„Galileo Galilei zwischen Kirche und Wissenschaft“

Universitätsbibliothek der Freien Universität zeigt eine Ausstellung über den Astronomen und Physiker

09.01.2012

Die Armillarsphäre - ein astronomisches Instrument der vorkopernikanischen Zeit. Es diente unter anderem zur Darstellung der Bewegung von Himmelskörpern. Die Erde bildete das Zentrum des Instruments.
Die Armillarsphäre - ein astronomisches Instrument der vorkopernikanischen Zeit. Es diente unter anderem zur Darstellung der Bewegung von Himmelskörpern. Die Erde bildete das Zentrum des Instruments. Bildquelle: Jan Hambura
Die Armillarsphäre findet sich auch in der portugiesischen Flagge wieder (hier zu sehen in den Händen von Martin Börnchen). Aus Zeiten, in denen Portugal eine große Seefahrernation war. Das Instrument diente der Navigation.
Die Armillarsphäre findet sich auch in der portugiesischen Flagge wieder (hier zu sehen in den Händen von Martin Börnchen). Aus Zeiten, in denen Portugal eine große Seefahrernation war. Das Instrument diente der Navigation. Bildquelle: Jan Hambura
Faksimile der Unterschrift Galileo Galileis auf Papier aus dem Jahr 1569.
Faksimile der Unterschrift Galileo Galileis auf Papier aus dem Jahr 1569. Bildquelle: Jan Hambura
Zu sehen sind die letzten Zeilen des handgeschriebenen Abschwurs von Galileo Galilei, den dieser 1633 vor Kardinälen der Inquisition leistete.
Zu sehen sind die letzten Zeilen des handgeschriebenen Abschwurs von Galileo Galilei, den dieser 1633 vor Kardinälen der Inquisition leistete. Bildquelle: Jan Hambura
Der Ausstellungsführer „Galileo Galilei zwischen Kirche und Wissenschaft“ kostet während der Ausstellung fünf und anschließend neun Euro.
Der Ausstellungsführer „Galileo Galilei zwischen Kirche und Wissenschaft“ kostet während der Ausstellung fünf und anschließend neun Euro. Bildquelle: Jan Hambura

In der Universitätsbibliothek der Freien Universität ist seit heute eine Ausstellung über Galileo Galilei zu sehen. Interessierte können sich darin über die wichtigsten Lebensstationen und Hauptwerke des Astronomen und Physikers informieren. Zu sehen sind außerdem Objekte, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse Galileis erklären: unter anderem astronomische Geräte wie die Armillarsphäre oder ein Modell der Raumsonde Galileo. Die Ausstellung läuft bis zum 24. Februar. Der Eintritt ist frei.

Galileo Galilei (1564–1642) gilt als der Begründer der modernen Astronomie und der klassischen Physik. Seine astronomischen Erkenntnisse trugen zu einer nachhaltigen Korrektur des zu seiner Zeit verbreiteten Weltbildes bei. Basierend auf den Erkenntnissen von Nikolaus Kopernikus aus dem Jahrhundert zuvor wies Galileo die sogenannte heliozentrische Theorie erstmals wissenschaftlich nach. Der Gedanke des um die Sonne kreisenden Planetensystems führte zum Konflikt mit der Katholischen Kirche, die das geozentrische Weltbild der Bibel zu verteidigen versuchte. 1633 wurde Galilei durch die Römische Inquisition verurteilt und durch Folter- und Morddrohungen gezwungen, seinen Erkenntnissen abzuschwören.

Konzeptioniert wurde die Ausstellung von Martin Börnchen, der 30 Jahre als Lehrer am Galileo-Gymnasium in Hamm tätig war. Ergänzend werden Lektüreempfehlungen aus dem Bestand der Bibliotheken der Freien Universität im Informationszentrum der Universitätsbibliothek gezeigt. Zudem ist ein Ausstellungsführer erhältlich, der während der Dauer der Ausstellung fünf und anschließend neun Euro kostet.

Zeit und Ort:

  • 9. Januar − 24. Februar 2012; montags bis freitags von 9.00 bis 20.00 Uhr
  • Universitätsbibliothek, Garystraße 39, 14195 Berlin (U-Bahnhof Thielplatz, U3)