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Deutsch-Amerikanische Freundschaft

Partner seit sechs Jahrzehnten: Freie Universität und University of Minnesota feiern Jubiläum

25.06.2012

Partner: Senior Vice President Robert Jones von der University of Minnesota und Günter Schepker, Leiter des Referats Internationale Studierendenmobilität – Welcome Services der Freien Universität, unterzeichneten das neue Austauschabkommen.
Partner: Senior Vice President Robert Jones von der University of Minnesota und Günter Schepker, Leiter des Referats Internationale Studierendenmobilität – Welcome Services der Freien Universität, unterzeichneten das neue Austauschabkommen. Bildquelle: flickr.com / GPS Alliance
Austauschstudenten von diesseits und jenseits des Atlantiks: (v.l.n.r.) Gabi Schmiegel, Bob Stableski, Ruby Simmons, Patrick Scully, Frank Braun, Roger Montgomery, and Alisa Eland
Austauschstudenten von diesseits und jenseits des Atlantiks: (v.l.n.r.) Gabi Schmiegel, Bob Stableski, Ruby Simmons, Patrick Scully, Frank Braun, Roger Montgomery, and Alisa Eland Bildquelle: flickr.com / GPS Alliance

Wären sie ein Ehepaar, würden sie in diesen Tagen „Diamantene Hochzeit“ feiern. Seit 60 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der University of Minnesota und der Freien Universität. 1952, nur vier Jahre nach Gründung der Freien Universität, kamen die ersten amerikanischen Studierenden ins damalige West-Berlin, und Berliner Studierende besuchten zum Austausch die Hochschule im US-Bundesstaat Minnesota. Damit ist die Universität im Norden der USA eine der ältesten Partneruniversitäten der Freien Universität. Zum Jubiläum trafen sich kürzlich ehemalige Austauschstudierende zu einer Feier in Minneapolis.

Mehr als 40 ehemalige Teilnehmer des Austauschprogramms zwischen der University of Minnesota und der Freien Universität waren im Clubhaus auf dem Campus der amerikanischen Hochschule zusammengekommen, um das  Partnerschaftsjubiläum zu feiern. Der älteste Teilnehmer hatte in den 1960er Jahren an der Freien Universität studiert, die jüngsten sind erst vor kurzem von einem Austausch aus Dahlem zurückgekehrt.

Patrick Scully, studierte Anfang der 1970er Jahre an der Freien Universität – eine turbulente Zeit in Dahlem, wie er sich erinnert: „Es war  sehr aufregend an der Freien Universität, in der viele antiautoritär eingestellt waren: Die Studenten duzten die Professoren und die Professoren wiederum siezten die Studenten.“ 

Prägende Erfahrungen

„Berlin und Deutschland haben mich mit zu dem gemacht, der ich heute bin“, sagt Bob Stableski, der 1969 als Austauschstudent an die Freie Universität gekommen war. „Der größte Schatz sind allerdings die Freundschaften, die ich während dieser Zeit im Studentendorf Schlachtensee geschlossen habe. Viele davon haben bis heute gehalten.“

Vor zwei Jahren ist Bob Stableski in das Studentendorf Schlachtensee zurückgekehrt und hat sich in seinem alten Zimmer umgesehen: „Der iranische Student, der heute in „meinem“ Zimmer wohnt, konnte gar nicht glauben, dass ich vor 40 Jahren hier selbst als Student gelebt habe.“

Auch für Alain Vraspir war der Austausch 1971 mit der Freien Universität eine lebensverändernde Erfahrung – im wahrsten Sinne des Wortes: „An meinem ersten Tag in Berlin lernte ich im Studentendorf Schlachtensee Elke kennen – meine Ehefrau. Wir haben im Juni 1974 geheiratet.“       

Reger Austausch zwischen den Universitäten

Auch heute noch, nach sechs Jahrzehnten, herrscht zwischen beiden Universitäten ein reger Austausch: Neben dem Studierendenaustausch gab und gibt es ein Vielzahl von Kontakten zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurde ein neuer Vertrag mit der University of Minnesota unterzeichnet, der den Austausch von einem Platz auf bis zu fünf Plätze erweitert. Den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Freien Universität werden die Studiengebühren erlassen, sie sind kostenlos krankenversichert und erhalten einen finanziellen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten.

In fünf Jahren könnten sich die ehemaligen Teilnehmer des Austauschprogramms erneut treffen: Nach 65 Jahren begehen Ehepaare die „Eiserne Hochzeit“, und die Freie Universität und die University of Minnesota hätten wieder einen Grund zu feiern.