgreiche Kooperationen eingehen können, ist nur eine von vielen Fragen, die Edward Zajac im Laufe seiner Karriere untersucht hat. Der Amerikaner lehrt und forscht an der Kellogg School of Management der Northwestern University in Chicago und ist Direktor des Kellogg’s Center for Research on Strategic Alliances.

Weder der Regen noch die vorlesungsfreie Zeit konnten Studierende und Doktoranden davon abhalten, der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Professor Edward Zajac beizuwohnen. „Es gibt kaum jemanden, der würdiger wäre für einen Ehrendoktortitel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft als Edward Zajac“, sagte Dekan Professor Ronnie Schöb. Auf dem Gebiet der Managementforschung, die an der Freien Universität auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicke, habe Zajac herausragende akademische Leistungen erzielt. „Seine Arbeiten greifen auf verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Methoden zurück und passen damit sehr gut zum Leitbild einer kohärenten Wirtschaftswissenschaft, das wir an der Freien Universität pflegen."

In seiner Forschung konzentriert sich Edward Zajac auf Strategische Unternehmensführung. Er untersucht unter anderem die voneinander abhängigen Rollen von Geschäftsführern, Vorstandsmitgliedern und Aktionären eines Unternehmens. Dabei belegte er, dass Topmanager Ansprüche von außen – etwa von Aktionären – befriedigen können, indem sie Änderungen der Unternehmensführung lediglich ankündigen, ohne sie tatsächlich umzusetzen. So lasse bereits die Ankündigung, variable Entlohnungssysteme für Vorstände einzuführen, den Aktienkurs steigen.

Wichtiger Beitrag zur Strategischen Unternehmensführung

Professor Thomas Mellewigt vom Institut für Management der Freien Universität Berlin hob in seiner Laudatio besonders Edward Zajacs Untersuchungen zum Symbolischen Management hervor, einem Führungskonzept, das durch den Einsatz von Symbolen – wie Rituale oder Pausenregelungen – versucht, das Wertesystem der Mitarbeiter zu beeinflussen. Diese Forschung sei nicht nur innovativ und leiste einen wichtigen Beitrag zur Strategischen Unternehmensführung, sie sei auch bedeutsam für die Finanzökonomie.

Er fühle sich tief geehrt, sagte Edward Zajac im Hinblick auf die Auszeichnung. Die Freie Universität sei ihm alles andere als unbekannt. Neben Aufenthalten in der Schweiz, den Niederlanden, Singapur und Hongkong machte er in seiner wissenschaftlichen Laufbahn auch in Berlin Station. „Ich war vor mehr als einem Jahrzehnt zu Gast an der Freien Universität und habe mit den Professoren Bresser und Mellewigt sowie mit einigen Doktoranden in Forschungsprojekten zusammengearbeitet“, erinnert er sich.