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Deutsche Universität für Weiterbildung feierlich eröffnet

Festakt mit rund 500 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik

15.09.2009

Dr. Manfred Antoni, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Prof. Dr. Annette Schavan, Dr. Udo Thelen, Prof. Dr. Ada Pellert, Prof. Dr. Dieter Lenzen und Dr. h.c. Michael Klett beim Eröffnungsfestakt der Deutschen Universität für Weiterbildung
Dr. Manfred Antoni, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Prof. Dr. Annette Schavan, Dr. Udo Thelen, Prof. Dr. Ada Pellert, Prof. Dr. Dieter Lenzen und Dr. h.c. Michael Klett beim Eröffnungsfestakt der Deutschen Universität für Weiterbildung Bildquelle: Freie Universität Berlin

Die Idee, Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, sich neben dem Beruf weiterzubilden, ist bekannt, doch das Konzept ist neu und in Deutschland einmalig: Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) ist eine Public Private Partnership und wird zu gleichen Teilen von der Freien Universität Berlin und der Stuttgarter Klett-Gruppe getragen. Im Oktober nimmt die DUW ihren Lehrbetrieb auf.

Carmen Aringer ist Trainerin und Personalentwicklerin bei der Rewe Group und eine der ersten Teilnehmerinnen am „Shadowing-Programm“ der DUW. Im Rahmen des Shadowing-Programms können zwei Teilnehmer einen Tag lang Führungskräften von Zukunftsbranchen über die Schulter schauen. Aringer begleitete Jörg Dräger, Vorstandsmitglied für den Bereich Bildung der Bertelsmann Stiftung. „Mit dem Shadowing-Programm der DUW bekam ich die Gelegenheit, äußerst lohnende Einblicke in die Aufgaben und Arbeitsweisen einer Führungskraft zu erhalten und die unterschiedlichen Dimensionen von Führungskultur, Kommunikation und Entscheidungsverhalten kennenzulernen“, berichtet Aringer. „Für mich eine sehr bereichernde Erfahrung.“

Neben dem Shadowing-Programm startet die DUW im Oktober zunächst mit den auf zwei Jahre angelegten Master-Studiengängen „Compliance“, „Bildungs- und Kompetenzmanagement“ sowie „Drug Research and Management“. Regelmäßig erhalten die Teilnehmer eigens entwickelte Studienhefte, die sie im Selbststudium erarbeiten. Auf dem „Online-Campus“ treffen sich die Studierenden virtuell, bearbeiten Online-Einheiten und können in Foren miteinander sowie mit ihren Betreuern kommunizieren. Das Fernstudium wird durch Präsenzveranstaltungen in Berlin sowie eine Praxiswoche in Deutschland oder wahlweise im Ausland ergänzt.

Einzigartige Partnerschaft

Bei der feierlichen Eröffnung der DUW am Freitag im Seminaris CampusHotel Berlin wurde die Bedeutung hervorgehoben des in Deutschland bisher einzigartigen Modells eines gemeinsamen Betriebs einer Universität mit zwei Gesellschaftern, einem staatlichen und einem privaten zu je gleichen Teilen. Ebenso wurde die Notwendigkeit eines Angebots für Weiterbildung unterstrichen. „Die demografische Entwicklung, der Weiterbildungsbedarf durch beschleunigte Produktzyklen und die anhaltende Aufstiegsbereitschaft waren und sind gute Voraussetzungen für die Schaffung eines Qualifizierungsangebots in einer eigenen Weiterbildungsuniversität“, sagte Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität. „Qualitätsgarantie der Freien Universität Berlin und Betriebserfahrungen der Klett-Gruppe mit Fachhochschulen im Weiterbildungsbereich sind eine gute Voraussetzung für das Gelingen.“

DUW-Gründungspräsidentin Professorin Ada Pellert griff in ihrer Begrüßung ebenfalls den aktuellen Bedarf für das Angebot der DUW auf: „Für die berufsbegleitende Weiterbildung mit akademischer Ausrichtung gibt es bisher nur wenige Angebote in Deutschland. Mit unserem flexiblen Studienmodell gehen wir auf die Bedürfnisse von Berufstätigen ein, die sich neben ihrer Arbeit weiterentwickeln möchten.“

Bundesbildungsministerin Professorin Annette Schavan lobte die neue Institution in ihrem Festbeitrag als eine Bereicherung für die deutsche Hochschullandschaft. „Die DUW ist die erste Universität, die ihre Weiterbildungsangebote berufsbegleitend konzipiert und gezielt auf die Berufserfahrungen der Studierenden ausrichtet. Wir werden in Zukunft noch mehr solche Angebote brauchen“, sagte die Ministerin. Grußworte sprachen außerdem der Berliner Bildungssenator Professor Jürgen Zöllner, Dr. h.c. Michael Klett, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ernst Klett AG, und Dr. Udo Thelen, Geschäftsführer der DUW.

Weiterbildung auch ohne Studienabschluss

Neben den Master-Studiengängen bietet die DUW Zertifikatsprogramme an, an denen auch Arbeitnehmer ohne ein abgeschlossenes Hochschulstudium teilnehmen können. Sie können sich unter anderem in den Bereichen Organisations- und Personalentwicklung, Führungskompetenz, Personal Skills und Interkulturelle Kommunikation weiterbilden. Die einzelnen Programme sind auf zwei bis acht Monate ausgerichtet. Bei der Bewerbung hierfür werden auch berufliche Leistungen anerkannt.

Ada Pellert ist überzeugt davon, dass Arbeitgeber es zu schätzen wissen, wenn sich ihre Mitarbeiter für ihr berufliches Fortkommen weiterbilden: „Die Studierenden können das Wissen, das sie im Master-Studium erwerben, direkt einbringen in ihren Berufsalltag.“ Wer sich für ein Studium an der DUW im Oktober interessiert, kann sich noch bis Ende September bewerben. Der Studienstart ist quartalsweise möglich.