Freie Universität Berlin


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"Soziale Innovationen für die Gesellschaft von morgen"

Freie Universität erneut ausgezeichnet für das Engagement bei der Gleichstellung von Frauen und Männern

26.10.2011

Das Total E-Quality-Prädikat nahmen die Frauenbeauftragte Mechthild Koreuber und Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, entgegen.
Das Total E-Quality-Prädikat nahmen die Frauenbeauftragte Mechthild Koreuber und Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, entgegen. Bildquelle: Bernd Wannenmacher
Eva Maria Roer, Vorsitzende des Vereins Total E-Quality, betonte die gesellschaftliche Vorreiterrolle der Prädikatsträger.
Eva Maria Roer, Vorsitzende des Vereins Total E-Quality, betonte die gesellschaftliche Vorreiterrolle der Prädikatsträger. Bildquelle: Bernd Wannenmacher

Auf über 30 Prozent ist der Anteil der Professorinnen an der Freien Universität im vergangenen Jahr angestiegen. Bei den Juniorprofessuren sind es sogar 46 Prozent. Diese Zahlen sind nur zwei der Gründe, weshalb der Freien Universität Anfang Oktober bereits zum vierten Mal in Folge das Total E-Quality-Prädikat verliehen wurde. Viel wichtiger noch sind für die Jury die Ziele und Strukturen, mithilfe derer die Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen Chancengleichheit langfristig sicherstellen möchten.

„Die Total E-Quality-Prädikatsträger liefern die sozialen Innovationen für die Gesellschaft von morgen“, sagte Eva Maria Roer, Vorsitzende des Vereins Total E-Quality, der die Auszeichnung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung vergibt. Bei der diesjährigen Verleihung der Prädikate war die Freie Universität Gastgeberin und Preisträgerin zugleich: Im Auditorium Maximum des Henry-Ford-Bau zeichnete der Verein 22 Wissenschaftseinrichtungen und 20 Unternehmen, Verbände und öffentlich-rechtliche Arbeitgeber mit dem Gleichstellungs-Prädikat aus. Für die Freie Universität nahmen die Zentrale Frauenbeauftragte, Mechthild Koreuber, und Präsident Professor Peter-André Alt die Auszeichnung entgegen – nach 2002, 2005 und 2008 bereits zum vierten Mal in Folge.

„Karrieremodelle im Wandel“

Der Verein bot den Prämiierten neben der Übergabe der Prädikate ein ganzes Tagesprogramm im Zeichen der Gleichstellung. Harald Wolf, Berliner Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, forderte in seinem Grußwort „eine Kulturrevolution, um Chancengleichheit für Frauen und Männer in der Arbeitswelt zu erlangen“. Zu der Fragestellung „Karrieremodelle im Wandel – Welche Wege weisen in die Zukunft?“ fand unter anderem ein Podiumsgespräch statt. Ob und inwiefern eine Frauenquote als gleichstellungspolitisches Instrument hilfreich sein könne, wurde am Nachmittag ebenfalls diskutiert.

Der Präsident der Freien Universität, Professor Peter-André Alt, zeigte sich über die Auszeichnung erfreut. Er betonte, die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern sei an der Freien Universität schon frühzeitig als „herausragende Zukunftsaufgabe“ erkannt worden: Die Mitglieder der Universität könnten „auf eine dreißigjährige Tradition erfolgreicher und vorbildlicher universitärer Gleichstellungspolitik zurückschauen“.

Langjähriges Engagement für die Chancengleichheit

Bereits 1974 hat die Hochschule eine Kindertagesstätte eingerichtet, sieben Jahre später wurde die Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung gegründet. In den letzten Jahren formulierten Universitätsleitung und einzelne Institute sowie -einrichtungen Zielvereinbarungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Zudem ist Chancengleichheit ein Kriterium für die Mittelzuweisung an die Fachbereiche.

Erst im Sommer hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der Freien Universität bescheinigt, auch bei der Umsetzung von forschungsorientierten Gleichstellungsstandards wegweisend zu sein. Im Frühjahr war die Freie Universität von der Hertie-Stiftung erneut als Hochschule mit familienbewusster Personalpolitik zertifiziert worden.