Freie Universität Berlin


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Spatenstich für neues Forschungshaus

„Fünferinstitut“ vereint Molekulare Veterinärmedizin

11.12.2009

v.l.: Stefan Sinning, Henn Architekten, Wolfgang Mahnke, Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, Uwe Stäglin, u.a. Bezirksstadtrat; von der Freien Universität Kanzler Peter Lange, Präsident Dieter Lenzen und Dekan Leo Brunnberg
v.l.: Stefan Sinning, Henn Architekten, Wolfgang Mahnke, Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, Uwe Stäglin, u.a. Bezirksstadtrat; von der Freien Universität Kanzler Peter Lange, Präsident Dieter Lenzen und Dekan Leo Brunnberg Bildquelle: Marina Kosmalla

Am Montag wurde mit dem ersten Spatenstich der Bau des neuen Forschungshauses für Molekulare Veterinärmedizin (FMV) der Freien Universität in Angriff genommen. Der Neubau wird fünf tiermedizinische Fachbereiche unter einem Dach vereinen.

Auf dem Campusgelände in Düppel sind große Teile des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin angesiedelt. Neben den Nutztierkliniken, an der Robert-von-Ostertag-Straße breitet sich eine kahle Fläche aus, die den Blick frei lässt bis zum nahegelegenen Reitplatz des Kinder- und Jugend-Reit- und Fahrvereins Zehlendorf. Doch noch diesen Monat wird sich das Bild verändern. Die ersten vorbereitenden Arbeiten für das FMV, wie die Aushebung der Baugrube und die Baustellensicherung, sollen noch im Dezember beginnen. In das dreigeschossige Haus werden die Institute für Virologie, Immunologie und Molekularbiologie, Mikrobiologie und Tierseuchen, Parasitologie und Tropenveterinärmedizin sowie Tier- und Umwelthygiene einziehen, die momentan auf verschiedene Standorte verteilt sind. Diese fünf Institute arbeiten in ihren jeweiligen Fachdisziplinen mit ähnlichen biowissenschaftlichen Methoden. Durch die Zusammenlegung zum sogenannten Fünferinstitut wird eine gemeinsame Nutzung von Laboren und kostspieligen Geräten ermöglicht, ebenso wie die Arbeit in interdisziplinären Forschungsverbünden.

Zentraler Standort der Veterinärmedizin an der Freien Universität

Etwa 25 Millionen Euro soll der Neubau kosten, der mit moderner Labortechnik und einem Hochsicherheitslabor zur Untersuchung gefährlicher Erreger ausgestattet sein wird. Das Projekt soll die Forschung im Bereich der weltweit zunehmenden Infektionskrankheiten sowie der Forschung im Bereich „Veterinary Public Health (VPH)“ – unter anderem auf dem Gebiet der  Ernährungswissenschaften – stärken. Da etwa 80 Prozent der tiermedizinisch bedeutsamen Infektionserreger auch Menschen infizieren können, werden die im FMV erzielten Forschungsergebnisse einen unmittelbaren Einfluss auf den gesundheitlichen Verbraucherschutz haben. Das Bauprojekt ist ein wichtiger Schritt, den Campus Düppel zu einem zentralen Standort der Veterinärmedizin an der Freien Universität auszubauen, und soll die Bedingungen für die Lehre und die interdisziplinäre Forschung nachhaltig verbessern. Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich im kommenden Frühjahr beginnen. Ende 2011 soll der Bau fertig gestellt sein.