Ein Tänzer zwischen den Welten

Ausstellung im Foyer der Universitätsbibliothek / Bilder des Malers, Schriftstellers und Kabarettisten Sigi Hirsch

18.07.2011

Bildende Kunst und Schriftstellerei in Verbindung: Bilderausstellung in der Universitätsbibliothek der Freien Universität
Bildende Kunst und Schriftstellerei in Verbindung: Bilderausstellung in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Bildquelle: Petra Kende / UB der Freien Universität
Sigi Hirsch stellte bei der Vernissage nicht nur seine Bilder vor, sondern trug auch eines seiner Gedichte vor
Sigi Hirsch stellte bei der Vernissage nicht nur seine Bilder vor, sondern trug auch eines seiner Gedichte vor Bildquelle: Petra Kende / UB der Freien Universität
Der Ausstellungsführer kann für drei Euro in der Leihstelle der Universitätsbibliothek erworben werden
Der Ausstellungsführer kann für drei Euro in der Leihstelle der Universitätsbibliothek erworben werden Bildquelle: Petra Kende / UB der Freien Universität

Manche sehen aus wie Rosen, Blätter haben sie selten und die Farben ihrer Blüten sind meist weit entfernt von jeglicher botanischen Korrektheit. Die Werke der Ausstellung „Sigi Hirsch: Zwischen den Welten. Bilder“ zeigen abstrakte Kompositionen: Blumen, die es in der Realität nicht gibt. Die Werkschau läuft noch bis zum 26. August.

„Dass Sigi Hirsch seine Bilder ausgerechnet in einer Universitätsbibliothek ausstellen darf, an einem Ort der Wissenschaft und der Literatur, ist für den Künstler und Buchautor eine ganz besondere Ehre“, sagte der Bamberger Kunsthistoriker Matthias Liebel zur Eröffnung der Werkschau. Schließlich sei es Sigi Hirsch ein Herzensanliegen, über die fakultätischen Grenzen hinaus Bildende Kunst, Theater, Schauspielerei und Schriftstellerei interdisziplinär miteinander zu verknüpfen. 

Siegfried-Hermann Hirsch wurde im Mai 1945 in Bad Salzufflen geboren. Er begann seine Karriere als Deutschlands jüngster Verleger Ende der 1960er Jahre mit der literarischen Illustrierten „total“. Neben  Lyrik, Prosa und Grafik enthielt diese auch kritische Texte zur Politik und Polemiken zum Literaturbetrieb. Nach beruflichen Stationen in Berlin – unter anderem als Geschäftsführer einer Werbeagentur – arbeitete er mehrere Jahre als Verlagsleiter und als Antiquar in Coburg. 1996 zog Sigi Hirsch nach Bamberg.

„Poetry Art“

Mit dem Malen und Zeichnen hat Sigi Hirsch erst vor etwa zehn Jahren begonnen. Zu seinen ersten Motiven zählen nebeneinander aufgereihte Blumen, die sich bald gestalterisch zu Fantasieblumen wandelten. 2007 eröffnete Hirsch in Bamberg eine eigene Galerie, in der er unter dem Titel „Poetry Art“ Bildende Kunst, Literatur und satirisches Kabarett miteinander verbindet. „Sigi Hirsch ist ein Vagabund, ein Tänzer zwischen den Welten, ein Fantast, ein Fabulant und ein Träumer. Zugleich ist er aber auch einer, der mit beiden Beinen fest im Leben steht“, beschreibt Matthias Liebel den 66-Jährigen. Bis Ende August können Interessierte sich in der Universitätsbibliothek der Freien Universität selbst ein Bild von dem Allround-Künstler machen.

Weitere Informationen

  • Zeit: Die Ausstellung läuft bis zum 26. August 2011, montags bis freitags von 9.00 bis 20.00 Uhr
  • Ort: Foyer der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Garystr. 39, 14195 Berlin, U-Bhf. Thielplatz (U3)
  • Zur Exposition gibt es einen Ausstellungsführer, der für drei Euro in der Leihstelle der Universitätsbibliothek im 1. OG erworben werden kann.