Vor 200 Jahren, am 21. November 1811, starb Heinrich von Kleist

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität zeigt Werke des deutschen Dramatikers, Erzählers, Lyrikers und Publizisten

21.11.2011

Kleists Werke stehen im Mittelpunkt der Ausstellung zu seinem 200. Todestag. Sie werden in chronologischer Reihenfolge vorgestellt
Kleists Werke stehen im Mittelpunkt der Ausstellung zu seinem 200. Todestag. Sie werden in chronologischer Reihenfolge vorgestellt Bildquelle: Jan Hambura
Zu sehen ist unter anderem ein Faksimile einer Handschrift Kleists: seine Anmerkungen zu seinem Lustspiel „Der zerbrochne Krug“
Zu sehen ist unter anderem ein Faksimile einer Handschrift Kleists: seine Anmerkungen zu seinem Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ Bildquelle: Jan Hambura
Zu Andenken an Heinrich von Kleist zeigt die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin noch bis zum 3. Januar  2012 Ausgaben seiner Werke, Textauszüge, Faksimiles, Illustrationen, Bühnenbilder, Theaterprogramme und weitere Dokumente
Zu Andenken an Heinrich von Kleist zeigt die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin noch bis zum 3. Januar 2012 Ausgaben seiner Werke, Textauszüge, Faksimiles, Illustrationen, Bühnenbilder, Theaterprogramme und weitere Dokumente Bildquelle: Jan Hambura
Das einzige authentische Portraits von Kleist des Malers Peter Friedel von 1801 diente als Vorlage für alle späteren Abbildungen von Kleist
Das einzige authentische Portraits von Kleist des Malers Peter Friedel von 1801 diente als Vorlage für alle späteren Abbildungen von Kleist Bildquelle: Jan Hambura
Die Ausstellungsstücke befinden sich sowohl im Foyer als auch im ersten Stock der Universitätsbibliothek an der Dahlemer Garystraße
Die Ausstellungsstücke befinden sich sowohl im Foyer als auch im ersten Stock der Universitätsbibliothek an der Dahlemer Garystraße Bildquelle: Jan Hambura

Heinrich von Kleist wurde nur 34 Jahre alt. Am 21. November 1811 erschoss der Dramatiker und Dichter zunächst seine Gefährtin Henriette Vogel, dann sich selbst. Zu seinem Andenken zeigt die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin noch bis zum 3. Januar  2012 Ausgaben seiner Werke, Textauszüge, Faksimiles, Illustrationen, Bühnenbilder, Theaterprogramme und weitere Dokumente. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt frei.

Es hat ein wenig von einer Rückkehr: Heinrich von Kleist studierte an der Universität in Frankfurt an der Oder Physik, Philosophie, Mathematik und Staatswissenschaften. Nach nur drei Semestern brach Kleist das Studium im Jahr 1800 ab. Mehr als 200 Jahre später werden seine Werke nun an einem Ort gezeigt, an dem täglich Hunderte von Studenten verweilen. Die Ausstellungsstücke befinden sich sowohl im Foyer als auch im ersten Stock der Universitätsbibliothek der Freien Universität an der Dahlemer Garystraße.

Die promovierte Romanistin und ehemalige Benutzungsleiterin der Universitätsbibliothek, Doris Fouquet-Plümacher, hat Werke Kleists gesammelt und für die Ausstellung erschlossen. Zu sehen ist unter anderem ein Faksimile des Autographs des Lustspiels "Der zerbrochne Krug". In der Ausstellung befindet sich auch ein Abdruck des einzigen authentischen Portraits von Kleist, das der Maler Peter Friedel 1801 für Kleists Verlobte Wilhelmine von Zenge angefertigt hatte. Das Bild diente als Vorlage für alle späteren Abbildungen von Kleist.

Ausgestellt ist außerdem ein Faksimile von Kleists Erstlingswerk „Die Familie Schroffenstein“, das 1802-1803 anonym in Bern veröffentlicht wurde. Die Illustrationen, Bühnenbilder und Theaterprogramme zu Kleists Werken werden in chronologischer Reihenfolge vorgestellt.

Ein besonderer Akzent der Ausstellung liegt auf der Sammlung „Kleist in Klassikerausgaben“, deren größten Teil die Universitätsbibliothek an die noch laufende „Kleist-Ausstellung“ im Ephraimpalais in Berlin-Mitte ausgeliehen hat. Eine Auswahl ist aber auch in der Ausstellung in der Universitätsbibliothek der Freien Universität zu sehen.

Zeit und Ort:

  • Die Ausstellung ist noch bis Montag, den 3. Januar 2012, zu sehen, geöffnet ist jeweils montags bis freitags von 9.00 bis 20.00 Uhr,
  • Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Garystr. 39, 14195 Berlin (U-Bhf. Thielplatz, U3).